Einen Katzensprung voneinader entfernt und dennoch gehören sie zusammen: das Gymnasium in Weißensee besteht aus zwei getrennten, rund 300 Meter auseinanderliegende Schulgebäuden in der Pistoriusstraße 133 und in der Woelckpromenade 38. Aus der Zusammenlegung der Bühring-Oberschule und der Wieland-Herzfelde-Oberschule entstand das Primo-Levi-Gymnasium, in dem nun alle Profillinien gleichermaßen, abgedeckt werden. Mathematisch-naturwissenschaftliche, sprachliche, gesellschaftswissenschaftliche, künstlerisch-musische und sportliche Zweige prägen das Bildungsangebot.
Mit der Fusion wechselte auch der Name. Seit 1. Juni 2007 schmückt eine Namensplakette mit der Aufschrift Primo Levi das Schulhaus. Levi wurde 1919 geboren und starb 1987 im Alter von 67 Jahren. Der Italiener war Chemiker, Literat, Philosoph und Überlebender des Holocaust. Im Dritten Reich war er Teil des Widerstands und kämpfte gegen den Faschismus. Toleranz und Gewaltfreiheitb sind Säulen der Schulphilosophie. Darum ist das Gymasium Teil des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Allgemein wird auf Weltoffenheit und interkulturelle Kompetenzen, insbesondere die Fremdsparchenförderung, viel Wert gelegt. Neu eingeführt wird ab dem Schuljahr 2012/13 die Möglichkeit des bilingualen Unterrichts ab der fünften Klasse. Bei Klassen- und Kursfahrten oder Sprachreisen bekommen die Schüler Einblicke in unterschiedliche Länder und Städte, meist im europäischen Ausland.
Schulleben geprägt von Engagement
Die Bildungseinrichtung setzt auf Modernität. Nach und nach werden seit Anfang 2012 Tafel und Kreide durch interaktive Whiteboards ausgetauscht. Arbeitsgemeinschaften und Freizeitgruppen gestalten das Schulleben. Sportliche spielen Basket-, Volley- oder Fußball. Andere Schüler musizieren im Orchester oder Soulchor, forschen oder fotografieren und engagieren sich im Schülerparlament. Etwa alle drei Monate erscheint die Schülerzeitung Der Spinner.
Lernen macht hungrig. In beiden Häusern füllen warme Mittagsgerichte in den Pausen leere Mägen. Je eine Cafeteria und Speisesäle bieten genügend Platz. Für den Sportunterricht stehen Hallen zur Verfügung und in den gut ausgerüsteten Fachräumen herrscht ein angenemes Lernklima.