Stilvoll übernachten

Hotel Zoo: Lieblingsort der Berliner Bohème

Hotel Zoo: Lieblingsort der Berliner Bohème
Fünf-Sterne-Gefühl. Das modernisierte Hotel Zoo wird formal nicht zur Luxuskategorie gehören, aber ähnlich anspruchsvoll gestaltet. Zur Foto-Galerie
City West - Einst residierten hier die großen Stars, dann wurde es lange still um das berühmte Hotel am Zoo. Doch nach zwei Jahren sorgsamer Renovierung, erstrahlt das Hotel Zoo in Westberlin seit 2014 in neuem Glanz. Und ja, auch die Prominenz kehrt nun wieder ein – insbesondere ins Grace Restaurant.

Romy Schneider, Grace Kelly oder Sophia Loren: Die Liste der prominenten Persönlichkeiten, die das Hotel am Zoo zwischen den 1950er und 1970er Jahren begrüßte, ist lang. Es waren die glamourösen Jahre des Berliner Kurfürstendamm, die nun, wo der Westen Berlins nach einigen Jahrzehnten endlich wieder angesagt ist, wieder aufleben. Das Hotel Zoo eröffnete genau zur richtigen Zeit.

Besonders das Grace Restaurant und die Grace Bar (eine namentliche Hommage an Grace Kelly) gelten als einer der neuen Hotspots Berlins. Am Wochenende nehmen nicht selten bekannte Persönlichkeiten der Stadt, aus Film und Fernsehen oder aus der Modebranche auf den mit Samt gepolsterten Sesseln Platz. Unter von den Decken hängenden Vogelkäfigen und in warmer, cooler Atmosphäre speist man moderne asiatische Fusionsküche, Klassiker wie halben Hummer oder US Prime Beef Steaks. Der Küchenchef ist in Berlin kein Unbekannter: Ned Karamujic, gebürtiger Australier und früherer Chef de Cuisine im Grill Royal.

Hotel Zoo: Lässiger Luxus, unprätentiöser Glamour

Im Hotel Zoo richtet man sich international aus. „Wir sind ein kosmopolitisches Haus“, erklärt Remo Fietz, Director of Revenue Development im Hotel Zoo. Dabei erfasst einen beim Betreten des Hotel Zoo etwas von dem viel zitierten „Star-Appeal“, wenn einem die schwere gläserne Eingangstür geöffnet wird und man über den tiefgrünen Teppich mit den Leoparden von Diane von Fürstenberg flaniert. Freundlich, auf eine selbstverständliche Art wird man in Empfang genommen. 

Wie ein Panter zum Empfang schleichen.

Emotion, Geborgenheit, Design in einem

„Alles, was wir getan haben, jedes Detail im Interieur, erzählt eine Geschichte“, erklärt Remo Fietz. Für das Interieur engagierten die Inhaber Manfred Weingärtner und Robert Hübner die amerikanische Designerin Dayna Lee, die sich in der Hotellerie mit ihrem Powerstrip Studios bereits einen Namen gemacht hatte. Sie sollte, wie Weingärtner einmal betont, „Emotionen und Geborgenheit in Design übersetzen“.

Das Interieur im Hotel Zoo

Herzstück des Hotels ist die gigantische Lobby, genannt „Living Room“, die sich über zwei Stockwerke zieht und mit ihren Ohrensesseln und der übergroßen Tür an den Film „Alice im Wunderland“ erinnern soll. Auch die 131 Zimmer und 14 Suiten tragen Lees Handschrift. Kein Raum gleicht dabei dem anderen. Einige haben halbrunde Wände, andere verfügen über freistehende Badewannen. In wieder anderen Zimmern sind die alten Backsteinwände freigelegt. Die größte, vom Licht gefluteten Penthousesuite umfasst 105 Quadratmeter und bietet einen von zwei Seiten sichtbaren Kamin, Paar-Regendusche mit zwei Duschköpfen sowie einen Blick zum dekorierten Innenhof.

Eine Suite im Hotel Zoo - hier würden wir am lieben dauerhaft einziehen.

Die Produkte in den Bädern sind ausschließlich vegan und stammen von der Marke April Aromatics, die Handtücher, Bademantel und Slipper wiederum sind von Maison Martin Margiela. Großformatige Fotografien schmücken die Wände. Sie wurden im Hotel Zoo aufgenommen und zeigen den voyeuristischen Blick von Außen auf Szenen, die sich im Inneren abspielen: Der schwedische Fotograf Andreas Kock inszenierte kurz vor der Schließung zum Umbau 2012 die alten Zimmer des Hotels für diese Fotoserie „Stalker“.

Keine Sterne, aber Klasse

Luxus liegt im Detail – das hat man im Hotel Zoo scheinbar verinnerlicht. Dennoch (oder gerade deswegen) haben sich die Inhaber – ganz bewusst – gegen eine Sterneklassifizierung entschieden. Das passt zum Konzept, will man doch weltoffen und individuell sein; nicht reglementiert und kategorisierbar. Sterne braucht es da nicht. Und die Berliner Bohème und Bessergestellten, die am Wochenende regelmäßig ins Grace einkehrt, stören sich offenbar auch nicht daran.

Foto Galerie

Hotel Zoo Berlin, Kurfürstendamm 25, 10719 Berlin
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