• Montag, 23. September 2013
  • von Nikolaus Triantafillou

Neue Spezialkörbe in zwei Parks

Flaschensammeln leichter gemacht

  • Leere Bierflaschen im Park
    Bald soll es in Charlottenburg-Wilmersdorf eine noch elegantere Möglichkeit geben, die eigenen Flaschen bedürftigen Sammlern zu hinterlassen. Foto: dpa - ©picture alliance / dpa

Volkspark Wilmersdorf - Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf startet im Alleingang einen Modellversuch mit separaten Sammelbehältern für Pfandflaschen. Damit soll Flaschensammlern ihre mühevolle Tätigkeit erleichtert werden. Beim Versuch nicht an Bord ist die Berliner Stadtreinigung, die vor Risiken bei den Behältern warnt.

Berlinerinnen und Berliner, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit dem Sammeln von Pfandflaschen bestreiten, sollen es in Charlottenburg-Wilmersdorf bald leichter haben - zumindest im Volkspark Wilmersdorf und im Lietzenseepark. Am Mittwoch, 25. September, geben die Bezirksstadträte für Gesundheit und Soziales sowie Stadtentwicklung, Carsten Engelmann (CDU) und Marc Schulte (SPD), mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für das Modellprojekt Flaschensammler. In dessen Rahmen werden neben den Papierkörben der beiden Parks Sammelbehälter aufgestellt, die die Besucher künftig zum Entsorgen ihrer Flaschen nutzen sollen.

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Pankow
Die Vorteile für die Sammler liegen auf der Hand: Herumwühlen im Müll wird ebenso vermieden wie ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Doch die Berliner Stadtreinigung (BSR) konnte der Bezirk von seinem Projekt nicht überzeugen: Das Unternehmen hält die neuen Behälter für ein zusätzliches Müll-Risiko und wollte seine Papierkörbe nach Angaben von Stadtrat Schulte dafür nicht zur Verfügung stellen.

Versuch mit bezirkseigenen Papierkörben

Nun treibt das Bezirksamt die Idee gemeinsam mit dem Beschäftigungsträger TRIAS voran - in den zwei ausgewählten Grünanlagen ist der Bezirk selber für die Müllkörbe zuständig. Mitarbeiter von TRIAS werden die Zusatzbehälter aufstellen, sie regelmäßig beobachten und über die Nutzung Buch führen. Die Materialkosten übernimmt das Umwelt- und Naturschutzamt - auch um damit deutlich zu machen, dass Flaschen kein gewöhnlicher Abfall sind, sondern durch ihre Wiederverwendung wertvolle Ressourcen geschützt werden.

Stadtrat Engelmann verbindet außerdem konkrete Hoffnungen mit dem Versuch: "Es wäre schön, wenn es durch unser Beispiel gelingt, die BSR von diesem System zu überzeugen. Wenn es funktioniert, profitieren davon beide: Flaschensammler und Parkbetreiber, weil es weniger Müll gibt!"

Der Startschuss für das Projekt "Flaschensammler" erfolgt am 25. September um 16.30 Uhr am Fennsee im Volkspark Wilmersdorf, Eingang von der Blissestraße an der Friedrich-Ebert-Schule.

Adresse

Blissestraße 20B
10713 Berlin

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Quelle: QIEZ
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