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Top 10: Wege, den BVG-Streik zu überstehen

Top 10: Wege, den BVG-Streik zu überstehen
Nix geht mehr auf den U-Bahnschienen ab Montag 3:30 Uhr bis Dienstag 3:30 Uhr.
Der ganztägige Streik der BVG am Montag versetzt dich in Panik? Muss er nicht. Mit unseren Tipps und Vorschlägen, überlebst du den Streiktag und entdeckst ganz neue Möglichkeiten…

Tunnel-Tour

Endlich kannst du dir ganz sicher sein, dass dir keine U-Bahn das Vergnügen nimmt, die Berliner Unterwelt auf eigene Faust zu entdecken. Außerdem sind die gut 146 Kilometer, die durch ganz Berlin führen, am Montag garantiert staufrei. Im Selbsttest kannst du erproben, wie schwierig es ist, pünktlich von Bahnhof zu Bahnhof zu kommen oder die Signale richtig zu deuten. Vielleicht begegnen dir unterwegs auch einige Graffiti-Sprayer, die mit Sicherheit die U-Bahn-Freiheit für sich ausnutzen und dir feinstes Insta-Material bieten werden. Apropos: Solltest du keinen Weg finden, in die Tunnel zu gelangen, kannst du die Schlüssel von den kreativen Aktivisten Rocco und seinen Brüdern leihen, die ja gerade etliche Bahnhöfe für Obdachlose geöffnet haben. Müssen wir noch darauf hinweisen, dass einiges, was wir hier vorschlagen, illegal ist?

Selber shuttlen

Du kennst dich super aus in Berlin und hast ein Auto? Dann biete doch Freunden, Bekannten, Nachbarn und hilflosen Passanten deinen BVG-Streik-Shuttle-Service an. Für 2,80 Euro darf jeder mitfahren und wenn du es für einen Fahrgast nicht bis nach Spandau schaffst, erzähle was von Schienenersatzverkehr und lasse ihn irgendwo im Nirgendwo aussteigen. So wirst du am Ende des Tages ein hübsches Sümmchen eingefahren haben. Nimm dich nur vor den Taxifahrern in Acht, die sind ja schon wegen Uber und Co auf 180 und sicher nicht erfreut, mit Laienabzockern wie dir den BVG-Streik-Jackpot zu teilen.

Das große Warten

Nie konntest du dich so ungestört in Geduld üben: Gehe einfach in der Früh wie gewohnt zu dem U-Bahnhof deines Vertrauens und warte auf die erste Bahn nach dem Streik. Du wirst merken, das befreit den Kopf besser als jede Yoga-Übung. Starre auf die sirrenden Werbewände oder auf die erloschene Anzeige, beobachte die Mäuse, die in den Gleisen toben, oder nimm einfach After-Club-Haltung auf der leeren Bank an. Aber Achtung: So mancher hat sich schon in Trance gewartet und die U-Bahn verpasst, als sie endlich kam…

 

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Ein Beitrag geteilt von Weil wir dich lieben (@bvg_weilwirdichlieben) am Feb 12, 2019 um 2:27 PST

Blaumachen

Gibt es etwas Schöneres, als im Bett zu bleiben, während die Stadt im Chaos versinkt? Nur solltest du in der Auswahl deiner Ausrede, warum du nicht zur Arbeit kommen kannst, echt kreativ sein. „Die U-Bahn fährt nicht“, gilt nicht. Arbeitnehmer sind nämlich selbst dafür verantwortlich, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, egal ob das die Verkehrslage zulässt oder nicht. Wie wäre es mit: „Sorry, meine Alexa hat mich heute aus Versehen mit Heino geweckt, nun fühle ich mich wie eine schwarz-braune Haselnuss.“  Oder: „Oh nein, ich habe die Streiks verwechselt und dachte, nach den Piloten, dem Bodenpersonal, den Lehrern und den Behörden sei ich heute dran.“ Oder ganz einfach auf neu-berlinisch: „Ick bin krank und das ist auch gut so.“

Stau-Radtour

Willst du dich einmal wie die Königin oder der König der Straße fühlen? Dann schnapp dir dein Fahrrad oder leih dir eins und fahre die Hauptverkehrsstraßen entlang. Hier werden sich so viele Autos stauen wie nie zuvor und du kannst diese hupende Parade mit einem huldvollen Winken abnehmen. Das erhabene Gefühl, als einziger wirklich vorwärts zu kommen, gibt es als Bonus oben drauf. Wer es bodenständiger mag, der bleibe auf dem Radweg – dort ist zudem die Gefahr geringer, von den gestressten Autofahrern beschimpft und angegriffen zu werden. Wenn du früh aufstehst, ist vielleicht sogar ein Picknick am Großen Stern drin?!

Sightseeing-Bus

Das meist unterschätzte Fortbewegungsmittel in der Stadt ist wohl der Sightseeing-Bus. Ok, die Touren sind super teuer und die Busse fahren echt langsam, dafür decken sie den inneren Ring fast komplett ab. Auf dem Weg zur Arbeit erfährst du ganz nebenbei sehr viel Stadtgeschichte. Wenn du es geschickt machst, kannst du die Kohle für dein Hop-On-Ticket bei den Touris wieder reinholen: mit gut dotierten Geheimtipps oder der Aktion Einmal-einen-echten-Berliner-anfassen für 50 Cent.

 

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Ein Beitrag geteilt von Berlin City Tour (@citysightseeingberlin) am Mai 25, 2018 um 2:30 PDT

Chance für die S-Bahn

Normalerweise machen wir einen großen Bogen um Berlins unzuverlässigstes Verkehrsmittel, aber heute geben wir der S-Bahn Gelegenheit, uns für sich zu gewinnen. Am schönsten wäre es natürlich, wenn die S-Bahn es mit Pünktlichkeit, gut durchlüfteten Wagen und funktionierenden Türen schaffen würde, uns zu Fans zu machen, aber man darf seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Lassen wir die Wagen auf uns zurollen und umfahren den BVG-Streik in großen Bögen. Das letzte Stück zum Ziel wirst du vielleicht auf eigenen Füßen stehen, aber bitte: Das wird ja wohl gehen!

Durcharbeiten

Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt Freitag direkt bei der Arbeit und legt ein laaaanges Arbeitswochenende ein. Dafür nimmst du dann einfach Dienstag bis Donnerstag frei – und schon hast du den Stress gekonnt umschifft. Und so viel Ruhe im Büro hattest du sicher auch nie! Bleibt die Frage nach Schlaf- und Duschmöglichkeiten? Ach, da setzen wir einfach auf deine Kreativität! Am Dienstag fahren die U-Bahnen dann auch wieder und du kommst sicher und wie gewohnt nach Hause. Sonntags-Clubgänger sollten am besten auch gleich weiterfeiern – denn der BVG-Streik beginnt schon um 3 Uhr früh. Suche dir also am Sonntagabend eine Location aus, in der man bis Dienstag mittags feiern kann oder du verbringst deinen Party-Cool-Down ab 6 Uhr im Späti an der Ecke und läufst nach Hause.

Wirtschaft ankurbeln

Falls du es wirklich nicht schaffst, zur Arbeit zu kommen, solltest du versuchen, die Wirtschaft mit anderen Mitteln anzukurbeln. Shopping wäre ideal. Egal, ob du durch ein Center streifst oder es bis zum Tauentzien schaffst, bring dein Geld unter das Volk, damit der BVG-Streik nicht zu viele finanzielle Ausfälle in der Hauptstadt provoziert. Und wann kannst du sonst zum Wohle der Gesellschaft, ein neues Paar Schuhe erstehen oder das lang ersehnte Smartphone eintüten? Das Gleiche gilt natürlich auch für Ausflüge in die Gastronomie. Auch in den Restaurants und Cafés sorgst du mit Umsatz für Arbeitsplätze und glückliche Berliner Arbeitnehmer – trotz Streik.

 

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Ein Beitrag geteilt von Mall of Berlin (@mallofberlin_) am Jun 12, 2018 um 1:45 PDT

Homeoffice einfordern

Die SPD will dir das Homeoffice per Gesetz zuschreiben, aber bis es soweit ist, vergehen sicher noch ein paar Jahre. Heute kannst du selbst den widerwilligsten Arbeitgeber überzeugen, dass es doch besser ist, die Kalkulation für den wichtigen Kunden zu Hause zu machen als womöglich gar nicht, weil man es einfach nicht ins Büro schafft. Schwierig wird es natürlich für Berufe, die nicht am Schreibtisch ausgeübt werden, aber auch da kannst du Kreativität beweisen. Im Notfall nennst du es Fortbildung, wenn du auch als Bäcker*in, Masseur*in oder Straßenreiniger*in einen Tag in der Woche in deinem Homeoffice hemmungslos im Internet surfen willst.

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