Waldzustandsbericht 2012

Berlins Bäume werden immer gesünder

Blick vom Mueggellturm in Berlin-Koepenick auf den Herbstwald am Mueggelsee im November.
Blick vom Mueggellturm in Berlin-Koepenick auf den Herbstwald am Mueggelsee im November.
Nach vielen Jahren endlich eine erfreuliche Nachricht zur Lage der Berliner Wäldern: Einem Bericht der Senatsverwaltung für Umwelt zufolge hat sich der Waldzustand in Berlin leicht verbessert.

Ein Drittel der Waldfläche in Berlin weist keine Schäden mehr auf, was einem Anstieg von 7 Prozent entspricht. Bei einem Viertel der Bäume wurden die Schadtsufen 2-4 nachgewiesen (3 Prozent weniger im Vergleich zu 2011). Senator Michael Müller sagt zu den Ergebnissen: „Es ist sehr erfreulich, dass der sich der Waldzustand im letzten Jahr verbessert hat. Wir werden unter anderem die Anstrengungen weiter verstärken, die Schadstoffe z.B. durch den Verkehr weiter zu senken. Denn wir brauchen ein ausgeglichenes Waldökosystem, nicht zuletzt auch, weil es helfen wird, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.“

Vor allem der Baumbestand der Kiefern erholt sich. Nur noch bei 12 Prozent der Laubbäume wurden deutliche Schäden nachgewiesen. 41 Prozent der Kiefern sind komplett gesund. Damit konnten die Folgen der Trockenjahre 2003 und 2006 nachweislich überwunden werden. Im Gegensatz dazu geht es den Eichen schlecht. Nur 4 Prozent des Baumbestands sind nicht geschädigt. Knapp 75 Prozent der Eichen weisen dagegen ein offensichtliches Schadensniveau auf und 38 Prozent der Eichen haben eine mittlere Kronenverlichtung.

Langfristige Verjüngung des Baumbestandes

18 Prozent der Fläche Berlins sind bewaldet. Die 16.000 Hektar Waldfläche, zu der unter anderem die Naturschutzgebiete Malchower Aue (Lichtenberg) und Pfaueninsel (Steglitz-Zehlendorf) gehören, sind essentielle Voraussetzung für eine nachhaltige Trinkwasserversorgung der Stadt. Laut Müller sei es, in Hinblick auf Klimawandel und Witterungsextreme, wichtig, die Einflussfaktoren für Waldbäume zu optimieren. Eine notwendige Maßnahme sei beispielsweise die Erhaltung der Humusvorräte. Diese sind wichtig für Speicherkapazität von Wasser und Nährstoffen.

Mitte dieses Jahres verabschiedete der Senat das Mischwaldprogramm im Rahmen des Projekts „Strategie Stadtlandschaft“ . Das Programm sieht die mittel- und langfristige Verjüngung von 50 Prozent der Waldfläche durch Laubbaumarten vor. Ein Referenzobjekt ist der Grunewald. Dort sollen bis 2017 100 Hektar Kiefernwald mit heimischen Laubbaumarten unterbaut und mit besonderen Erlebnisorten flankiert werden.

 

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Berlins Bäume werden immer gesünder, Hüttenweg, 14195 Berlin

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