"Deutschland 83"

Alles neu bei Sonja Gerhardt

Alles neu bei Sonja Gerhardt
Sonja Gerhardt mit braunem Bob auf der Premiere zu "Deutschland 83" in Berlin. In der Serie ist sie noch blond. Zur Foto-Galerie
Zoologischer Garten - Sonja Gerhardt wurde auf der diesjährigen Berlinale als "Shootingstar von morgen" ausgezeichnet, spielte in der Erfolgskomödie "Türkisch für Anfänger" mit, startet mit der Serie "Deutschland 83" auch in den USA durch und ist einfach unglaublich sympathisch. Wir haben mit der Ur-Berlinerin über aktuelle Filmprojekte, Tanzen und Veränderungen gequatscht.

An diesem Julitag posiert die Schauspielerin Sonja Gerhardt erst im Berliner Zoo vor der Kamera, dann schlendert sie für ein Fan-Treffen eines Fruchtgummi-Herstellers gemütlich zur Monkey Bar. Nichts Neues für die Ur-Berlinerin. „Beim letzten Mal war aber besseres Wetter und wir konnten draußen auf der Terrasse sitzen. Vor allem abends ist es hier wirklich sehr schön.“

Erst chillen in Berlin, dann durchstarten in Hollywood?

Überhaupt kann man Sonja Gerhardt oft in der Stadt treffen. Mit Freunden und Kollegen chillt sie auch oft zu Hause, geht aber genauso gern mit ihnen auf Rock- oder Hip-Hop-Konzerte. Mit den jungen Schauspielern in Berlin sei das wie in einer kleinen Familie. „Klar, man kennt sich“, sagt Sonja, die schon mit Elyas M’Barek, Annette Frier oder Patrick Mölleken vor der Kamera stand.

Die würde Sonja aber zurücklassen: „Wenn ich die Chance bekomme, in den USA zu drehen, dann würde ich das auf jeden Fall machen!“, erzählt sie. Unwahrscheinlich ist das nicht. Schließlich spielt Sonja eine Hauptrolle in „Deutschland 83“. Hierzulande läuft die RTL-Serie am 26. November an. In den USA ist sie schon jetzt ein großer Erfolg, wurde beim Festival Séries Mania zur „besten Serie der Welt“ gewählt und wird bald in Frankreich und Skandinavien gezeigt.

Ein Tanz durch die Vergangenheit

In der Geschichte über einen DDR-Spitzel in West-Berlin spielt die 26-Jährige eine parteitreue Lehrerin. Auch in ihrem letzten Kinofilm „Dessau Dancers“ verkörperte die West-Berlinerin ein Mädchen aus dem Osten. Zufall? Ja.

„Aber ich finde es spannend, nachzuempfinden, wie man früher gelebt hat! Ich meine, in ‚Deutschland 83‘ ist mein Filmcharakter so alt wie meine Eltern damals“, sagt Sonja. Die hätten ihr auch bei der Filmvorbereitung geholfen. Zum Beispiel mit Geschichten übers Tanzengehen: „Damals, da hieß es ja noch nicht Club, sondern ‚Disko'“, lacht Sonja. „Erst wenn der Blues gespielt wurde, haben die Jungs die Mädels zum Tanzen aufgefordert. Das war früher so üblich, meiner Generation ist das völlig fremd.“

Weg vom Klischee der süßen Blonden

Auch für ihr letztes Filmprojekt „Ku’damm 56“ tanzt die Berlinerin in der Vergangenheit. Im Sommer hat sie Walzer und Foxtrott gelernt und immer wieder Rock’n’Roll. Das ganze Anfassen und Herumwirbeln habe ihr zwar viele blaue Flecke beschert, Spaß gemacht habe das Training aber trotzdem: „Das ist eine ganz neue Erfahrung, weil ich früher nur Ballett und Jazzdance getanzt habe. Und auch noch nie mit einem Tanzpartner.“Für die neue Rolle hat Sonja Gerhardt sich auch äußerlich verändert. Die blonde Mähne ist ab, die Haare sind jetzt dunkler und schulterlang. Tränen beim Friseur gab es aber nicht. „Das war natürlich aufregend!“, gesteht sie. „Aber mir hat die neue Frisur gleich gefallen.“ Und der neue Look hat auch einen positiven Nebeneffekt: „Manchmal habe ich das Gefühl, dass blonde Frauen weniger ernst genommen werden. Seitdem ich dunkle Haare habe, ist das anders. Selbst meine beste Freundin meinte lustigerweise zu mir, dass sie mich jetzt ernster nimmt!“ Ob Sonja Gerhardt darum beim neuen Haarschnitt bleibt? Wir werden die Schauspielerin auf jeden Fall im Auge behalten!

Ku'Damm56: Emilia Schüle,Sonja Gerhardt,Claudia Michelsen,Maria Ehrich (v.l.) ©obs/ZDF/Stefan Erhard

Foto Galerie

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