#deinkindauchnicht

Wie präsent ist dein Kind (freiwillig) im Netz?

Wie präsent ist dein Kind (freiwillig) im Netz?
Wilson Gonzalez Ochsenknecht hat nicht zu lange gefeiert, sondern will mit dem Bild Eltern aufrütteln.
Wilson Gonzalez Ochsenknecht heult, sitzt auf dem Töpfchen und Bloggerin Toyah Diebel trinkt Muttermilch an der Brust. Mit diesen Fotos will die Initiative #deinkindauchnicht Eltern sensibilisieren, über die Präsenz ihrer Kinder im Internet zweimal nachzudenken.

15 Millionen Deutsche sind auf Instagram aktiv und verdienen als Influencer*innen oft gutes Geld damit. Neben der Selbstdarstellung begegnen uns auch immer wieder Bilder von (ihren) in Szene gesetzten Kindern. Auf dem Spielplatz, im Kinderzimmer, Designerfummel oder halbnackt am Strand. Das Einverständnis ihrer Kinder holen die Eltern – im Gegensatz zur Presse, die Minderjährige nie unerlaubt zeigen darf – nicht ein. Auch wenn das sicherlich kaum böse gemeint ist, stellen sie ihren Nachwuchs damit immer wieder bloß und setzen ihn sogar Gefahren aus, sagt Toyah Diebel. Sie selbst bloggt und podcasted als Influencerin erfolgreich im Netz.

Diese Aufmerksamkeit nutzt sie jetzt für ihre neue Kampagne #deinkindauchnicht. „Die Inszenierung von Kindern im Internet ist einfach unnötig und greift in die Privatsphäre der Kinder ein. Mamas, die Kinderbilder posten oder Kinder, die Rihanna nachmachen und in Netzstrumpfhosen vor der Kamera posieren, weil die Mama das so süß findet, finde ich unverantwortlich“, sagt sie im Interview mit dem Overview Mag.

 

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Ein Beitrag geteilt von Toyah Diebel (@toyahgurl) am Mär 26, 2019 um 8:42 PDT

Mit dem Cyberkriminalisten Thomas-Gabriel Rüdiger hat sie in ihrem Podcast Toyah aber billig über die Gefahren gesprochen, die noch größer werden, wenn die Kids selbst anfangen (von den Eltern) unbeobachtet im Netz unterwegs zu sein. Sie spielen Apps und Games, von denen Mama und Papa keine Ahnung haben. Das wird schnell gefährlich. Im Interview sagt Toyah: „Volljährige Menschen machen Minderjährigen nach wie vor unsittliche Avancen und bleiben dabei komplett anonym. Doch für diese (potentiellen) Straftäter stehen viele persönliche Daten von (potentiellen) Opfern bereits öffentlich zur Verfügung. Und wenn man dann mit den Müttern spricht, sagen diese nur ‚darüber möchte ich gar nicht nachdenken‘.“ Sollten sie aber.

Deshalb finden wir, dass das ein wichtiges Thema ist, das in der Öffentlichkeit diskutiert werden muss (auf Instagram geht es schon ab) und über das die Politik zeitgemäß nachdenken und angemessen reagieren sollte. Du willst das Projekt unterstützen? Dann mach ein Bild von dir, das du eigentlich nie von dir posten würdest – genauso wie #deinkindauchnicht – und lade es auf Toyahs Seite hoch.

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