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Mein erstes Mal: Bouldern

Mein erstes Mal: Bouldern
Der perfekte Sport für Muskeln und Geist: Bouldern.
Wir testen kreative, trendy oder noch unbekannte Sportarten in Berlin für dich. Diese Woche haben wir uns im Bouldern versucht. Das Klettern in Absprunghöhe hat sich zu einer absoluten Trendsportart entwickelt. Was ist dran am Boulder-Hype? Wir haben es ausprobiert!

Wo du in Berlin Bouldern kannst

Für unser erstes Mal Bouldern probieren wir den Boulderklub Kreuzberg aus. Versteckt in einem Hinterhof in der Ohlauerstraße ist die Halle nicht nur zentral gelegen, sondern bietet auf 1.300 Quadratmetern jede Menge Platz fürs Training. Eine Tageskarte kostet hier 10 Euro, wer unter der Woche vor 15 Uhr an die Kletterwand will, bezahlt nur 6,50 Euro. Außerdem finden regelmäßig Schnupperkurse statt, bei denen du eine Einführung erhältst und die Grundtechniken lernst. Für den Hunger zwischendurch bietet das integrierte Café Kuchen und andere Kleinigkeiten an. Aber auch die Kleinen kommen hier auf ihre Kosten: Auf 200 Quadratmetern – inklusive Kletter-Piratenschiff – können sie hier spielend Bouldern lernen. Es gibt in Berlin noch zahlreiche andere Boulderhallen, zum Beispiel der Kegel in Friedrichshain, Berta Block in Pankow, Ostbloc in Lichtenberg oder Südbloc in Mariendorf.

Frau mit dunklen Haaren klettert die Wand hoch.

Tschüss Fitnessstudio, hallo Boulderhalle!

Fitnessfaktor Boulder-Stunde

Unsere Hände krallen sich in die bunten Griffe, die Arme sind weit ausgestreckt, das eine Bein drückt sich ab, während das andere schon nach dem nächsten Griff sucht. Plötzlich fangen unsere Muskeln an zu zittern, Spannung pur! Im Gegensatz zum Klettern sind die Boulder-Routen, auch Boulder-„Probleme“ genannt, kompakter, weil sie aus weniger Zügen bestehen. Auch die Griffe sind kleiner und es wird kein Seil benötigt, weil die Hallen mit dicken Matten ausgelegt sind. Im Boulderklub Kreuzberg sind die Boulderrouten farblich gekennzeichnet und geben den Schwierigkeitsgrad an: Von relativ leicht bis relativ schwierig kann hier jeder an seine Grenzen gehen. Bei unserer ersten Route an der Wand lernen wir, dass wir uns nicht an den Armen hochziehen sollen, sondern auch mit den Beinen hochdrücken – das spart jede Menge Kraft. Denn wer bouldert, trainiert nahezu jeden Muskel und die meisten Bewegungen sollten eben nicht nur aus den Armen kommen, sondern aus dem ganzen Körper. So kräftigen wir den gesamten Oberkörper, Rumpf, Rücken, Bauch und Beine. Außerdem verbessert das Bouldern die Koordination, das Körpergefühl und die kognitiven Fähigkeiten. Fazit: Bouldern ist das perfekte Ganzkörpertraining und bekommt daher 5 von 5 Punkten!

Spaß-Faktor in der Boulderhalle

Das Schöne beim Bouldern ist, dass man in kürzester Zeit kleine Erfolgserlebnisse erfährt. Natürlich kostet es erst einmal Überwindung, ganz nach oben zu klettern und sich zur Not auch mal aus drei Metern wieder fallen zu lassen. Doch hat man sich erst einmal getraut, lässt der Adrenalinschub mit Sicherheit nicht lang auf sich warten. Außerdem macht Bouldern sowohl in einer Gruppe mit Freunden Spaß als auch alleine: Denn in der Boulderhalle kommst du mit Sicherheit schnell mit Gleichgesinnten in Kontakt, kannst dich über Lösungswege austauschen, Tipps geben und einholen. Spaßfaktor 4 von 5.

Boulder-Equipment

Alles was du zum Bouldern benötigst, sind bequeme Sportklamotten und ein Paar Kletterschuhe. Diese sollten sehr eng sitzen, sodass der Fuß sicher im Schuh steckt. Im Boulderklub Kreuzberg kannst du dir die Schuhe für 3 Euro am Tresen ausleihen.

Boulderschuhe werden angezogen.

Schuhe an und ab in die Höhe!

Hypefaktor Bouldern

Ob nun in Pankow, Lichtenberg oder in Spandau – Boulder-Fans werden überall in Berlin fündig. Die Sportart hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt, sodass wir mittlerweile in fast allen Berliner Bezirken Boulderhallen finden können. Diese sind vor allem am Wochenende oft ziemlich überfüllt. Wer lieber in Ruhe klettern möchte, kommt daher am besten unter der Woche.

Der Tag danach

Ja, der Muskelkater ist enorm und zwar nicht nur am Tag danach. Daher sollte man das Dehnen nicht vergessen! So beugt man auch Verletzungen vor. Sobald wir die Arme aber wieder heben können, geht’s zurück in die Boulderhalle. Schaffen wir beim nächsten Mal schon eine schwerere Route?

 

Danke an den Boulderklub Kreuzberg für die Einladung! Das ändert natürlich nichts an unserer objektiven Berichterstattung.

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