Familienbetrieb Blumen-Koch in Charlottenburg

Im Reich der Blüten-Träume

Im Reich der Blüten-Träume
Gemeinsam mit ihrem Floristen-Team entwirft Brise Koch ihre kunstvollen Blumenarrangements. Zur Foto-Galerie
In den vergangenen hundert Jahren ist aus dem kleinen Blumenladen von "Oma Emmi" in der Westfälischen Straße der erste Fünf-Sterne-Florist Deutschlands geworden. Internationale Promis wie der Musiker Elton John gehören ebenso zu den Kunden von Blumen-Koch wie die deutsche Schauspielerin Andrea Sawatzki - oder das Studentenpärchen aus der Nachbarschaft.

Blumen-Kultur statt Blumen-Handel: Beim Betreten der Geschäftsräume von Blumen-Koch wird schnell klar, dass es sich hier um einen ganz besonderen Floristikbetrieb handelt. Fremdartige Khmer-Skulpturen blicken hinter exotischen Gewächsen hervor, in einer Umgebung aus viel Stein und Licht werden stilvolle Blumengebinde kunstvoll drapiert und aus einem Regal leuchtet goldener Apfelsaft in edlen Flaschen – eine nur hier erhältliche Spezialität aus dem Hause Duttenhofer.

Trauer-Kranz

In dieser anregenden Umgebung lassen Christian Koch, seine Frau Brise und ein hochqualifiziertes Team aus sechs festen und verschiedenen freien Mitarbeitern Blumen-Träume Wirklichkeit werden. Zwar wird auch manch ein Passant zufällig auf das Geschäft in Ku’Damm-Nähe aufmerksam, doch das Hauptaugenmerk des Floristik-Unternehmens liegt auf den eingehenden Bestellungen.

Ob ein Nachbar aus dem Kiez einen Rosenstrauß für einen romantischen Abend zu zweit in Auftrag gibt, ein prominenter Blumen-Liebhaber ein üppiges Arrangement für die anstehende Hochzeit oder ein amerikanischer Investor via Internet den Kranz für einen verstorbenen Freund in Australien bestellt – sie alle werden vom Blumen-Koch-Team individuell beraten. Gemeinsam arbeitet man an der perfekten Umsetzung des jeweiligen Blumen-Traums und dabei „ist nichts unmöglich“, lacht Christian Koch.

Ein Teppich aus roten Rosen

Einzigartiger Sarg-Schmuck

So manchen ausgefallenen Wunsch hat er in seiner 36-jährigen Tätigkeit bei Blumen-Koch schon Wirklichkeit werden lassen. Die besonders großzügigen Blumenpräsente, die der Schriftsteller Mario Simmel – ein „Kunde der alten Schule“ – seinen Freunden machte, gehören ebenso dazu wie der gemeinsam mit der Familie entwickelte Sargschmuck des 2005 verstorbenen Schauspielers Harald Juhnke. Damals entwarf man für den großen Berliner einen letzten roten Teppich aus 250 Rosen, der sich über die gesamte Länge des Sarges zog. „Eine einzigartige Blumendekoration, die bis zur letzten Sekunde vor der Presse geheim gehalten werden musste“, erinnert sich Koch.

Der vor allem für die Kontakte und die Verwaltung des Betriebes zuständige Florist-Techniker und seine den Betrieb leitende, ebenfalls zur Florist-Technikerin ausgebildete Frau Brise sind stolz auf ihre Arbeit. „Blumen gibt es überall. Doch von den hunderten Verkaufsstellen in Berlin sind nur eine Handvoll Betriebe in der Lage, ihren Kunden mit Qualität, Service und Ideen zur Seite zu stehen“, so Christian Koch. Mit dieser Einstellung hat sich Blumen-Koch einen weltweiten Ruf als kompetentes und kundenorientiertes Floristikunternehmen erarbeitet. Dafür erhielten sie nicht nur den Grenander Award, sondern wurden vor sechs Jahren von der Fleurop AG sogar zum ersten Fünf-Sterne-Floristen erklärt.

Hochzeit im Farbenmeer

Ohnehin vergleicht Christian Koch einen gehobenen Floristikbetrieb gerne mit der Spitzengastronomie. Auch in seinem Betrieb komme es statt auf ein „Schnell-und-Billig“ vielmehr auf hochwertige Produkte und eine individuelle Beratung an. Koch kritisiert in diesem Zusammenhang auch, dass die „kulturelle Wertigkeit der Floristik zu einem großen Teil verloren“ gehe. Wie wenig über den Beruf bekannt sei und wie gering die Blumen-Kultur in Deutschland geschätzt würde, ließe sich auch an dem fehlenden Interesse junger Menschen ablesen. „In diesem Jahr habe ich keine Bewerbung von einem potentiellen Auszubildenden erhalten“, bedauert der Florist.

Verfechter der Blumen-Kultur

Glücklicherweise finden alle wahren Blumen-Liebhaber in seinem Berliner Geschäft eine Anlaufstelle. Koch, der die häufig „schlimmen Zustände in der Pflanzenproduktion“ anklagt, bezieht seine Pflanzen ausschließlich von ausgesuchten und vertrauten Händlern. Darüber hinaus werden vor allem saisonale und fair gehandelte Gewächse verkauft. „Wir orientieren uns an der Natur“, so Koch. „An erster Stelle steht das Bewusstsein für das Produkt – erst danach kommt der Umsatz.“

Orangenbaum für die Kanzlerin

Diese Herangehensweise zahlt sich aus. Bei dem ersten Gespräch mit der QIEZ-Redaktion nimmt Koch gerade die Bestellung für einen floralen Geburtstagsgruß an Nelson Mandela auf, am Tag des Interviews wartete ein Orangenbaum – das „Geburtstagsgeschenk eines Filmproduzenten für Angela Merkel“ – auf seine Abholung. Viel prominenter Trubel also. Doch Koch versichert, dass „blumenliebende Hartz IV-Empfänger“ genauso zu seinen Kunden zählen wie bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Sie alle sollen sich in seinem Laden gut beraten fühlen.

Für alle Liebhaber hochwertiger Blumengeschenke bietet Blumen-Koch seit neuestem einen ganz besonderen Service an: In Zusammenarbeit mit einer Künstleragentur vermittelt das Unternehmen professionell ausgebildete Sängerinnen und Sänger, die das Blumengeschenk nicht nur übergeben, sondern den Beschenkten auch mit individuell ausgewählten Liedern überraschen. Blumen und Gesang – nicht nur diese Tradition scheint durch Blumen-Koch wieder aufzuleben.

Foto Galerie

Blumen-Koch, Westfälische Str. 38, 10711 Berlin

Telefon 030 89669099

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