Café in Tegel

Kuchen von der Sechserbrücke

Kuchen von der Sechserbrücke
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Das Café Sechserbrücke in Tegel ist ein Ort mit bewegter Geschichte. Die selbst gebackenen Kuchen hätten Alexander von Humboldt sicher auch gemundet. Doch was hat das eine mit dem anderen zu tun? Der berühmte Naturforscher kann in gewisser Weise mit dem kleinen Häuschen in der Gabrielenstraße in Verbindung gebracht werden. Aber immer der Reihe nach. 
Neulich beim Geburtstag einer Freundin: Wir waren zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Von Letzterem gab es fünf verschiedene zur Auswahl. Der Favorit der Geburtstagsgäste: ein Käsekuchen mit saftigen Aprikosenstückchen. Selbstgemacht natürlich. Aber nicht von der Gastgeberin. Die Torte stammte aus einem kleinen Tegeler Café, das uns nach dem Geschmackserlebnis einen Ausflug wert war.
 

Zum Café Sechserbrücke gelangt man von der Greenwichpromenade aus kommend über die bekannte, in auffälligem Rot gestrichene Tegeler Hafenbrücke. Der Brückenzoll von fünf Pfennig (im Berliner Volksmund Sechser genannt) muss heute nicht mehr entrichtet werden. Der davon abgeleitete Name Sechserbrücke aber blieb. Dieser brachte auch dem kleinen Gasthaus seinen Namen ein.

Selbstgebackene Vielfalt

Japanische Kirschbaumblüte, Tulpen, kniehohes Gras – hübsch ist es hier, genau der richtige Ort für eine kleine Pause. Das Café befindet sich an der linken Stirnseite eines Parks, den die Gäste von der Terrasse aus immer im Blick haben – Kuchen essend und Kaffee trinkend. Aus diesem Grund waren ja auch wir hier.

Die Kuchenauswahl ist enorm, vor allem am Wochenende. Dann strömen viele Spaziergänger ans Wasser und kommen zwangsläufig am Café vorbei. Für Inhaberin Dagmar Krause-Pengel bedeutet das viel Arbeit. Mitunter muss sie auf einmal zwölf Kuchen und Torten backen: Quarkkuchen, Erdbeertorte, Kirsch-Sahne-Torte, Schmand-Mandarinen-Kuchen, Blaubeer-Tarte, Apfelkuchen oder Gugelhupf. Auch Kalter Hund steht in der Vitrine – „Den mögen vor allem die Männer“, sagt die freundliche Dame. Sie bereite die Spezialität immer mit frischem Espresso zu. 
 
Seit etwa anderthalb Jahren führt Frau Krause-Pengel zusammen mit einer Freundin das Café. „Das gibt es hier schon ewig, nur eben mit wechselnder Bewirtschaftung“, erzählt sie. An der Wand im Innenraum hängt eine Zeichnung von der Sechserbrücke. „Ein Geschenk eines Freundes. Das Motiv haben wir gleich für unsere Visitenkarten verwendet“, freut sie sich.
 
Einmal in Fahrt erzählt sie uns auch von der Geschichte des Hauses. So erfahren wir, dass es einst das Wohnhaus des Gärtners von Alexander von Humboldt war, dessen Schloss sich nur einen Steinwurf weit weg befindet. Dann war lange Zeit ein Kurzwarengeschäft in der Gabrielenstraße 69 untergebracht. Anschließend wurde daraus ein Café – bis heute.

Foto Galerie

Cafe Sechserbrücke, Gabrielenstraße 69, 13507 Berlin

Telefon 0157 74499382


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Sonntag

Cafe Sechserbrücke

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