Kafenion in Kreuzberg

Griechenland auf Eis

Griechenland auf Eis
Der Eiskaffee wird in einer Art Marmeladenglas serviert. Zur Foto-Galerie
Reichenberger Kiez – In einer ruhigeren Ecke von Kreuzberg 36 eröffnete Anfang des Jahres das Bitte Coffeehouse, die moderne Version eines griechischen Kafenion. Neben den Süßspeisen und Kuchen war es vor allem Freddo, der hellenische Eiskaffee, der auch uns in die Glogauer Straße gelockt hat.

Der Südosten Kreuzbergs wirkt auch im Sommer nur bedingt wie der Südosten Europas. Doch zwischen eher funktional aussehenden Mietshäusern bringt das Bitte Coffeehouse ein Stück griechische Kaffeehauskultur in den Reichenberger Kiez. Dabei gibt es Parallelen und Unterschiede zum klassischen Kafenion, das man in griechischen Dörfern vorfindet. Das unscheinbare Äußere und die spartanische Einrichtung stimmen grundsätzlich überein, doch die Art der einfachen Holzmöbel sowie die unverputzten Wände passen eher zum Kreuzberger Chic.

Hereinspaziert. An diesem Nachmittag haben die griechischen Betreiberinnen des Bitte unter anderem eine Art griechischen Pie, süßes Gebäck und Kuchen im Angebot. Auch Dakos, eine Vorspeise aus Kreta, bestehend aus Tomaten, Feta und diversen Kräutern auf mehrfach gebackenem Brot, steht auf der Karte. Die Kaffee-Liebhaber können zwischen verschiedenen Varianten wählen; auch Tee und Säfte werden angeboten. Ich entscheide mich für ein Stück Zitronenkuchen und einen Freddo Cappuccino – es gibt auch eine Variante mit Espresso. Im griechischen Sommer ist der Eiskaffee ein Muss in allen halbwegs angesagten Bars und Cafés an Strandpromenaden und Einkaufsstraßen.

Noch nicht ganz wie im Urlaub

Das mit dem Urlaubsfeeling haut in SO 36 allerdings nicht ganz hin. Zwar gibt es ein paar Sitzgelegenheiten und Beistelltischchen draußen auf dem Gehweg, doch die taugen aufgrund ihrer Größe nur zum Rauchen und Kaffee schlürfen. Wolkig ist es obendrein, da nehme ich doch lieber mit einem bequemen Kissen im Rücken innen Platz. Der Freddo, serviert in einem Glasgefäß, schmeckt lecker und belebt. Der Kuchen ist gut, aber keine Offenbarung. Doch es gibt ja noch viel zu probieren und regelmäßig etwas Neues.

Trotz der Kreuzberger Randlage geht während meines Besuchs im Bitte immer wieder die Tür auf, bis das Kaffeehaus gut gefüllt ist. Man hört Griechisch, Deutsch und Englisch. Und wenn die Entspannung einsetzt, fühlt es sich dann doch ein bisschen wie Urlaub an.

Mehr zu den aktuellen Angeboten im Bitte Coffeehouse findet ihr auf dessen Facebook-Seite.

Foto Galerie

Bitte Coffeehouse, Glogauer Straße 6, 10999 Berlin
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