Kreuzung in Kreuzberg

Das Kottbusser Tor muss warten

Das Kottbusser Tor muss warten
Nicht schön, aber definitiv ein Platz für Geschichten: das Kottbusser Tor.
Hier geht es wild zu: Am Kottbusser Tor schenken Radler und Autofahrer der Straßenverkehrsordnung nur beiläufig Beachtung, am U-Bahneingang stehen Dealer. Der Bezirk und das Land möchten die Missstände mit Hilfe von Umbaumaßnahmen beseitigen. Doch dabei ist Geduld gefragt.

Radler fahren kreuz und quer, Autos biegen plötzlich ab, am U-Bahneingang warten Dealer auf Kunden. Das Kottbusser Tor in Kreuzberg ist Unfallschwerpunkt und Treffpunkt der Drogenszene zugleich – Pläne für eine Umgestaltung existieren seit Jahren. Doch getan hat sich bislang nichts. 2012 soll es immerhin erste Verbesserungen für Radfahrer geben, kündigte Verkehrsstadtrat Hans Panhoff (Grüne) an.

So ist ein gesonderter Weg von der Kottbusser Straße direkt in die Admiralstraße geplant – eine Abkürzung, die viele Radler schon jetzt nehmen. Die Admiralstraße soll auch von der nördlichen Reichenberger Straße, die eine Fußgängerampel bekommt, mit einem Radweg verbunden werden. Die jetzigen provisorischen Ampeln sollen durch stationäre ersetzt werden. Wann genau es in diesem Jahr losgeht, sei aber ungewiss, sagte Panhoff. Derzeit herrsche Haushaltssperre, bis das Abgeordnetenhaus den Etat beschlossen hat. Der Stadtrat rechnet dann mit einer Bauzeit von einem halben Jahr. Die Pläne wurden den Kreuzbergern Anfang März vorgestellt.

Jahrelange Planung

Der durchgehende Radweg westlich des Kottbusser Tors entlang Skalitzer und Gitschiner Straße ist seit Jahren geplant. Damit für die Radler auf der Straße als auch für Linksabbiegerspuren für Autos genug Platz sei, sollen sämtliche Parkplätze vom Straßenrand unter die Hochbahn verlegt werden, sagt Panhoff. Dies sei erst möglich, wenn die BVG das Viadukt saniert habe. Allerdings stehe für die Bauarbeiten noch kein Termin fest.

Unklar ist auch die Eröffnung des Treffpunkts für Alkoholiker, der mit Toiletten und Getränkeausschank im nördlichen Teil der Mittelinsel entstehen soll. Man wolle sich in diesem Jahr um Gelder bemühen, sagte Bürgermeister Franz Schulz (Grüne). Wegen der Haushaltssperre rechnet er jedoch nicht mehr damit. Dafür öffnet laut Schulz im Frühjahr das Gesundheitszentrum in der Reichenberger Straße mit Drogenkonsumraum – der so gennannten Fixerstube – sowie medizinischer und sozialer Betreuung. Der alte Raum in der Dresdener Straße wurde vor einem Jahr geschlossen.


Quelle: Der Tagesspiegel

Das Kottbusser Tor muss warten, Kottbusser Tor, 10999 Berlin

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