Steglitz
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Diese chinesische Küche gibt's in Berlin fast nur hier

Lichterfelde-West - Unsere Steglitz-Expertin Maggie Riepl kennt sich im südwestlichen Berlin bestens aus. Und verrät uns regelmäßig ihre persönlichen Kiez-Perlen. Heute geht es zu einem chinesischen Restaurant mit ganz besonderer Regional-Küche.

„Sie müssen doch wirklich mal was anderes bestellen als immer nur Hähnchen!“ Ein wenig strafend sieht mich Yan Feng an. Doch die Besitzerin des kleinen Chinarestaurants Jing Yang an der Albrechtstraße hat ja Recht. Ich sollte wirklich mal was Neues ausprobieren, egal wie gut mir das gewürfelte Hühnerfleisch mit Gemüse und Erdnüssen (8,50 Euro) schmeckt. Zum Beispiel geschmorte Ente (11,80 Euro) oder gebratenes Lamm mit Frühlingszwiebeln (10,80 Euro)

Die reizende Frau Feng, die so hervorragend Deutsch spricht, hat das Imbiss-Lokal von einer Freundin übernommen. Davor war hier auch ein Chinese. Der erschien uns allerdings nie richtig ansprechend. Die beiden Damen renovierten. Und was auch auffiel: Es saßen plötzlich meist Asiaten im Jing Yang. Das spricht ja immer für authentische Küche.

Diese hier ist ohne Glutamat, die Nudeln sind selbstgemacht ebenso wie die Dim Sum, die mit Shrimps, Gemüse oder Schweinefleisch gefüllt werden. Leckere Vorspeisen sind außerdem Edamame, Seetangstreifen (je 3 Euro) und der chinesische Gurkensalat (2,80 Euro). Den gebratenen Tofu (7,50 Euro) finde ich auch köstlich. Skeptisch bin ich dagegen (noch) bei den Rinderinnereien. Und die Hühnerfüße wollten auch zu wenig Gäste. Sie sind auf der Karte wieder durchgestrichen.

Xiang Küche aus der Provinz Hunan

Das Jing Yang bietet vorwiegend Speisen aus der chinesischen Provinz Hunan an und das ist äußerst selten in Berlin. Die Hunan-Küche wird auch Xiang genannt, das Wohlgeruch bedeutet. Es heißt, dass man in Hunan die Salzigkeit Nordchinas mit der Süße des Südens verbindet. Das Ganze gewürzt mit weißem Pfeffer, und Chilis. Wobei diese nur mitgekocht werden, um die Gerichte zu aromatisieren, aber nicht unbedingt gegessen werden sollten. Den Fehler habe ich einmal gemacht beim Schweinefleisch nach Xu Xiang Art (8,50 Euro) und die Schärfe hat mich umgehauen.

Leckere Regionalküche: Huhn mit Gemüse und Erdnuss. (c) Maggie Riepl

Zugegebenermaßen bin ich aber auch ein Weichei was hot and spicy angeht. Im  Gegensatz zu Mao Tse-tung, der in Hunan geboren wurde. Von ihm stammt angeblich der Satz: „Je mehr Chilis man essen kann, desto mehr ist man Revolutionär. Wer keine Chilis isst, dessen revolutionärer Geist ist nicht stark genug.“ Als Revolutionärin tauge ich also nicht. Aber damit kann ich leben.

Jing Yang, Albrechtstraße 125, 12165 Berlin

Telefon 030 79255763

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Montag bis Samstag 12:00 bis 22:00 Uhr

Jing Yang

Cu magst chinesisches Essen und lernst gerne neue Spezialitäten kennen? Dann ist das Jing Yang die perfekte Adresse für dich.

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