• Dienstag, 05. Juni 2012
  • von Eve-Catherine Trieba

QIEZ-Lieblinge

Polnische Kultur in Berlin

  • Polen in Berlin
    Bald ist es soweit: Die EM lässt auch in Berlin Deutsche und Polen ganz eng zusammenrücken. Zum gegenseitigen Kennenlernen empfiehlt QIEZ die perfekten Adressen. Foto: dapd - ©Philipp Guelland

Die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür und Sie wissen noch immer nicht, was Pierogi sind oder kennen, abgesehen von Adam Malysz, nur wenige bekannte Persönlichkeiten aus Polen? Zeit, sich ein wenig eingehender mit unserem östlichen Nachbarn zu befassen! Sie müssen dafür nicht einmal die Stadt verlassen. Zahlreiche polnische Restaurants, Spezialitätenläden und Kultureinrichtungen laden mitten in Berlin zu einer Entdeckungsreise durch das siebtgrößte Land Europas ein. QIEZ verrät Ihnen, wo Sie Polen in Berlin am Besten kennenlernen können.

Club der polnischen Versager (Mitte)

In den zehn Jahren seines Bestehens ist dieser Club in der Ackerstraße 169 zu einem zweiten Wohnzimmer für viele Berliner, Polen und alle anderen offenen Großstadtbewohner geworden. Ob im urigen Hof, bei Konzert- oder Filmabenden, zu Partys, Ausstellungen oder einfach nur für ein gutes Gespräch - im Club der polnischen Versager ist man jederzeit gut aufgehoben. Die deutsch-ponischen Beziehungen sollen dabei zwar nicht zum alles erdrückenden Dogma werden, dennoch widmet man sich dem spannenden kulturelle Austausch zwischen beiden Ländern. So stehen etwa Programme polnischer Thatergruppen oder interkulturelle Lesungen auf dem Programm. Auch in diesem Jahr engagiert man sich wieder für die gemeinschaftliche Fußball-Kultur und bietet ein abwechslungsreiches Programm rund um die EM-Public-Viewing inklusive.
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Polnisches Institut Berlin (Mitte)

Das polnische Institut setzt sich dezidiert für die Förderung polnischer Kultur in Deutschland ein. Die EM im Nachbarland ist ein guter Anlass, dem vielfältigen Programm des Hauses seine Aufmerksamkeit zu schenken. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer ponischer Kunst und noch bis Ende August wird in diesem Rahmen die Installation "Sumpfstadt" von Joanna Rajkowska präsentiert. Darin wird die Grenzen zwischen Stadt- und Naturraum aufgehoben und die Frage nach der ursprünglichen Naturerfahrung des Menschen gestellt. Außerdem verspricht am 8. Juni die erfolgreiche polnische Band L.Stadt den Postbahnhof mit gleich zwei Schlagzeugen in Aufruhr zu versetzen und am 9. Juni werden die Gewinner des grenzübergreifenden Literaturwettbewerbs "Posesie verbindet" geehrt. Jugendliche aus Deutschland und Polen konnten dabei ihr Lieblingsgedicht küren und seine Bedeutung für ihr Leben beschreiben. Die Ergebnisse und Geschichten wurden in einem Film der Regisseurin Ewa Zadrzyńska zusammengefasst und können heute nachvollzogen werden. Genug Programm also, um sich intellektuell auf die bevorstehenden Fußballtage einzustimmen.
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Restaurant Pierogarnia (Wedding)

Gastfreundschaft wird in diesem familiären polnischen Restaurant groß geschrieben. Gemütliche Sessel und große Holztische laden gleich nach dem Betreten der kleinen Gaststube zum langen Verweilen ein. Auch das Essen hält, was die Einrichtung verspricht. Geboten wird authentische und rustikale polnische Küche, wobei der Schwerpunkt auf den Pierogi liegt, einer Spezialität des Landes. Die gefüllten Nudeltaschen werden in acht verschiedenen Variationen angeboten und ob man sich für eine vegetarische Variante, zum Beispiel mit Linsen, die Fleischfüllung oder eine süße Kreation entscheidet, Geschmack und Preis wissen zu überzeugen. Eine Portion mit sechs Teigtaschen kostet nämlich nur 4,50 Euro. Da kann man sich guten Gewissens durch die Angebotspalette schlemmen. Auch landestypische Suppen und echtes polnisches Bier finden sich auf der Karte.
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Ania's Polnische Spezialitäten (Tegel)

In der Markthalle Tegel bietet Anna Borcz kulinarische Leckerbissen aus Polen an. Die Angebotspalette umfasst zahlreiche Wurstspezialitäten wie Kindziuk oder Wacholder-Wurst, Käse- und Milchprodukte, etwa Schafskäse aus der Hohen Tatra, Fertiggerichte aber auch verschiedene Süßspeisen. Natürlich dürfen auch hier die beliebten Pierogie mit diversen Füllungen nicht fehlen. Für was auch immer man sich entscheidet, bei dieser Auswahl kann man sich die polnische Küche im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, für den werden am Spezialitätenstand auch Partyplatten und Präsentkörbe zusammengestellt. Damit kommt sicher auf jeder EM-Party die richtige Stimmung auf.
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Restaurant Wawel (Rudow)

In diesem Restaurant treffen deutsche und ponische Küche aufeinander und wer eine reichhaltige Mahlzeit und gesellige Atmosphäre erwartet, der wird im Wawel sicher nicht enttäuscht. Ob die traditionelle Barszcz, Rote-Beete-Suppe mit Teigtaschen, Golabki, polnische gefüllte Kohlruladen, oder Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen - schnell wird deutlich, mit welch einfachen Mitteln Völkerverständigung gelingen kann. Liebe geht eben doch durch den Magen und wer einmal mit deutschem und polnischem Bier angestoßen oder einer der geselligen Familienfeiern im Wawel beigewohnt hat, für den wird Polen auch nach der Fußball-Europameisterschaft sicher kein weißer Fleck auf der Landkarte mehr sein. Jeden Sonntag gibt es im Wawel zudem ein großes Brunchbuffet für 7,50 Euro pro Person.
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Pigasus Gallery (Prenzlauer Berg)

Der polnischen Kultur ganz ungezwungen näher kommen, das kann man in der Pigasus Gallery. Hier werden nicht nur polnische DVD's und CD's verkauft, auch wer auf der Suche nach einem individuellen und ganz besonderen Wandschmuck ist, sollte unbedingt im Pigasus vorbeischauen. Bei den zahlreichen angebotenen Film-, Theater oder Zirkusplakaten aus dem Nachbarland steht das Design an erster Stelle und ob man sich nun für die Katzen der Künstlerin Karolina Gladkiewicz oder ein Filmposter aus dem Jahr 1973 entscheidet, auf dem Brigitte Bardot mit rot lackierten Nägeln eine Waffe schwingt, einen Blickfang wird man in jedem Fall mit nach Hause nehmen. Wer sich über das breite Angebot des kleinen Ladens informieren möchte, der wird auch im angeschlossenen Internetshop fündig.
mehr Infos zur Pigasus Gallery

Café MetroPolen (Wilmersdorf)

Wer Polen von seiner süßen Seite kennenlernen möchte, dem sei ein Besuch im Café MetroPolen ans Herz gelegt. Vor knapp drei Jahren wurde es von Iwona Pogodzinska und Malgorzata Brasch in Wilmersdorf eröffnet und zieht seitdem viele treue Stammkunden an. Auch das Berliner Publikum ist dabei längst auf den Geschmack der hervorragenden Kuchen und Torten aus der Konditorei Adam Sowa gekommen. Das polnische Unternehmen beliefert den kleinen Laden täglich mit unzähligen frischen Gebäckspezialitäten aus natürlichen Zutaten. Wer eine Familienfeier plant, der kann eine individuelle Torte in Auftrag geben. Nicht nur wegen der bevorstehenden Kommunionszeit ein heißer Tipp für alle Naschkatzen!
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Spezialitätenladen Delicious (Prenzlauer Berg)

Schon die Wände in Magdalena Germeks Spezialitätenladen verraten die Ausrichtung des kleinen Geschäfts: Rot und Weiß sind sie gestrichen und machen in den polnischen Landesfarben Appetit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durchs Nachbarland. Von verschiedenen Wurst- und Kästespezialitäten reicht das Angebot über eingelegtes Gemüse bis zu Süßwaren. Täglich stehen auch wechselnde Mittagsgerichte wie etwa Bigos, die polnische Sauerkrautsuppe, zur Auswahl. Ein preiswertes und schmackhaftes Angebot, das von den Bewohnern des Prenzlauer Bergs bereits seit fünf Jahren gerne angenommen wird.
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Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin (Charlottenburg)

Schon mehr als 35 Jahre setzt sich auch dieser Kulturverein für einen intensiven Austausch zwischen Deutschland und Polen ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Jugendarbeit. Es werden Schulfahrten ins Nachbarland oder auch Sprachkurse angeboten und der "Junge Kreis" organisiert gemeinsame Freizeitaktivitäten. Darüber hinaus trifft sich wöchentlich der hauseigene Chor "Spotkanie" und Berlinerinnen und Berliner können sich bei Ausstellungen, Lesungen und Vorträgen über Polens Geschichte und Kultur informieren. Die Höhepunkte der kommenden Wochen sind etwa die Lesung des Schriftstellers Kolja Mensing aus seiner familiengeschichtlichen Spurensuche "Die Legenden der Väter" am 5. Juni, und die Sommer-Begegnungswoche "Caring for the Future - together" im August. Dabei werden junge Frauen aus Berlin und Umgebung in ein kleines Dorf bei Breslau eingeladen.
mehr Infos zur Deutsch-Polnischen Gesellschaft

Adresse

Danziger Straße 52
10435 Berlin

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Quelle: QIEZ
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