Holocaust-Mahnmal

Die große Gedenkstätte in Berlin Mitte

Die große Gedenkstätte in Berlin Mitte
Das Stelenfeld und die Dauerausstellung im "Ort der Information" tragen Erinnerung und Gedenken an die bis zu sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust zusammen.
Der New Yorker Architekt Peter Eisenman entwarf das Holocaust-Mahnmal, das an die über sechs Millionen Juden, die während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden, erinnert.

Am 1. April 2003 begannen die Baumaßnahmen für den Platz, der am 10. Mai 2005 eröffnet wurde. Die Idee zu einem Mahnmal fiel bereits Anfang der 90er Jahre durch die Publizistin Lea Rosh und den Historiker Eberhard Jäckel. Im Rahmen der Bürgerinitiative „Perspektive Berlin“ wurde zum ersten Mal die Forderung nach einem Holocaust-Mahnmal in Berlin gestellt. Kein Geringerer als Willy Brandt unterstützte die Idee als einer der Ersten.

Beeindruckendes Bauwerk

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas beeindruckt mit seiner Größe von knapp 20.000 Quadratmetern, was ungefähr der Größe zweier Fußballfelder entspricht. Auf der großen Fläche stehen, in vier „Räume“ (Raum der Dimensionen, Raum der Familien, Raum der Namen, Raum der Orte) unterteilt, 2711 Betonpfeiler unterschiedlicher Größe. Die Anzahl der Pfeiler ergab sich aus den Maßen des Platzes und hat keine symbolische Bedeutung.

Die Anordnung der Betonstelen auf dem gewellten Gelände erfolgte rasterförmig, jeder Klotz wiegt durchschnittlich acht Tonnen. Im „Raum der Namen“ finden Besucher die Namen und Biographien der ermordeten Juden, die Sammlung unter dem Holocaust-Mahnmal wird ständig erweitert.

Namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Fernsehen sind mittlerweile Botschafter für den Raum der Namen. Dazu gehören unter anderem die Moderatorin Anne Will, die Schauspielerin Iris Berben, der Regisseur Michael Verhoeven, die Schauspielerin Angelica Domröse oder die Unternehmerin  Regine Sixt.

Eintritt frei, weitere Informationen unter www.holocaust-denkmal-berlin.de

Die große Gedenkstätte in Berlin Mitte, Georgenstraße 23, 10117 Berlin

Weitere Artikel zum Thema Sehenswürdigkeiten

Kultur + Events | Sehenswürdigkeiten

Wandelism geht in die zweite Runde

Die Street-Art-Künstler von Wandelism wollen es nochmal wissen und verwandeln ab dem 26. April bis […]