Studiengang "Sound Studies"

Kein leiser Abgang

Kein leiser Abgang
An der Universität der Künste Berlin kann man den derzeit weltweit einzigartigen Studiengang "Sound Studies" belegen.
Einsteinufer – Du bist auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Klangerlebnis? Wie wärs mit dem Besuch der Vernissage von Absolventen des Studiengangs "Sound Studies"? Die Studenten der Berliner Universität der Künste präsentieren in diesen Tagen ihre klangvollen Masterarbeiten und runden das Ganze mit einer Ausstellung ab. Das Besondere: Mittlerweile im sechsten Jahrgang, kann sich der Studiengang als weltweit einzigartig bezeichnen.

Die Absolventen des Masterstudienganges wollen Besucher nach Abschluss ihres Studiums mit mechanischen Klangmaschinen und interaktiven Hörerlebnissen überraschen und auch beruflich ihren Weg mit Klangexperimenten -und kreationen bestreiten.

Vorher müssen sie in ihrem Studium vier Teilfächer, mit theoretisch-wissenschaftlichen oder künstlerisch-gestalterischen Schwerpunkten, absolvieren: Klanganthropologie und Klangökologie, Experimentelle Klanggestaltung, Auditive Mediengestaltung und Akustische Konzeption. Hier wird, laut Studienbeschreibung, mit den „Grenzen zwischen Ordnung, Zufall und Chaos“ experimentiert. Entstehen sollen dadurch verschiedenste Formen klanglichen Ausdrucks: Klang im Stadtraum, sogenannte „soundbrandings“ für Industrieprodukte (wichtig für die Vermarktung eines Produktes) und Klang-Installationen.

Auch in diesem Jahr schwitzen Absolventen wieder bei der Präsentation ihrer Konzepte. Im Georg-Neumann-Saal des Jazz Institut Berlin, gegenüber der Universität der Künste, steht Ksenija Ladic am Rednerpult und erklärt, was es mit ihrer „Mobile Sound Galerie“ auf sich hat. Die Künstlerin und Absolventin hat ein Konzept für eine internationale Plattform für Klangkunst und Klangkultur erstellt. Diese lädt Künstler ein, sich über die Plattform bekannt zu machen. „Damit sollen andere Klangwelten erreicht werden – eine neue Hörerfahrung für die Zuhörer, sie sollen Klänge neu wahrnehmen können“, erklärt Ladic das Ziel ihres Masterprojektes. Wie der Name schon verrät, kann die Galerie an verschiedenen Orten aufgestellt werden – die Besucher sollen sich bewusst mit dem Thema Klang und der Besonderheit des Ortes auseinandersetzen.

Dieses und viele weitere Konzepte, wie beispielsweise „akustische Maßnahmen gegen das Vogelsterben an Glasfronten“ (klingt aber unter dem Namen „Fliegende Komposition“ einfach besser), werden auf der Vernissage am 15. März ab 18 Uhr in den Räumen des ehemaligen Arbeitsamts Tempelhof der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wer sich von neuen und außergewöhnlichen Klangwelten inspirieren lassen möchte, findet hier mehr Informationen.  

designtransfer, Einsteinufer 43-53, 10707 Berlin

designtransfer

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