Bücherboxx am Halemweg

Früher Telefonzelle – heute Bücherboxx

Früher Telefonzelle – heute Bücherboxx
Noch ist die Bücherboxx "versiegelt". Einweihen wird sie sie gleich Kulturstadträtin Dagmar König und dann ist sie für jeden zugänglich.
Charlottenburg-Nord - Was tun mit alten Telefonzellen, das fragte sich der Initiator des Projektes "BücherboXX" Konrad Kutt. Er entschloss sich, die ausrangierten Kommunikationsboxen in Miniatur-Bibliotheken umzuwandeln. Eine Idee, die sich durchgesetzt hat: Die neueste Bücherboxx wurde gerade in Charlottenburg-Nord aufgestellt.

Bücher sind zu schade zum Wegwerfen und die alten gelben Telefonzellen zu schön zum Verstecken. Das Projekt von Konrad Kutt setzt diese Gedanken fort und verbindet auf sichtbare Weise Nachhaltigkeit, Bildung und Arbeit miteinander. Für seine Idee kaufte Kutt ausrangierte Telefonzellen und suchte Berufsschulen und Vereine, die Lust hatten, seine „BücherboXXen“ Wirklichkeit werden zu lassen. Im Rahmen der Berufsausbildung bauten Berliner Schüler verschiedener Oberstufenzentren in Berlin sogar eine BücherboXX gemeinsam mit Schülern aus Frankreich um. Das Ergebnis ist vor dem Centre Français im Wedding zu bestaunen.

BücherboXX zum Thema Mauerfall

Der neuste Streich des pensionierten Bildungsforschers Konrad Kutt steht vorerst für vier Monate am Halemweg 20 – zwischen Poelchau-Oberschule und Bürgeramt. Es ist die mittlerweile 16. BücherboXX und dem Thema „25 Jahre Mauerfall“ gewidmet. Azubis der Metall-, Holz- und Drucktechnik haben die alte Telefonzelle umgebaut und gestaltet. Die Box ist mit Motiven aus „TREIBSAND – Eine Graphic Novel aus den letzten Tagen der DDR“ der Autoren Max Mönch, Alexander Lahl und Kitty Kahane versehen. Um die Box herum haben die Jugendlichen eine Bank zum Schmökern gebaut. Und damit die Leseratten auch abends die 24-Stunden-Bibliothek benutzen können, haben die jungen Handwerker auch an die Beleuchtung gedacht. Die wird mit Hilfe einer Solarzelle auf dem Dach der Bücherbox betrieben.

Am 4. September weihte Kulturstadträtin Dagmar König die Box ein. Zur Unterhaltung der Gäste las Helus Hercygier Texte von Kurt Tucholsky. Die öffentliche Bibliothek ist als „give-and-take“ gedacht, d.h. Leser können Bücher mitnehmen aber auch Bücher in die Box hineinstellen. Das Miteinander-Teilen im Kiez soll dadurch angeregt werden. Um die Pflege der der öffentlichen Bücherei werden sich Betreuer kümmern, außerdem sind in den nächsten vier Monaten verschiedene Veranstaltungen rund ums Lesen mit Einrichtungen aus dem Kiez geplant.

Der nächste Coup Konrad Kutts steht schon in den Startlöchern: Am 11. September wird die 17. BücherboXX auf dem ehemaligen Flugfeld Tempelhof aufgestellt.

Früher Telefonzelle – heute Bücherboxx, Halemweg 18, 13627 Berlin
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