Gastro-Tipp

Neu in Charlottenburg: Bistro-Flair de luxe im Bostich

Bostich
Austern, Cocktails und Champagner: Das neue Bostich treibt seit Mitte Mai Genussmenschen aus der ganzen Stadt ins gediegene Wilmersdorf. Französische Klassiker treffen hier auf Einflüsse aus der Schweiz und Deutschland. Eine Küche, die Freude bereitet ...

Runde Bistro-Tische mit weißen Tischdecken, rote Korbflechtstühle, eine ausgeklappte mintgrüne Markise: Die kleine, aber feine Terrasse im Bostich ist selbst an einem Dienstagabend rappelvoll. Einen Tisch bekommst du nur mit Reservierung – der gute Ruf des Lokals zeigt Wirkung. Die Betreiber*innen sind nämlich nicht unbekannt: Yllnora Semsedini und Simon Bühler haben sich mit der Torbar in Mitte, wo herrliche Brasserie-Küche serviert wird, einen Namen erarbeitet. Auch die kulinarische Leitung für das Bostich bleibt dank Küchenchefin Sarah Fillet in der Torbar-Familie. Für das Lokal in Mitte bleibt Fillet auch weiterhin zuständig. Gesellschafter beider Restaurants ist übrigens der Schweizer Unternehmer, Künstler und Musiker Dieter Meier. Dort, wo jetzt das Bostich für französische Lebensfreude sorgt, beglückte die Yello-Elektropop-Legende Meier zehn Jahre lang Fleischfans mit dem Steakhaus Ojo de Agua.

In der idyllischen Ludwigkirchstraße, zwischen stuckreichen Altbauten, gepflegten Plätzen und Grünanlagen, kommt das Westberliner-Flair hervorragend zur Geltung. Im Innenraum des Bostich erwartet dich eine schicke Bar, über der herrschaftlich ein Kronleuchter schwebt: Der perfekte Ort, um das abendliche Treiben im Restaurant zu beobachten oder einen Aperitif zu trinken, bevor du einen Platz am Tisch bekommst. Das Gegenstück dazu findest du im hinteren Bereich des Restaurants, wo du etwas abseits vom Trubel den Abend genießen kannst. Gestalterisch stimmt auch hier jedes Details: grüne Wände, rote Polsterbänke und große Spiegel.

Genuss mit Aussicht: Die Terrasse im neuen Bostich.

Da es Sommer ist, starten wir unseren Abend auf der Terrasse – ganz elegant mit einem Glas Champagner der Hausmarke Grand Cru für faire 10 Euro. Kulinarisch reisen wir mit der kleinen Meeresfrüchteplatte (48 Euro) an die französische Atlantikküste, die von Austern und Garnelen über Langusten zu Calamari das Beste aus der bunten Unterwasserwelt bietet. Die Auswahl an der Seafood Bar ist groß und die Qualität ausgezeichnet.

Die raffinierten Vorspeisen werden als eine Art Tapas serviert – in Frankreich als Horsd’oeuvres bekannt. Im Bostich sind sie für Genussmenschen ein Muss, eine verpasste Chance würde man sehr bereuen. Für zwei Personen empfiehlt der Service zwei bis drei kleine Gerichte zum Teilen. Wir entscheiden uns für das Auberginentatar – verfeinert mit Kichererbsenmayonnaise und Kapern –, das dem französischen rohen Rind-Klassiker durch seine fleischähnliche Textur und die rauchigen Aromen den Rang abläuft. Die frische Burrata (14 Euro), die von einer kleinen Käserei im brandenburgischen Kremmen produziert und im Bostich mit bunten Tomaten und Olivenöl serviert wird, bringt gekonnt Nachhaltigkeit und Genuss auf die schönen Teller mit eingraviertem Bostich-Logo.

Macht Freude und sorgt für eine gute Zeit: Die Küche im Bostich.

Als Hauptgang wählen wir zu Ehren des ehemaligen Ojo de Agua – benannt nach Dieter Meiers Farm in Argentinien – ein perfekt gegartes und tranchiertes Entrecôte mit herrlich-buttriger Café de Paris-Soße (32,50 Euro). In den feuchten und fruchtbaren Weiten der Pampa Húmeda züchtet Meier auf über 70.000 Hektar Hereford- und Angus-Rinder. Die Tiere leben dort in absoluter Freiheit und ganzjähriger Weidehaltung. Die Schweiz spielt im Bostich auch eine Rolle: als Zürcher Geschnetzeltes (38 Euro). Das Fleisch hierfür stammt aus der Region, genauer gesagt vom Brandenburger Kalb. Das Geschnetzelte wird mit Weißwein abgelöscht und sorgt dann dank Champignons und Rösti für echte Gaumenfreuden.

Von Mousse au Chocolat über Pistazien-Eiscreme zu den am Tisch flambierten Crêpes Suzette werden Nachkatzen im Bostich ebenfalls fündig. Wir entscheiden uns für ein leichtes und sommerliches Zitronensorbet (7,50 Euro), das auf Wunsch für eine extra Portion Savoir-vivre mit Champagner aufgegossen wird. Alternativ bekommst du das auch mit Vodka oder du genießt es einfach pur. Erdbeeren haben zum Glück noch Saison, also bestellen wir noch ein Coupe Fraise (9,50 Euro) mit marinierten Erdbeeren und Crème Chantilly – dem französischen Upgrade von Schlagsahne – und sind einfach nur happy. Wenn du den französischen Lifestyle und die Lebensfreude in entspannter Atmosphäre genießen möchtest, dann ab ins neue Bostich, denn hier isst du wirklich wie Gott in Frankreich!

Bostich, Ludwigkirchstraße 10A, 10719 Berlin

Festnetz 030 88625614

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