Pride Month

Christopher Street Day: Die Highlights beim CSD 2023

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Am Samstag, den 22. Juli 2023, ist endlich wieder Christopher Street Day in Berlin. Alle Infos zur Route der Demo und wo im Anschluss gefeiert wird, erfährst du hier. Vom 28. Juni bis zum 22. Juli 2023 ist in Berlin übrigens Pride-Month: Also haben wir weitere Tipps und Events für spannende queere Wochen in der Hauptstadt gesammelt.

Der Pride Month hat sich in Deutschland noch nicht so recht durchgesetzt, aber zumindest der Christopher Street Day wird in vielen Städten bereits ausgiebig gefeiert. Berlin war (natürlich) unter den Pionieren, die 1979 die aus den USA stammende Bewegung übernahmen, um Homosexualität zu entkriminalisieren. Ja, der Paragraf 175, der gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen von Männern unter Strafe stellte, wurde erst 1994 abgeschafft. So bunt und fröhlich das Fest ist, eigentlich ist der CSD nach wie vor eine Demo.

Das absolute Highlight in diesem Jahr ist entsprechend der Pride-Umzug, besser gesagt die CSD Demo, die am 22. Juli 2023 um 11:30 Uhr von der Leipziger Straße/ Ecke Spittelmarkt startet. Von da aus läuft der Zug mit lauter Musik, wichtigen Parolen und jeder Menge Spaß durch Mitte zum Bundesrat, weiter zum Potsdamer Platz und dann durch den Regenbogenkiez Schöneberg über den Nollendorfplatz zur Siegessäule. Ab 16:30 Uhr werden die ersten Wagen am Brandenburger Tor erwartet, wo die große Abschlusskundgebung stattfindet.

Ab 21 Uhr kannst du dann im Ritter Butzke den Christopher Street Day bis zum nächsten Morgen weiter feiern. Mit dem House of Pride ist der Club zum zweiten Mal Kooperationspartner des Berliner CSD. Am besten besorgst du dir jetzt schon Tickets, die waren im letzten Jahr nämlich schnell ausverkauft. Ob das an Berlins größter Konfetti-Dusche liegt oder an den fünf Genres, die aufgelegt werden? Geh hin und beantworte es dir selbst.

Die offizielle CSD-FLINTA-Party steigt in diesem Jahr unter dem Motto „Girls Town” im Spindler & Klatt. 20 Euro kostet das Abendticket und es geht schon um 18 Uhr los. So kannst du direkt nach der Demo hier loslegen. Die große Terrasse ist auch geöffnet. Als DJanes stehen Anna und Lisa als Lockereasy auf dem Programm ab 22 Uhr – die musikalische und weibliche Antwort auf Siegfried und Roy mit HipHop, Pop, R’n’B und Hits der 80er und 90er Jahre.

Mit Bi*licious kannst du im Sage Club eine wirklich gute Zeit haben. Bei der familiären Partyreihe der Bi-Community gibt es zur Feier des Tages Live-Performances und DJ-Sets. Die queere Minderheit nutzt den CSD, um für bi+, pan, heteroflexible, homoflexible und nicht-monosexuelle Menschen endlich mehr Sichtbarkeit zu erreichen. Auf der Party nach der Demo kannst du ab 21 Uhr Kontakte knüpfen und die müssen nicht immer nur sexuell sein. Austausch und Freundschaften helfen auch, sich als Gruppe zu festigen.

Wenn dir der CSD nicht reicht, schau doch mal ins Programm des Pride Months, der in Berlin vom 28. Juni bis zum 22. Juli 2023 Zeichen setzt. Vielerorts ist es mit der Gleichberechtigung für die LGBTQ-Community immer noch nicht weit her. In den knapp vier Wochen kann man das vielleicht nur wenig ändern, aber mit vielen Events wichtige Themen in den Fokus rücken – zum Beispiel Regenbogenfamilien, die es ab der Gründung bis hin zum Alltag wirklich schwer haben: gesellschaftlich und gesetzlich.

 

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Ein weiterer Schwerpunkt des Berliner Pride Months ist HIV bzw. AIDS, da die Krankheit weiterhin zu Stigmatisierungen und Diskriminierungen führt. Außerdem wird ein Spot auf Kink & Fetisch gerichtet, Zwar setzen sich einzelne Praktiken als beliebte Motive in Filmen, Werbungen und Fotobänden durch, in der Realität erfahren Anhänger*innen der Szene allerdings nur wenig Respekt. Außerdem geht es 2023 um Safer Space für trans-, intersexuelle und nonbinäre Menschen und um Verfolgungen von homosexuellen Menschen in Osteuropa.

Das Pride-Month-Programm lockt mit Kino, Podcasts, Shows und Partys, um die anhaltenden Probleme publik zu machen und aufzuklären. Du kannst aber auch zahlreiche Info-Veranstaltungen besuchen oder in die SM-Welt eintauchen. Wir hoffen wirklich sehr, dass eines Tages niemand mehr für Gleichberechtigung und Freiheit auf die Straße gehen muss. Bis dahin ist es leider noch ein langer Weg. Der zweite Pride Month in Berlin ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.

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