Zum Auftakt der Grünen Woche

Großdemo gegen Agrarindustrie

Schon bei der letztjährigen Großdemo gegen Agrarindustrie kamen zehntausende, teils verkleidete Menschen zusammen.
Schon bei der letztjährigen Großdemo gegen Agrarindustrie kamen zehntausende, teils verkleidete Menschen zusammen.
Potsdamer Platz, Regierungsviertel - Mit einer großen Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt und Treckern aus ganz Deutschland wollen über 100 Organisationen am Samstag für eine neue Ernährungspolitik demonstrieren. Zielscheibe der Proteste ist die Lebensmittelindustrie, die sich zeitgleich bei der Grünen Woche trifft.

Rund 20.000 Menschen erwarten die Veranstalter der Demo „Wir haben Agrarindustrie satt!“ am Samstag in Berlin. Wie in den Vorjahren soll parallel zur Leistungsschau der Lebensmittelbranche bei der „Grünen Woche“ für eine nachhaltige Landwirtschaft und die Abkehr von der agrarindustriellen Produktion geworben werden. Schon ab 9 Uhr ziehen Treckerfahrer, die aus verschiedenen Teilen Deutschlands anreisen, mit ihren Gefährten am Messegelände vorbei. Um 11 Uhr findet die Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz statt, bevor die Demo durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt führt. Dort ist eine weitere Kundgebung geplant.

Das Bündnis der über 100 Unterstützer-Organisationen hinter der „Wir haben es satt“-Kampagne fordert von der Bundesregierung, keine weiteren Tierfabriken zuzulassen, die Spekulation mit Nahrungsmitteln und Land zu verhindern und über die EU für eine Landwirtschaft zu sorgen, die gesunde Nahrung für Menschen, Tiere und Bienen produziert. Der Pressesprecher des Bündnisses „Meine Landwirtschaft“ Jochen Fritz hebt die Besonderheit der Veranstaltung hervor: „Ich glaube, es ist ein Novum, dass Veganer zusammen mit Milchbauern für eine andere Agrarpolitik kämpfen.“ Eine andere Art der Landwirtschaft sei Fritz zufolge machbar: „Wir sind überzeugt, dass diese von Menschen gemachten Gesetze auch von Menschen verändert werden können.

Über die Möglichkeiten der nachhaltigen Landwirtschaft und eine neue Einstellung zu unseren Lebensmitteln können Interessierte im Rahmenprogramm der Großdemonstration diskutieren. In der Markthalle IX in Kreuzberg, in der regelmäßig der Street Food Thursday organisiert wird, kommt am 18. Januar von 8 bis 10 Uhr ein großes Bauernfrühstück auf den Tisch. Darüber hinaus wird im Zirkus Cabuwazi am 17. Januar ab 19 Uhr eine gesellige und zugleich informative „Schnippeldisko“ auf die Beine gestellt und die Heinrich Böll-Stiftung lädt am 18. Januar von 14.30 bis 18 Uhr zur Diskussionsveranstaltung „Politischer Suppentopf“.

Weitere Infos zur Großdemo gibt es unter www.wir-haben-es-satt.de , zu den Grünen Tagen unter markthalleneun.de

Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42, 10997 Berlin

Telefon 030 61073473
Fax 030 61073474

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Wochenmarkt:
Basis: Dienstag bis Donnerstag von 12:00 bis 18:00 Uhr
Groß: Freitag von 12:00 bis 18:00 Uhr und Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Street Food Thursday:
Donnerstag von 17:00 bis 22:00 Uhr
Kantine & Café:
Montag bis Freitag von 11:30 bis 15:00 Uhr
Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr

Hier soll Leben einkehren: Markthalle in der Eisenbahnstraße, Kreuzberg

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