• Samstag, 31. März 2012
  • von Isabel Stettin

QIEZ-Lieblinge

Erfolgreiche Emporkömmlinge

  • 6Wunderkinder
    Berlin ist die Hauptstadt der Start-up-Unternehmen. Unter anderem die 6Wunderkinder arbeiten hier erfolgreich unter der Leitung von Geschäftsführer Christian Reber. Foto: Der Tagesspiegel - ©Thilo Rückeis

Kreativ und innovativ, jung und frisch, so präsentieren sich Berliner Start-up-Unternehmen. Die Wirtschaft in Berlin boomt - zumindest in der Web-Branche. Bedingt durch preiswerte Gewerbeflächen, das Netzwerk wertvoller Kontakte und die Weltoffenheit der Hauptstadt haben sich viele Firmen im 'europäischen Silicon Valley' angesiedelt. QIEZ zeigt Berliner Start-ups, die dank zündenden Ideen in der Branche oben mitspielen.

Readmill

Die Software von Readmill vernetzt Leseratten weltweit. Readmill funktioniert dabei wie ein Lesezirkel, bei dem Bücherwürmer leidenschaftlich debattieren und Lektüre-Tipps austauschen. Das Web-Unternehmen hat eine E-Book-App herausgebracht. Readmill-Mitglieder können E-Bücher importieren und ihre Lesegewohnheiten dokumentieren. Sie posten Lieblingsstellen oder markieren sie mit virtuellen Lesezeichen. Gelesene Bücher sind in Listen aufgeführt. Die ambitionierten Gründer stammen aus Schweden. Im März 2011 haben sie ihren Stockholmer Standort gegen ein Büro in Berlin eingetauscht.

6Wunderkinder

Das Berliner Start-up 6Wunderkinder hilft beim Planen sämtlicher Projekte und Aufgaben. Organisiert werden kann mit Wunderlist alles, was man ordnen und notieren kann. Das Ganze kann mit einem beliebigen Personenkreis geteilt werden. Mit dem Projektmanagement-Tool Wunderkit haben die Wunderkinder die Liste erweitert. Von der Hochzeit bis zur Geschäftsreise oder dem Uni-Projekt verwalten die Nutzer hier sämtliche Pläne und Arbeitsschritte. Das Start-up befindet sich unter einem Dach mit anderen Jungunternehmen am ehemaligen Standort der Werbeagentur "Scholz & Friends". Und statt sechs Wunderkindern arbeiten dort nun rund 25 eifrig an weiteren Wunderwerken.

Amen

Meinungen herausposaunen, die andere Nutzer mit einem "Amen" absegnen oder mit dem "Hell, No!" -Button bewerten, das ist das ebenso einfache, wie offensichtlich populäre Konzept hinter diesem Startup. Nach und nach entstehen auf diese Weise Hitlisten zu den besten Ausgeh-Tipps oder den beliebtesten Städten. Jeder kann eine Behauptung in den Raum werfen - und bekommt dann Feedback. Seit Oktober 2011 ist Amen am Start. Das Social-Media Unternehmen badet im Glanz und Geld von Hollywood-Star Ashton Kutcher. Der Schauspieler hat gut zwei Millionen Dollar in das aufstrebende Unternehmen gepumpt. Noch bleibt abzuwarten, inwieweit sich Amen gegen - zumindest im Ansatz - ähnliche Social-Media-Riesen wie Facebook und Twitter durchsetzen kann und ob sich der anfängliche Hype auch langfristig bestätigen wird.

Zalando

Schreien vor Glück angesichts ihres Erfolgs können die Köpfe hinter Zalando. Seit 2008 vertreiben sie online Schuhe und Klamotten. Über den monatlichen Umsatz wird gemunkelt: 100 Millionen Euro soll er angeblich betragen. Das Online-Unternehmen gehört bereits zu den etablierten Start-ups mit einem vergleichsweise hohen Bekanntheitsgrad. Seit Ende März 2012 ist Zalando auch greifbar. Denn in der Köpenicker Straße hat ein Zalando-Outlet eröffnet.

SoundCloud

SoundCloud ist ein seit 2007 bestehendes Audioportal. Musiker, DJs und Musikliebhaber treten hier in Kontakt. Sie veröffentlichen und entdecken neue Tonaufnahmen. Die einen erhalten somit internationale Aufmerksamkeit für selbstproduzierte Klänge, die anderen stoßen auf Lieblingsstücke. Was Zahlen betrifft, hält sich das Unternehmen mit Sitz in der Rosenthaler Straße sehr bedeckt. Bekannt ist jedenfalls, dass auch hier  - Überraschung - Ashton Kutcher seine Hände, beziehungsweise den Geldbeutel mit im Spiel hat. Und die Nutzerzahl soll angeblich die Drei-Millionen-Schwelle überschritten haben.

DailyDeal

Gutscheinangebote und Rabattaktionen vermittelt das Start-up DailyDeal von seiner Berliner Zentrale aus. Vergünstigte Sushi-Menüs, Waschmittel-Schnäppchen, Sport-Events oder eine Traumreise zum spottbilligen Traumpreis stauben findige Schnäppchenjäger hier ab. Dabei läuft bei DailyDeal seit der Gründung 2009 alles nach dem Motto "zur richtigen Zeit am richtigen Ort". Und auch das Start-up befindet sich in Berlin wohl am richtigem Ort - eingebettet in das Netzwerk junger Web-Firmen. Mehr als 300 Mitarbeiter hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Prenzlauer Berg. Dependencen befinden sich in Wien und Zürich.

Gidsy

Gidsy bringt zusammen, wer zusammengehört. Dahinter verbirgt sich allerdings kein Single-Portal. Stattdessen vermittelt Gidsy Experten an Ahnungslose, führt den Möchtegern-Klavierspieler an den Hobby-Pianisten heran und verbindet den Orientierungslosen mit dem Ortskundigen. Wer tolle Taschen näht, die besten Kiez-Restaurants kennt oder zeigen will, wie man Marmelade kocht, sucht und findet hier Teilnehmer, Mitstreiter oder neue Freunde. Im Oktober 2011 haben die Brüder Edial und Floris Dekker aus Amsterdam zusamen mit Philipp Wassibauer ihr Unternehmen am Kottbusser Tor ins Leben gerufen. Der Vollständigkeit halber auch hier die Randnotiz: Ashton Kutscher hat mit den Gründungsfinanzierern Sunstone Capital und Index Ventures mit 1,2 Millionen Euro in Gidsy investiert

Ape Unit

Find a Späti! Und zwar in jedem Kiez, sei er auch noch so versteckt. Anfang 2010 gegründet hilft Ape Unit mit einer "Durst-App" im Großstadtdschungel bei der Suche nach den begehrten Shops. Hinter der 2010 gegründeten Kommunikationsagentur stecken drei Berliner vom Kiez um den Chamissoplatz. Über 500 Spätkäufe haben sie gemeinsam mit hilfsbereiten Nutzern auf einer interaktiven Berlin-Karte zusammengetragen. Weitere Apps sind in Planung. Das Team entwickelt seine Webapplikationen mit dem Schwerpunkt Videocontent am Einsteinufer in Charlottenburg.

DaWanda

Do-it-yourself ist Trend. Der Trödelmarkt hat mit der Seite DaWanda im Netz Einzug gehalten. An virtuellen Ständen wühlen die Nutzer zwischen oft selbstgemachten Schätzen, von Kleidung über Accessoires, Unikaten und sonstigen Geschenken. Claudia Helming hat den Online-Marktplatz 2006 gegründet und bietet seitdem jungen Kreativen einen Online-Verkaufsraum für selbst gestaltete Stücke.

kaufDA

Verbraucher bekommen bei KaufDA einen Überlick der lokalen Angebote. KaufDa hat sämtliche Supermarkt-Prospekte und Rabatt-Aktionen im Visier. Und Antworten auf die banalen Fragen des Alltags: Wo gibt es heute die günstigste Schokolade, wo sind die Eier im Sonderangebot? Diese Informationen teilen sie mit der Netzwelt und wurden dafür etwa 2009 zum "Start-up des Jahres" gekürt.

Wooga

Facebook-Nutzer kennen sie bis zum Abwinken: Mini-Games und bisweilen nervtötende Spieleeinladungen. Hinter populären Social Games wie Bubble Island  oder Brain Buddies und Monster World steckt der Berliner Spiele-Entwickler Wooga. Der Name steht originellerweise für world of gaming. Das 2009 gegründete Unternehmen rangiert auf Platz drei der weltweit größten Anbieter von Social Games. In Europa ist Wooga sogar Branchenprimus. Mehr als 150 Mitarbeiter aus 28 Ländern bilden das internationale Team. Rund 50 Millionen Menschen rund um den Globus zocken die Spielchen, die die Mitarbeiter in Prenzlauer Berg ausklügeln.

Charlottenburg

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Quelle: QIEZ
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