"Aktiv für Rahnsdorf"

Bürgerengagement kommt langsam voran

Bürgerengagement kommt langsam voran
Regionalkoordinatorin Sylvia Nietzold (l.) war beim zweiten Treffen im Ulmenhof unter anderem mit der Kategorisierung der Bürger-Vorschläge beschäftigt. Zur Foto-Galerie
Wilhelmshagen – Beim zweiten Treffen der Initiative "Aktiv für Rahnsdorf" ging es darum, Themen für Modellprojekte zu finden, die engagierte Bürger gemeinsam umsetzen möchten. Diskutiert wurde jedoch auch, wozu die Runde da ist und was sie leisten kann.

Ein gewaltiger Fortschritt ist den für Rahnsdorf aktiven Bürgern bei ihrer zweiten Zusammenkunft im Ulmenhof in Wilhelmshagen noch nicht gelungen. Nach knapp zwei Stunden im Speisesaal der Wohnanlage für Senioren und Menschen mit geistiger Behinderung stand kein gemeinsames Modellprojekt fest. Es gab jedoch eine Einigung auf mehrere thematisch aufgeteilte Arbeitsgruppen, die nun beim nächsten Treffen am 13. April konkrete Vorschläge ausarbeiten sollen, zwischen denen dann entschieden wird.

Die Initiative „Aktiv in Rahnsdorf“ soll über Vereinsgrenzen hinweg eine gemeinsame Plattform für Bürgerengagement bieten. Moderiert wird sie von der Regionalkoordinatorin Sylvia Nietzold vom Bezirksamt Treptow-Köpenick. Die Vielfalt der anwesenden Bürger und ihrer Anliegen, die am Montagabend in einer Vorstellungsrunde vorgetragen wurden, stellt eine Herausforderung für das Format der Veranstaltung dar. Anwesend waren etwa das Ehepaar Ulrich, das hinter der Restaurierung der Friedhofskapelle steht, ‚Gastgeber‘ Pastor Frank Fechner vom Ulmenhof, VertreterInnen vom Kiezclub Rahnsdorf, von Kitas und Schulen, Parteien, Sport- und Bürgervereinen. Manche von ihnen kamen nur, um zuzuhören, andere der Vernetzung wegen und wieder andere wegen eines konkreten Anliegens.

Debatte über Zuständigkeit

Beim ersten Treffen Ende Januar hatte sich ein generationenübergreifender Aktivplatz mit Sportgeräten als Favorit der Bürger für eine Umsetzung herauskristallisiert. Mit dem Vorschlag, der auch am Montag wieder einige Unterstützer hatte, wird sich nun eine Arbeitsgruppe befassen, deren Thema mit „Sport und Spiel“ überschrieben werden könnte. Weitere Vorschläge kreisten um die Bereiche Mobilität und Tourismus.

Im Hintergrund schwelten jedoch die Fragen „Wer sind wir?“ und „Was können wir sein?“. Ersteres Thema schlug sich in einer Diskussion über Vorgehensweise und Tagesordnung nieder. Für eine anhaltende Debatte könnte die zweite Problematik sorgen. Einige der TeilnehmerInnen beschäftigen etwa die (verweigerte) Genehmigung von Bootsstegen oder die seit längerem geplante Gründung eines Wasserverbandes. Eine Befassung damit wurde jedoch unter anderem von anwesenden Bezirksverordneten als nicht zielführend abgelehnt, da Bezirksamt oder Senat zuständig seien. Ob dieser strittige Punkt damit begraben ist, wird wohl das nächste Treffen zeigen.

In den nächsten beiden Monaten wird es „Aktiv für Rahnsdorf“ jeweils einmal geben. Schließlich findet am 2. Juni die Ortsteilkonferenz statt, die Koordinatorin Nietzold gemeinsam mit den Bürgern so organisieren will „wie wir sie brauchen“. Dort soll unter anderem das Modellprojekt der engagierten Rahnsdorfer vorgestellt werden und Eingang in das von Nietzold erstellte Bezirksregionenprofil finden.

Das nächste Treffen unter dem Motto „Aktiv für Rahnsdorf“ findet am 13. April um 17 Uhr erneut im Speisesaal des Ulmenhofs statt.

Foto Galerie

Stephanus-Stiftung Ulmenhof Berlin, Grenzbergeweg 38, 12589 Berlin
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