• Samstag, 06. August 2016
  • von Naturtrip.org

Ausflüge ohne Auto

So schön ist die Wildnis vom Naturpark Barnim

  • Wald, Bäume, Moos im Naturpark Barnim
    So schön und verwunschen ist es vor den Toren Berlins. Wir zeigen dir gemeinsam mit naturtrip.ord den Naturpark Barnim. Foto: naturtrip.org - ©Isabell Eberlein

Wildnis vor den Toren Berlins, das gibt es wirklich! Gemeinsam mit den Kurztrip-Experten von Naturtrip.org stellen wir euch jede Woche Ausflugsziele vor. Nur einen Katzensprung entfernt von Berlin und mit den Öffis zu erreichen. Heute: Wandern im Naturpark Barnim.

Bernau – Startpunkt für den Ausflug

Es ist sonnig und wir haben uns schon lange darauf gefreut, die Stadtgrenzen hinter uns zu lassen. Wobei so weit fahren wir ja gar nicht. Kaum sind wir am Gesundbrunnen in die Regionalbahn gestiegen, sind wir auch schon in Bernau. Fahrtzeit nicht mal 13 Minuten. Dort steigen wir noch mal für ca. 15 Minuten in einen Bus in Richtung Biesenthal. Soweit so gut. Easy peasy.

Biesenthal – schnuckeliges Örtchen

Wir fahren bis Biesenthal Markt, steigen aus und bewundern erst mal die riesige alte Eiche mitten auf dem Dorfplatz und das schnuckelige Rathaus. Hier ist die Touristen-Information vom Tourismusverein Barnim untergebracht. Das alte Fachwerkhaus selbst ist sehr sehenswert mit immer wechselnden Ausstellungen und einem kleinen Heimatmuseum. Eine fitte Orts-Chronisten sammelt alle Infos rund um Biesenthal und die Fundstücke lassen erahnen, wie das Leben früherer Generationen wohl so war. Hier gibt es einen Ausflug in die Vergangenheit gleich mit dazu.

In diesem kleinen Haus auf dem Biesenthaler Markt befindet sich ein Heimatmuseum. ©Isabell Eberlein In diesem kleinen Haus auf dem Biesenthaler Markt befindet sich ein Heimatmuseum. ©Isabell Eberlein

So langsam haben wir uns eingegroovt in den Brandenburger Rhythmus und Urlaubsstimmung beginnt sich breit zu machen. Wir spazieren noch ein wenig durch den Ort in Richtung Schlossberg um noch mal einen Blick von oben über das beschauliche Biesenthal zu werfen.

Der Schlossberg – Historie und Ausblick

Auf dem Schlossberg soll wirklich mal eine Burg gestanden haben, aber keiner kann es so richtig mehr sagen, wie die ausgesehen hat. Historiker haben natürlich Vermutungen und so erklärt sich der Name. Burgruinen sind noch deutlich zu erkennen und der Berg lauert von alten Geschichten von gestohlenen Statuen und Geistern. Der Aufstieg ist machbar, es sei denn man hat Höhenangst, sowie eine aus unserer Wandergruppe, die konnte dann entspannt unten rasten. Oben angekommen, wird man mit einer schönen Aussicht belohnt und überblickt die gesamte Umgebung.

Man sollte sich den Schlossberg auf jeden Fall als Top-Rastplatz merken. Gleich um die Ecke ist auch noch das Café am Schlossberg. Hier kann man sich nochmal mit Kaffee und Proviant versorgen. Ausgestattet mit einem Picknick-Platz bietet der Schlossplatz eine schönen Stopp, bevor man los wandert oder radelt. Und ganz wichtig, hier gibt es das letzte richtige Klo.

Wandern durch das Biesenthaler Becken

Langsam sind wir ziemlich geflasht von so viel Natur um uns rum. Das ganze Grün kann man gar nicht mehr alles aufsaugen. Leider finden das auch die Mücken geil. Also nehmt euch unbedingt was zum einsprühen mit und merkt euch, dass hier alles Sumpfgebiet ist. Also Vorsicht. So geht es schön über Stock und Stein, immer tiefer in die natürliche Stille rein. Julian, unser witziger Wanderführer, ist immer aufgelegt für Scherzchen und gute Geschichten, so lernen wir die verschiedenen heimischen Baum- und Tierarten kennen. Wobei wir manches nicht ganz glauben können.

Alle Geschichten zum Biber klingen überraschend aber wir nehmen sie Julian ab. Der Biber ist das einzige Lebewesen in der Gegend, das noch richtig die Landschaft verändert, durch fleißiges Dammbauen. Und das richtig aktiv.

Ruhig und Grün: Der Wanderweg im Biesenthaler Becken. ©Isabell Eberlein Ruhig und Grün: Der Wanderweg im Biesenthaler Becken. ©Isabell Eberlein

Was für ein 50-shades-of-Green-Universum. Wer hier genau hinschaut, entdeckt einen kleinen Graben auf dem Weg zum Wasser. Das waren nicht wir, sondern der Biber, der hier entlang läuft. Und Julian liefert uns noch passende Geschichten dazu. Definitiv ein Highlight der Wanderung.

Neben den schönen noch lebenden Bäumen gab es auch welche, die nur noch von der Gemeinschaft getragen werden und mittlerweile schon komplett ausgehöhlt und begehbar sind. Wie echte Baum-Museen.

Der Hellsee

In Brandenburg stößt man früher oder später immer auf Wasser. Diesmal fasziniert uns der Hellsee mit einer schönen Badestelle. Von Wäldern umgeben mit glasklaren Wasser macht er seinem berühmten Nachbar-See, dem Liepnitz-See, echt Konkurrenz und erobert unsere Herzen.

Vom Hellsee aus geht es dann entweder den gleichen Weg zurück nach Biesenthal oder man gönnt sich noch eine Rundtour um den See (3 weitere Stunden und ca. 7km) wieder zurück. Der Bus fährt stündlich, jeweils um halb zurück zum Bahnhof Bernau. Der letzte Bus fährt um halb 9. Also hat man gemütlich Zeit, den Tag am Hellsee und im Biesenthaler Becken zu genießen.

Bye Bye Barnim!

Uns hat es auf jeden Fall riesigen Spaß gemacht und wir legen jedem die Tour mit unserem Wanderführer Julian von Fagus Tour ans Herz. Wer lieber alleine unterwegs ist, der Weg ist sehr gut beschildert.

Schätze im kleinen Heimatmuseum Biesentha. ©Isabell Eberlein Schätze im kleinen Heimatmuseum Biesentha. ©Isabell Eberlein


Bei naturtrip.org erfährst du, was man noch in Berlin und Brandenburg machen kann. Da gibt es Ausflugstipps ins Grüne mit Bahn, Bus und dem Rad. Auf ihrem Blog ist dieser Artikel zuerst erschienen. Und nächstes Wochenende findest du einen neuen Ausflugstipp auf QIEZ.de!

Adresse

Am Markt 1
16359 Biesenthal Berlin

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Quelle: naturtrip.org
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