QIEZ-Kooperation: BUND Berlin

Tiergarten autofrei

Tiergarten autofrei
Die Straße des 17. Juni soll künftig an jedem Sommerwochenende, so der Vorschlag des BUND Landesverbands Berlin, Radfahrern und Fußgängern gehören.
Straße des 17. Juni - Mal wieder kein Durchkommen auf der Straße des 17. Juni? Warum diesen Zustand, der ohnehin zum regelmäßigen Los der Berliner Autofahrer gehört, nicht einfach zur schönen Tradition erheben und die Straßen im Tiergarten im Sommer jedes Wochenende für Radfahrer, Fußgänger und andere nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer reservieren? Unser neuer Kooperationspartner, der BUND Landesverband Berlin, erläutert dir hier seinen Vorschlag.

Viele Städte beneiden Berlin um seinen „Central Park“, den Tiergarten. Ähnlich wie sein New Yorker Pendant wird der Tiergarten leider von einigen Straßen zerschnitten und verlärmt. Es gibt allerdings einen gravierenden Unterschied: Im Central Park stehen die Straßen dem motorisierten Individualverkehr nur unter der Woche und zu bestimmten Zeiten zur Verfügung. Davon kann Berlin lernen!

Der BUND schlägt vor, die Straße des 17. Juni von Ostern bis zum 3. Oktober an den Wochenenden für Spaziergänger, Skater und Radfahrer zu reservieren. Die Bedenken, dies könne zu einem Verkehrschaos führen, sind unbegründet. Ob Straßenfest, Marathon oder Public Viewing bei der Fußball-WM – in den letzten Jahren gab es zahlreiche Veranstaltungen, für die der Tiergarten tagelang für den Autoverkehr gesperrt blieb. Wenn künftig zwischen Freitagabend und Montagmorgen regelmäßig kein Autoverkehr auf der Straße des 17. Juni stattfindet, können sich alle Verkehrsteilnehmer darauf einstellen und böse Überraschungen vermeiden.

Eine namenlose Verkehrsachse

Als vor Jahren der Tiergartentunnel geplant und gebaut wurde, hieß es, er solle den Tiergarten vom Durchgangsverkehr von Norden nach Süden und umgekehrt befreien. Was ist von diesem Versprechen geblieben? Einzig die Entlastungsstraße wurde geschlossen und ihre Trasse wie früher in einen Park umgestaltet. Weiter nördlich, zwischen Scheidemannstraße und Hauptbahnhof, schlängelt sich eine namenlose Straße an Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus vorbei. Auf ihr fährt ein Auto nach dem anderen.

Eine Verkehrszählung des BUND hat hier im April 2006 immer noch 14.000 Fahrzeuge täglich erfasst. Der Durchgangsverkehr hat somit gegenüber der tunnellosen Zeit um nicht einmal 40 Prozent abgenommen. Damit die 400 Millionen Baukosten für den Straßentunnel nicht völlig nutzlos vergraben worden sind, fordert der BUND, den Autoverkehr dort komplett unter die Erde zu leiten. Das geht ganz einfach: Der Senat muss die provisorische – besser gesagt: illegale – Straße schließen. Taxen und die Busse der Linie M85 könnten hier mit einer Sondergenehmigung fahren.

Dieser Text wurde uns zur Verfügung gestallt vom BUND Landesverband Berlin. Infos zu vielen anderen umweltpolitischen und infrastrukturellen Themen findest du auch auf www.bund-berlin.de.


Quelle: externe Quelle

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