Friedenau, Schöneberg
Café Smørrebrød

Der Schnittchenmacher

Der Schnittchenmacher
Das Café Smørrebrød in Friedenau hat sich auf die dänische Variante der Butterstulle spezialisiert: Hier zu sehen die "Rote Stulle" und das "Schimmelbrot".  Zur Foto-Galerie
Smørrebrød, bunt belegte Butterbrote, sind gerade aus der dänischen Küche nicht wegzudenken. Auch hierzulande erlebte die Stulle in den vergangen Jahren einen regelrechten Siegeszug. Seit Anfang August wird die skandinavische Variante nun auch in Friedenau angeboten.

Dort hat sich ein junger Herr der leckeren Brote angenommen. Der Inhaber des neuen Cafe Smørrebrød, Erik Kossack, kam während seiner viele Reisen in den Norden mit Smørrebrød in Berührung und die Idee war geboren: Die fantasievoll belegten Brote müssen nach Berlin! Nachdem er zwei Jahre nach einer geeigneten Location gesucht hatte, stieß er auf die Räumlichkeiten in der lauschigen Dickhardtstraße. „Leider 400 Meter zu weit weg. Dafür ist es preiswert“, so Kossack. Er habe es schon mit Aufstellern an der Hauptstraße versucht, doch der Besucheransturm lässt gut einen Monat nach der Eröffnung noch immer auf sich warten. In unmittelbarer Nachbarschaft rund um die Schmargendorfer Straße und Hedwigstraße gibt es gerade in gastronomischer Hinsicht viel Konkurrenz. Doch so idyllisch wie das Café Smørrebrød liegt keines und über den schönen Garten wird so mancher neidvoll erblassen.

Wir lassen uns in der spätsommerlichen Mittagssonne nieder und genießen den Blick auf die stattlichen Häuser auf der anderen Straßenseite. Ein Ort zum Verweilen. Drinnen allerdings befindet sich das Café noch in der Findungsphase: Abgesehen davon, dass es sehr dunkel ist, fehlt Jegliches, um die angepriesene Wohnzimmer-Atmosphäre tatsächlich auch aufkommen zu lassen. Alles wirkt irgendwie zusammengewürfelt, die Wände könnten ein wenig mehr Schmuck vertragen und die Zapfanlage hinter der Bar (wohl ein Überbleibsel der vorherigen Mieter) wirkt etwas befremdlich.

Frühstück, Mittag, Abendessen

Das Essen ist in Ordnung. Die Brote üppig belegt und für ein Mittagessen völlig ausreichend. Auch preislich gibt es mit 2,50 bzw. 3,50 Euro für zwei Scheiben nichts zu meckern. Die Rucolasuppe allerdings, die wir aus Angst, nicht satt zu werden, zusätzlich bestellen, kommt etwas fade daher. Außerdem ist die Sahne geronnen, aber darüber schauen wir hinweg – ist ja schließlich kein Gourmet-Restaurant. Neben dem täglich wechselnden Mittagstisch bietet Kossack, der uns freundlich verhalten bewirtet, morgens Frühstück (am Wochenende in Buffet-Variante), nachmittags Kaffee und Kuchen und abends weitere kleinere Speisen wie Quiche und Pasta an.

Der Ansatz, für die Gerichte Produkte aus dem Kiez zu verwenden, ist super: So stammt das Brot aus der Demeter-Vollkornbäckerei Weichhardt-Brot, Obst und Gemüse vom Wochenmarkt am Breslauer Platz und das Elchfleisch vom Schweden-Markt ein paar Häuser weiter. „Wir versuchen, so viel wie möglich auch in Bio-Qualität anzubieten“, sagt Kossack, „doch bei manchen Produkten müssen wir aufgrund der kurzen Haltbarkeit Abstriche machen und auf konventionelle Herstellung zurückgreifen.“ Was verständlich ist, gerade wenn man sich noch ausprobiert.

Pläne für die Zukunft hat der 33-Jährige viele: Neben Tatort-Abenden sollen auch noch mehr Ausstellungen und Konzerte stattfinden. Im November soll das Kaminzimmer fertig sein. Vielleicht ist bis dahin mehr Gemütlichkeit ins Café Smørrebrød eingezogen. 

Foto Galerie

Café Smørrebrød, Dickhardtstraße 55, 12159 Berlin

Telefon 030 23631025

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Montag bis Freitag von 11 Uhr bis 22Uhr | Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 22 Uhr

Café Smørrebrød

Screenshot der Website cafesmoerrebroed.de

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