Infobroschüre für den Kiez

Geheimtipps der Potsdamer Straße

Geheimtipps der Potsdamer Straße
Inhaber Enver Akkus braut in seinem "Café Peri" köstlichen Sand-Mokka. Auch viele weitere anatolische Spezialitäten können dort probiert werden. Nur eine der Empfehlungen in der Broschüre "Geheimtipps Potsdamer Straße".
Schöneberger Norden - Ein neues Booklet informiert Anwohner, Touristen und interessierte Berliner über innovative Unternehmen entlang der Potsdamer Straße. Ob Soul Food aus Nigeria, libanesische Weine, original anatolischer Sand-Mokka oder das älteste indonesische Restaurant Deutschlands - die Broschüre entführt auf eine kleine Weltreise.

Insgesamt 17 Adressen versammelt das Info-Heftchen „Geheimtipps Potsdamer Straße“, das am 8. Mai von Stadträtin Sibyll Klotz, dem Quartiersmanagement Schöneberger Norden, der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße sowie der für das Konzept verantwortlichen Gesellschaft zur Förderung lokaler Entwicklungspotenziale (LOK) vorgestellt wurde.

Ob eine Kombination aus Fahrrad- und Antiquitätenladen, ein Shop für orientalische Abendkleider oder das Geschäft eines Franzosen, das sich auf köstliche Macarons spezialisiert hat – jede Adresse wird mit zwei Fotos sowie einem unterhaltsamen Text kurz und sehr persönlich vorgestellt. So erfahren die Leser beispielsweise, wie ein Flüchtling aus Eritrea zum Experten für Perücken wurde und warum in der Lützowstraße eine der besten Focaccias der Stadt gebacken wird.

„Es zahlt sich aus, dass das Quartiersmanagement Schöneberger Norden seit Jahren einen hohen Wert auf das Arbeits- und Wirschaftsleben im Kiez legt“, betont Sibyll Klotz, Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung. „Durch die liebevoll gestaltete und zugleich informative Broschüre können wir der sogenannten ‚ethnischen Ökologie‘ ein Gesicht geben und gleichzeitig die Vernetzung der Unternehmer mit Migrationshintergund im Kiez fördern.“

Derzeit befindet sich der Kiez rund um die stark befahrene, laute und trubelige Potsdamer Straße in einem massiven Umbruch. Prägten vor einigen Jahren noch vorwiegend Dönerläden, türkische Einzelhandelsunternehmen und dunkle Kneipen das Bild, gibt es jetzt auch teure Eigentumswohnungen, hippe Galerien und umstrittene Neubauprojekte. So soll beispielsweise am U-Bahnhof Kleistpark ein neues Hotel entstehen. Das beliebte Restaurant Ypsilon würde dadurch seinen Biergarten verlieren. Die Angst vor der Gentrifizierung geht um.

Noch ist von dieser Entwicklung nicht viel zu spüren. Noch wohnt entlang der Potsdamer Straße ein bunt gemischtes Multi-Kulti-Völkchen. Noch brauchen viele Unternehmen Unterstützung in Sachen Marketing. Und noch wünscht sich einer der in der neuen Broschüre vorgestellten Unternehmer manchmal „in die Bergmannstraße“ ziehen zu können. Doch Veränderungen sind spürbar. Bleibt zu hoffen, dass die „Potse“ ihren urban-versifften Charme behalten wird.

Das neue Booklet ist die zweite, erweiterterte Auflage der „Geheimtipps Potsdamer Straße“ und liegt ab sofort in allen beteiligten Läden, Hotels und öffentlichen Einrichtungen im Kiez aus. Aber Achtung: Wie bereits 2012 dürften auch die ersten 4.500 Exemplare im Handumdrehen vergriffen sein!

Café Peri, Potsdamer Straße 203, 10783 Berlin
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