Öko-Tischtennis aus Berlin

Spiel nicht mit dem Stullenbrett

Spiel nicht mit dem Stullenbrett
Die Tischtenniskellen von "Black Forest Pong" sind aus einem besonderen Holz geschnitzt.
Berlinweit - Ob im Sommer unter freiem Himmel oder im Winter in der Kneipe, Berlin ist im Tischtennisfieber. Jetzt schicken sich zwei Wahlberliner an, den Sport mit formschönen Holzkellen aus dem Schwarzwald zu revolutionieren. Was das Besondere daran ist, darüber haben wir mit dem Erfinder des "Black Forest Pong" gesprochen.

Das Klackern von Tischtennisbällen auf Kellen und Platten flirrt vom Frühjahr bis in den Herbst hinein durch Berliner Parks und Hinterhöfe. Kein Wunder, immerhin ist die ganze Stadt nahezu flächendeckend mit den nötigen Spielstätten ausgestattet. Wenn du deine Lieblingsplatte noch nicht gefunden hast, dann schau doch mal auf dieser Ping Pong Map nach. Auch die Platten im Park am Gleisdreieck sind auf der Karte zu erkennen. Wer dort mitspielt, sieht mit etwas Glück Johannes mit einem ganz besonderen Accessoire um die Spielfläche flitzen.

Das einzig wahre Brett-Spiel

Johannes Orthmayr ist eigentlich Kommunikationsdesigner. Im letzten Jahr hat er mit seinem Kumpel Jonas das Black Forest Pong erfunden. Das spielt man zwar nach denselben Regeln wie Tischtennis, aber mit einer ganz besonderen Kelle. Die ist aus einer Baumscheibe geschnitzt, trumpft mit echter Rinde am Kopf des Schlägers auf und ist nicht mit Gummi beschichtet. Clean und öko sozusagen.

Während man nun meinen könnte, die Kellen sähen aus wie ein Stullenbrett, ging es Johannes genau andersherum. Beim Spaziergang über einen traditionellen Wochenmarkt in Freiburg sah er einen Händler mit – wie er sagt – „Essbrettle“ und dachte „das sieht ja aus wie eine Tischtenniskelle! Das wird das neue Hipster Gadget für Berlin!“ Die Sache mit dem Hipster solle man aber trotz der Spielverpackung im Jutebeutel nicht zu ernst nehmen, ergänzt er schnell. Der Satz spielte eher auf das Hipster-Quartett an, das er und Jonas vor ein paar Jahren in Berlin erfunden haben. Das Black Forest Pong ist ihre zweite gemeinsame Erfindung für’s Amüsement und wurde schon um die 300 Mal verkauft.

Nichts für halbe Hemden

Natürlich hat Johannes die Bretter auch auf die Anforderungen des Tischtennis zugeschnitten und die Kelle ergonomisch angepasst. Trotzdem: Brett bleibt Brett. Das Spiel mit der Holzkelle ist durch den fehlenden Gummi direkter und schneller als das mit anderen Kellen. Manch einer behauptet auch, sie sei zu schwer zum entspannten Spielen. „Aber die ist ja auch aus dem Schwarzwald. Also nichts für halbe Hemden“, entgegnet Johannes dann. „Im Park am Gleisdreieck haben schon viele darüber gestaunt, wie gut ich mit meinem Speckbrettle mithalten konnte.“ Und das Schöne daran sei ja auch, dass man mit der Baumscheibe erst im Park picknicken und dann direkt eine Runde Tischtennis zocken kann.

Für den Spielspaß in der kalten Jahreszeit empfiehlt Johannes übrigens das Schmittz. Wo du das Black Forest Pong kaufen kannst, erfährst du auf der Homepage zum Spiel. Da gibt es auch ein anschauliches Video zu den Holzkellen, das wir dir an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen:

Park am Gleisdreieck, Möckernbrücke, 10963 Berlin
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