Neu und kostenlos im Tierpark

"Tierisch abjefahrn", die neue Bimmelbahn

Die Freude ist riesig! Stolz präsentieren der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Bruckmann und Direktor Dr. Andreas Knieriem (rechts) ihre neue Bahn. Zur Foto-Galerie
Tierpark, Zoo und Aquarium in Berlin konnten im Jahr 2014 einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Da kommt die neue Tierparkbahn gerade recht. Sie kutschiert Besucher in Friedrichsfelde jetzt kostenlos zu vier Haltestellen. Aber es steht noch mehr Neues an.

Genau ein Jahr lang ist der neue Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem nun im Amt. Viel von seiner Energie ging im ersten Arbeitsjahr für Sand und andere Lästigkeiten drauf, sagt er, darum hätten sich einige Vorhaben verzögert. Jetzt kann es aber richtig losgehen mit der Entwicklung von Berlins beliebtesten Tiergehegen. Die erste große Neuerung hat am 1. April ihre Jungfernfahrt absolviert: die neue Elektrobahn, die Besucher ab sofort durch den Tierpark fährt.

Schöner als bei Disney!

Die hat insgesamt 56 quietschgelbe Sitzplätze, ist an kühlen Tagen innen beheizt und schützt ihre Passagiere auch durch Fenster vor schlechtem Wetter. Besonders schön ist die Bahn aber von außen: der Berliner Graffiti-Künstler Lars Oschatz hat sie mit Dschungelmotiven besprüht. Ihn hat Knieriem selbst ausgesucht und ist ganz begeistert: „Selbst Disney  macht nicht sowas Schönes!“. Außerdem finde man eine solche Elektrobahn, die übrigens emissionsfrei fährt, sonst nirgendwo, betont der Direktor.

Ab Ostern ist sie im Einsatz, fährt kostenlos vom Bärenschaufenster zum Spielplatz, über die Cafeteria bis zum Schloss Friedrichsfelde und wieder zurück zum Eingang. Etwa vier Kilometer ist die Tour lang und soll vor allem die Wege im Park für Besucher verkürzen. Aber natürlich ist die neue Bahn auch ein Erlebnis – Eddy Raschke, ein Bahnfahrer mir Berliner Schnauze, der vorher am Einlass gearbeitet hat, gibt nämlich über die Lautsprecher viel Wissenswertes aus seiner Lokomotive in die Waggons weiter.

Viel Bau und Abschied von einigen Tieren

Für weitere Veränderungen im Tierpark sollen bis 2016 neun Millionen Euro verbaut werden. Die fließen vor allem in die Erneuerung des Alfred-Brehm-Hauses, aber auch in Veränderungen des Spielplatzes, in neue Wegweiser und Lagepläne. Auch der Umbau des Eingangs Bärenschaufenster wird damit finanziert.

 

Ganze 13 Millionen werden noch in diesem Jahr im Zoo investiert. Nach den Sommerferien beginnt der Ausbau des Eingangs Löwentor. Außerdem wird es bald Shops und neue Lernstationen im Vogelhaus geben und die Haltungsbedingungen im Raubtierhaus sollen sich bessern. Dazu werden die Berliner sich allerdings von einigen Tieren verabschieden müssen. Manche werden nur für die Zeit des Umbaus weggegeben, andere gar nicht wiederkommen. Schließlich müssen die Flächen für artgerechte Haltung irgendwie geschaffen werden. Vor allem betreffe das Vögel, sagt Knieriem. Allerdings brauche es auch nicht drei verschiedene Tigerarten, wenn man stattdessen zwei unter besseren Bedingungen halten könnte.

Trotzdem ist Berlin in Sachen Artenvielfalt gut aufgestellt. Fast 25.000 Tiere leben schließlich noch in Zoo, Tierpark und Aquarium. Und für die interessierten sich im letzten Jahr so viele Besucher wie nie zuvor: 4,4 Millionen Menschen zogen sie insgesamt an, 1,2 Millionen davon haben im Tierpark Friedrichsfelde vorbeigeschaut. Mit der neuen Parkeisenbahn könnten es in diesem Jahr durchaus noch mehr werden.

Die neue Bahn ist übrigens nicht zu verwechseln mit der alten, orange-gelben Bahn eines Fremdunternehmes, die Besucher noch bis zum nächsten Jahr kostenpflichtig zu verschiedenen Haltestellen im Park fährt.

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Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, Am Tierpark 125, 10319 Berlin

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Tierpark Berlin-Friedrichsfelde

Der Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde ist der flächenmäßig größte Tiergarten Europas.

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