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Pieces of Berlin: Jede Menge Berliner vor der Linse

Pieces of Berlin: Jede Menge Berliner vor der Linse
Im zweiten schicken Bildband von "Pieces of Berlin" gibt's die Kurzporträts über Berliner sogar zweisprachig.
Florian Reischauer fotografiert für seinen Blog Pieces of Berlin seit zehn Jahren Berliner in all ihren Facetten - spontan auf der Straße. Gerade ist sein zweiter Bildband erschienen.

„Über Berlin wurde meiner Meinung nach viel zu einseitig berichtet, meist nur darüber, was einen stört, was gerade hip ist oder welche Kieze ‚im Kommen‘ sind“, erklärt Florian Reischauer. „Aber die starke Unterschiedlichkeit der Kieze stand irgendwie nie im Mittelpunkt der Berichterstattung.“ Genau das wollte der gebürtige Österreicher ändern und gründete 2008 seinen Foto-Blog Pieces of Berlin, in dem er in Portraits einen Querschnitt durch den Berliner Alltag zeigt. „Ich fotografiere alle, ganz egal wen“, sagt Florian. „Ich achte eigentlich nur auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Jeder wird kurz aus der Anonymität gegriffen.“ Mittlerweile hat er schon seinen zweiten Bildband veröffentlicht: Pieces of Berlin 2014-2018 – das zweite Buch zum Blog. 

Portraits spontan auf der Straße

Darin und auch auf seinem Blog ist wirklich jeder zu finden – von der süßen Omi bis zum coolen Hipster bis zum zugezogenen Wahlberliner. Alle geben sie kurz Auskunft über sich und ihren Bezirk und sind so auch irgendwo „Sinnbild“ für die ganze Nachbarschaft. Florians treuer Wegbegleiter ist dabei seine analoge Kamera Agfa Isolette II aus den 60ern, die den Bildern ein einzigartiges Flair verleiht und dem Zufall geschuldete „Fehler“ einbaut.

 

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Ein Beitrag geteilt von Pieces of Berlin (@piecesofberlin) am Jan 18, 2019 um 9:46 PST

An seinem zweiten Bildband hat Florian rund ein Jahr gearbeitet: Er hat um die 80 Porträts ausgewählt – und die kurzen Texte der Portraitierten auch ins Englische übersetzen lassen. Der Leser erfährt, wo der Berliner jeweils lebt, wie alt er ist, was er beruflich macht und was er eben gerade über seine Stadt und seinen Kiez zu sagen hat. „Die Situation ist jedes Mal anders und immer individuell“, erklärt Florian, dem man die Leidenschaft für seine Fotos anmerkt. Einfache Geschichten einfacher Bewohner, authentischer geht es kaum. Geschätzte 50 % der von ihm Befragten lassen sich übrigens für Foto und Kurzinterview aus der Großstadtanonymität herausreißen. Neben den beliebten Portraits findet sich in dem Werk auch jede Menge Stadtgeschichte. Fragen zu Gentrifizierung, Einsamkeit und Zusammenleben werden gestellt und so manche Schönheit wird im Detail gefunden.

Du willst dir den Bildband – der sich auch schick auf dem Coffee Table macht – für 29 Euro gleich kaufen?

 

Wir freuen uns sehr, dass wir zukünftig einen Berliner der Woche powered by Pieces of Berlin auf QIEZ vorstellen dürfen!

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