Programm "School Turnaround"

Intensive Förderung für Brennpunktschulen

Bildungsenatorin Sandra Scheeres will gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung zehn Brennpunktschulen in Berlin fördern.
Bildungsenatorin Sandra Scheeres will gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung zehn Brennpunktschulen in Berlin fördern.
Am 13. März 2013 startet das Schulprojekt "School Turnaround – Berliner Schulen starten durch" in Berlin. Zehn Brennpunktschulen werden in den nächsten Jahren mit rund einer Million Euro zusätzlich gefördert.

Das Programm „School Turnaround“, das von der Robert Bosch Stiftung entwickelt wurde, setzt auf professionelle und externe Schulberater, die an insgesamt zehn Brennpunktschulen in Berlin in den nächsten zweieinhalb Jahren Strukturen überprüfen sowie Stärken und Schwächen analysieren sollen. Nach positiven Erfahrungen und Erfolgen des Programms in den USA, England und den Niederlanden entschied sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres, das Projekt zu adaptieren und mit der Robert Bosch Stiftung zu kooperieren.

„Wir werden zusammen mit den Schulen Methoden und Perspektiven entwickeln, um die Schulentwicklung nachhaltig positiv zu wenden. Mein Ziel ist es, dass sich die unterstützten Schulen bis 2015 in den relevanten Qualitätsmerkmalen wie Lehr- und Lernprozesse, Schulmanagement, Schulkultur und Schulleistungsergebnisse erkennbar verbessern“, sagte Scheeres zum Start am 13. März 2013.

Gewonnene Erkenntnisse nutzen

Zehn Schulen wurden in Abstimmung mit der regionalen Schulaufsicht und den Bezirksstadträten ausgewählt. Dabei gehörten geringe Anmeldezahlen, Probleme bei der Lernbereitschaft und eine hohe Zahl an Schulschwänzern zu den Auswahlkriterien. Hinzu kommen eine hohe Schulabruchquote, unterdurchschnittliche Leistungsergebnisse im berlinweiten Vergleich und eine hohe Zahl an ausgefallenen Unterrichtsstunden. Um diesen Schulen zu helfen, werden Experten den Schulalltag begleiten, Fortbildungen für Lehrer empfehlen und maßnahmengebundene Schulprojekte fördern.

 „Jeder junge Mensch hat eine faire Chance verdient. Wenn sich aber soziale und ökonomische Probleme an einer Schule ballen, kann diese ihre Schüler nicht optimal fördern. Unter anderem in New York haben wir gesehen, wie man solchen Schulen wirksam helfen kann. Jetzt gilt es diese Erfahrungen auf Berlin zu übertragen“, sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung.

Jährliche Berichterstattung

Um die Erfahrungen bestmöglich umzusetzen, wird eine Geschäftsstelle eingerichtet, die als Schnittstelle zwischen den zehn Schulen, der Robert Bosch Stiftung und der Senatsverwaltung für Bildung fungiert. Neben der Koordinierung und Leitung wird die operative Umsetzung des Projekts das Hauptarbeitsfeld der Geschäftsstelle sein. Um Fortschritte und Leistungen festzuhalten, muss jede Schule jährlich einen Bericht abliefern, in dem alle Maßnahmen dokumentiert sind. Weiterhin wird „School Turnaround“ von einem wissenschaftlichen Team begleitet, um methodische Erkenntnisse nachzuvollziehen.   

Zu den zehn Schulen gehören die Ernst-Reuter-Oberschule und die Hedwig-Dohm-Oberschule in Mitte, die Sekundarschule Skalitzer Straße, die Sekundarschule Graefestraße und die Hector-Peterson-Schule in Friedrichshain-Kreuzberg, die Gustav-Langenscheidt-Schule in Tempelhof-Schöneberg, die Kepler-Schule und die Silberstein-Grundschule in Neukölln sowie die Peter-Pan-Grundschule und die Bücherwurm-Grundschule am Weiher in Marzahn-Hellersdorf.

mehr Infos zu School Turnaround

 

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Ernst-Reuter-Schule, Stralsunder Str. 57, 13355 Berlin

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