Lietzenseepark

Bürger übernehmen Parkwächterhaus

Bürger übernehmen Parkwächterhaus
Das historische Parkwächterhaus von 1924/25 im Lietzenseepark.
Neue Kantstraße - Anwohner des Charlottenburger Lietzensees sind als Pächter des leer stehenden Parkwächterhauses im Lietzenseepark ausgewählt worden. Ihr nachbarschaftliches Engagement für das 90 Jahre alte Baudenkmal überzeugte eine Jury aus Bezirksvertretern.

Das alte Parkwächterhaus im Charlottenburger Lietzenseepark ist neu vergeben: Der Anwohnerverein „Parkhaus Lietzensee“ wird zum Pächter des leer stehenden Baudenkmals. Das hat soeben eine Jury im Interessenbekundungsverfahren des Bezirks entschieden, wie am Donnerstagabend am Rande der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zu erfahren war. „Man hat gemerkt, dass der Verein für das Projekt brennt“, sagte Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) auf Nachfrage. „Der Funke der Begeisterung ist auf das Auswahlgremium übergesprungen.“ Von drei Bewerbern, die ihr Konzept am Mittwoch bei einem Jurytermin im Büro des Stadtrats persönlich vorstellen sollten, waren nur zwei erschienen. Der andere Interessent habe das Innere des 90 Jahre alten Gebäudes sehr stark umbauen wollen, sagten Bezirksverordnete.

Der Jury gehörten Vertreter des Bezirksamts, der BVV und des seit zehn Jahren bestehenden Vereins „Bürger für den Lietzensee“ an. Letzterer hatte sich für eine Wiederbelebung des Parkwächterhauses eingesetzt, wollte es aber nicht selbst übernehmen. Wie berichtet, will der neuere zweite Verein nachbarschaftliches und soziales Engagement fördern. Im ersten Stock sollen die Räume für Kulturveranstaltungen und Integrations- und Bildungsarbeit genutzt werden. Unten ist ein Café geplant. Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) hat sein Interesse daran bekundet, die Gastronomie als gemeinnützigen Betrieb zu führen, in dem benachteiligte junge Leute ausgebildet werden.

Die Restaurierung des Altbaus wird nach Schätzung des Bezirk 600.000 Euro kosten und soll vom Pächter finanziert werden. Diese Summe kann der Anwohnerverein erst einmal nicht aufbringen, auch wenn Stiftungen Zuschüsse in Aussicht gestellt haben. Deshalb gibt es einen „Stufenplan“. In die wichtigsten Reparaturen und Umbauten will der Verein zunächst 150.000 Euro investieren. Für Besucher des Lietzenseeparks werden die Veränderungen voraussichtlich im kommenden Frühjahr deutlich sichtbar.


Quelle: Der Tagesspiegel

Lietzenseepark, Herbartstraße 4, 14057 Berlin
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