QIEZ-Kooperation: Bezirks-Journal

Container: Anwohner ärgern sich über Schilderbuden

Container: Anwohner ärgern sich über Schilderbuden
Entlang der Ferdinand-Schultze-Straße, direkt gegenüber der Zulassungsstelle, stehen jede Menge 'Schilderbuden'.
Alt-Hohenschönhausen - Rund um die Kfz-Zulassungsstelle an der Ferdinand-Schultze-Straße reihen sich Verkaufsbuden von Schilderherstellern. Nachbarn sind genervt. Denn die Provisorien werden mit Notstrom versorgt. Und das macht Krach.

Nein, ihre Namen wollen sie lieber nicht in der Zeitung lesen. Die drei resoluten Rentner – alle zwischen 70 und 80 Jahre alt – haben Angst, dass ihnen was passieren könnte. Seit auf der anderen Straßenseite kräftige Männer vor den Containern sitzen und auf Kundschaft warten, geht die Angst um in Alt-Hohenschönhausen. Denn in den vergangenen Wochen sind zu den bereits rund um die Kfz-Zulassungsstelle an der Ferdinand-Schultze-Straße aufgestellten Verkaufsbuden weitere Container dazugekommen. Alle dienen dem Verkauf von Schildern und Versicherungen. Landesflaggen an den Fassaden zeigen, welche Sprache gesprochen wird. Während einige Meter weiter in der Schleizer Straße meist ältere Damen lange auf Schilder-Kunden warten, floriert in den vor Kurzem aufgestellten Containern das Geschäft. „Die übernachten da sogar“, sagt ein Anwohner. 

Eigentlich wäre das alles kaum der Rede wert. An die Container haben sich die Nachbarn bereits gewöhnt. Was aber vor allem den Bewohnern der Ferdinand-Schultze-Straße den Zorn ins Gesicht treibt ist der Krach. Weil es keine Stromanschlüsse auf dem Grundstück eines privaten Eigentümers gibt, rattern viele Stunden am Tag Notstromaggregate. Die haben auch gut zu tun, um unter anderem die stromfressenden Klimaanlagen der Container mit Energie zu versorgen. „Jeder normale Mensch kriegt Ärger, wenn er den Motor seines Autos unnütz laufen lässt“, sagt ein Nachbar. 

Das Ordnungsamt weiß Bescheid

Der Bezirk weiß seit Langem um die Probleme. Das Ordnungsamt ist informiert, nun wurde auch die Umweltbehörde eingeschaltet. Viele Möglichkeiten haben die Ämter nicht, denn die Container stehen auf Privatgelände. Dort soll in den kommenden Jahren ein Wohnpark entstehen (Bezirks-Journal berichtete). Bis sich die ersten Kräne drehen, nutzen die Anbieter von Nummernschildern und Kfz-Versicherungsbüros die Flächen. 

Der für den Umweltbereich zuständige Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) sieht in der nicht enden wollenden Ansiedlung der Verkaufsbuden ein großes Problem. „Gegenüber im Gebäude der Zulassungsstelle wäre Platz, die Läden im Erdgeschoss stehen leer“, sagt Nünthel. Doch die Mieten dort sind nach Angaben der Containernutzer deutlich höher als die Kosten für einen Container. Aufgrund der Anwohnerbeschwerden sei seine Behörde aktiv geworden. Unter anderem ist ein Gespräch mit den Eigentümern geplant. Mit denen ist Nünthel ohnehin in Kontakt – er ist auch für die Baugenehmigung des Wohnparks verantwortlich. Immerhin: Nünthel kündigte an, dass die Stromaggregate eingehaust – also lärmgedämmt – werden. Außerdem wurden Auflagen erteilt, wonach die Containernutzer beim Stromanbieter einen normalen Stromanschluss beantragen müssen.

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von bezirks-journal.de


Quelle: Bezirks-Journal

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