Info-Treffen zur Flussumgestaltung

Alle zusammen für eine grüne Panke

Alle zusammen für eine grüne Panke
An manchen Stellen sieht die Umgebung der Panke schon heute naturnah aus. Zur Foto-Galerie
Beim 5. Tag der Panke im Rathaus Pankow wird am Donnerstag über ein ambitioniertes Projekt informiert: Die Länder Berlin und Brandenburg wollen gemeinsam den Fluss Panke renaturieren und wieder zu einem Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen machen. Daran beteiligt ist auch eine bunte Mischung von Bürgern mit eigenen Ideen.

Lange wurde die Panke, die den Nordosten Berlins durchquert, kaum noch als naturnaher Fluss wahrgenommen. Die jahrhundertelange Nutzung durch den Menschen hat Spuren hinterlassen. Der wassernahe Baumbestand wurde zum großen Teil gerodet, der Fluss aufgestaut. Durch die Ansiedlung von Industrie und durch die landwirtschaftliche Nutzung war die Panke zeitweise stark verschmutzt. Zwar hat sich ihr Zustand in dieser Hinsicht gebessert, doch bis zu einer echten Renaturierung des Gewässers ist es noch ein weiter Weg – genau den will das Projekt „Panke 2015“ beschreiten.

Zu verdanken haben die Nord-Berliner und Brandenburger Anwohner das der EU. Die hat mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 die Anforderungen an den ökologischen Zustand der hiesigen Gewässer deutlich erhöht. Das Augenmerk liegt nun nicht mehr nur auf der Errichtung von Kläranlagen, sondern auf einer echten Sanierung und Renaturierung von Flüssen. Unter der Federführung der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und des Landesumweltamts Brandenburg soll die neue Rahmenrichtlinie bei der Panke exemplarisch umgesetzt werden. Das Ziel: Bis 2015 sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen sein, dass sich der Eisvogel und andere seltene Tiere in Panke-Nähe wieder heimisch fühlen.

Transparente Planung, aktive Bürger

Von Beginn der Planung an wurde die Öffentlichkeit über das Projekt Panke 2015 ausführlich informiert – wie in der EU-Richtlinie gefordert. Dazu findet seit 2008 jährlich der Tag der Panke statt, die fünfte Auflage folgt am Donnerstag, den 16. August von 17.30 Uhr bis 20.30 Uhr im Rathaussaal Pankow. Bei der Veranstaltung kommt der aktuelle Stand des Panke-Umbaus zur Sprache und es wird ein Blick in die Zukunft geworfen. Weitere Themen sind die Hochwassergefahr am Fluss und der Weiler Hobrechtsfelde, um den herum früher Berliner Abwasser auf Rieselfelder geleitet wurde.

Die interessierte Bevölkerung wird sich am Donnerstag nicht nur mit Fragen und Anmerkungen einbringen, sie beteiligt sich inzwischen aktiv an der zukünftigen Gestaltung der Panke. Die Pankepaten sind eine bunte Gemeinschaft von Bürgern, die sich bei der Veranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen und von ihren unterschiedlichen Projekten berichten werden. Zu den Paten gehören etwa Jugendliche, die in Panke-Nähe Guerilla Gardening betreiben und Senioren, die bei der Säuberung des Flusses helfen. Für weitere Ideen und Beteiligung ist in diesem Prozess natürlich Platz – auf dass die Panke ein natürlich-vielfältiger Bachlauf werde.

Dieser Text entstand in Kooperation mit dem Infoportal panke.info

Foto Galerie

Rathaus und Bezirksamt Pankow, Breite Str. 24A-26, 13187 Berlin

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