• Freitag, 20. Dezember 2013
  • von Tina Gerstung

Studio vormat

Selbsttest: Wie funktioniert EMS-Training?

  • EMS-Training
    Einmal anstöpseln, bitte! Foto: externe Quelle - ©Promo

City West - 20 Minuten Muskelstimulation ersetzt 10 bis 15 Stunden Training. Na, wenn das mal nicht vielversprechend klingt! Wir haben im Fitnessstudio vormat, das seine Räumlichkeiten in einer schönen Altbauwohnung am Kurfürstendamm hat, das Muskelstimulationstraining ausprobiert …

Direkt an der U-Bahn-Haltestelle Uhlandstraße, Hausnummer 214, 3. Stock. Das Studio vormat ist in einer rund 200 Quadratmeter große Altbauwohnung mit Stuck, Parkett und einer bezaubernden Aussicht auf den Kurfürstendamm untergebracht. "Der Kiez hier ist einfach toll“, findet Geschäftsführerin Julia Bohm. "Vor ein paar Jahren noch war es hier abends tot, aber es hat sich viel verändert, es wurde viel getan. Es ist lebendig, ohne unruhig zu sein. Ich finde die Stimmung beispielsweise viel gelassener als in Mitte."

Hier darf ich es ausprobieren - das sogenannte EMS-Training, Muskelstählen mit Strom. Die Abkürzung steht für elektrische Muskelstimulation, als Rehabilitationsmaßnahme schon länger bekannt.

Tanja Bülter beim EMS-Training. (c)privat Tanja Bülter beim EMS-Training. (c)privat
Derzeit sprießen EMS-Studios in Berlin wie Pilze aus dem Boden. Ein Trend? Nun, im vormat wird die Methode bereits seit 2006 angewandt. Auch Hape Kerkeling trainierte hier schon, Moderatorin Tanja Bülter ist ebenfalls bekennender Fan. Julia Bohm hat das Studio im Oktober 2012 übernommen. Sie selbst gab 20 Jahre lang Tanzunterricht und ist ausgebildete Yoga-Trainerin. "Das vormat soll nach und nach ein Gesundheitsstudio werden", erklärt sie. Zum Angebot gehört deshalb ein Rundumprogramm mit zehn unterschiedlich spezialisierten Physiotherapeuten: Training mit Hypoxi (ein Gerät, das mit Über-/Unterdruck arbeitet) für schöne Beine oder dem Vacunauten (ein Fettverbrennungsgerät) für einen flachen Bauch,  Outdoor-Training, funktionelles, individuell abgestimmtes Training, Ernährungscoaching und eben der EMS Bodyformer.

Der Test: Ein 20-Minuten-Training

Für das Training geht‘s ab in eine Art Taucheranzug, in den Elektroden eingearbeitet sind - nackt. Man muss also nichts mitbringen, Handtücher und Shakes gibt es auch vor Ort. Dann verkabelt mich meine Personal Trainerin, an Armen, Brust, Bauch, Po. Im Anschluss wird es kurz feucht - damit der Reizstrom besser in die Muskeln geleitet wird, müssen die Elektroden gewässert werden. Immer kurz bevor der Strom drei Sekunden lang kommt, muss ich alle Muskeln anspannen, dann ist wieder fünf Sekunden Ruhe. Es kribbelt und wenn ich nicht fest genug anspanne, zieht es auch ganz schön. Denn die Muskeln müssen gewissermaßen gegen den Strom arbeiten. Ein eigenartiges Gefühl, das ich so gar nicht kenne. Aber definitiv eines, das einen dazu bringt, mit dem ganzen Körper zu arbeiten!

Dann kommen Übungen dazu - das erfordert Konzentration mit all dem Anspannen, Entspannen und zur richtigen Zeit auch noch bewegen. Nichts mit Sport für Faule! Das EMS-Training ist ganz schön anstrengend, fördert nebenbau auch eine gesunde Haltung und dauert aber eben immer nur 20 Minuten. Danach fühlt sich der Körper so an, als hätte man wirklich etwas getan, alles ist eine Spur fester. Und: Ich hatte noch nicht mal Muskelkater am nächsten Tag, nur das Gefühl, dass ich mich mal wieder ausgiebig bewegt habe. Sehen kann man erste Resultate übrigens schon nach vier bis fünf Trainingseinheiten - das nenne ich mal motivierend!

Achtung: Schwangere sollten das EMS-Training besser meiden, ebenso Menschen mit Herzschrittmachern oder Brustimplantaten.

 

"Auf einer Fitness-Skala von 10 würde ich mich selbst bei einer soliden 6 bis 7 einstufen. Ich mache weniger Sport als mir gut tun würde, bin Fan von Yoga, Pilates und Jogging, oft fehlt aber einfach die Zeit. Daher könnte ich mir rein aus Gründen der Zeitersparnis das regelmäßige Training mit EMS durchaus vorstellen."Tina Gerstung

vormat

Kurfürstendamm 214
10719 Berlin

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Quelle: QIEZ
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