Design-Hotel Michelberger in Friedrichshain

Nicht nur für Models und Musiker

Nicht nur für Models und Musiker
Hotelier Tom Michelberger
Als Unesco City of Design ist Berlin nicht nur das Zuhause von über 12.000 Designern und fast 7.000 Designfirmen, sondern auch von zahlreichen Designhotels. Und jedes Jahr kommen etliche neue dazu. Eines von der besonders coolen Sorte ist das Hotel Michelberger in Friedrichshain.

Das Michelberger ist ein innovatives Haus, das, wie Betreiber Tom Michelberger sagt, irgendwo zwischen Vier- Sterne-Plus, Mittelklasse und Familienbetrieb angesiedelt ist.

Im Eingangsbereich lockt eine gemütliche Sitzecke mit vielen Sofas, in einer Ecke steht ein kleiner Flügel. Dahinter gibt es einen Barbereich mit schwarz gefliestem Tresen und Holztischen. Hinter der Bar steht eine Holzhütte im Raum, auf deren anderer Seite die Rezeption ist. An einer unverputzten Wand hängen vier Kuckucksuhren. Doch der eigentliche Eingang für die Gäste befindet sich im Hof. Hier warten drei Hollywoodschaukeln darauf, Probe gesessen zu werden. Eine selbst gebaute Holzhütte, die als mobile Bar genutzt werden kann, bildet den Mittelpunkt des Hofes.

„Das Hotel soll von den Leuten leben, die es betreiben“, sagt Michelberger. Das fing bei der Konzeption und Gestaltung an und geht bis hin zur Vermarktung.

Die Zimmer

„Wenn Leute wenig Geld in der Tasche haben, werden sie sich dreimal überlegen, ob sie über 100 Euro ausgegeben oder sich ein günstigeres Hotel suchen, das sie atmosphärisch anspricht“, meint Michelberger. In seinem Hotel starten die Zimmerpreise bei 59 Euro.

Es gibt hier vor allem zwei Arten von Zimmern. Die kleineren mit einem 1,60 Meter breiten Bett sind für eine Person oder Pärchen gedacht. Die größeren sind mit einem Hochbett für zwei Personen und einem dritten Bett, das für eine dritte Person oder als Couch genutzt werden kann, ausgestattet. Insgesamt gibt es 119 Zimmer. Dabei können die Gäste wählen, ob sie den urbanen Blick auf die U-1-Endhaltestelle Warschauer Straße wollen oder auf den gemütlichen Innenhof oder doch lieber auf die Spree und die Mecedes-Benz-Arena.

Der Michelberger-Macher

Als 31-Jähriger mit ein paar Freunden ein Hotel zu eröffnen, ohne etwas mit Hotellerie am Hut zu haben, ist mutig. Tom Michelberger hat genau das 2009 in Friedrichshain getan. Er studierte in San Francisco Wirtschaftswissenschaften und war nach seinem USA-Aufenthalt in London, bevor er nach Berlin kam. Als irgendwann die Idee aufkam, ein Hotel aufzumachen, habe er gewusst, „das ist es“. Hotels gibt es schon seit Hunderten von Jahren. „Da fand ich es spannend, etwas, das es schon so lange gibt, mit einem neuen Twist zu versuchen.“

Bei seinen Mitarbeitern sind die Auswahlkriterien auch anders als in jedem anderen Hotel: „Es müssen ehrliche Leute sein, die selber viel Profil mitbringen, das färbt dann auch auf den Laden ab“, sagt der Chef. Einige hätten zwar einen Hotelhintergrund, „aber fast alle würde man in einem normalen Hotel nicht finden„. Was jedoch nicht heiße, dass Service nicht ganz oben stehen würde. „Die Hotelbasics, die man auch erwartet, werden ganz klar erfüllt“, also saubere Zimmer und Personal, das sich perfekt um die Gäste kümmert. Darüber hinaus dürfe sich aber jeder einbringen, wie er kann und möchte. „Dienst nach Vorschrift passt hier nicht rein.“


Quelle: Der Tagesspiegel

Michelberger Hotel, Warschauer Str. 39, 10243 Berlin

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