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Die Berlinische Galerie

Die Berlinische Galerie
Die Berlinische Galerie in Kreuzberg von außen.
Kreuzberg - In einem futuristischen Gebäude in der Alten Jakobstraße befindet sich die Berlinische Galerie, ein Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, das 1975 als privater Verein gegründet wurde und zu den jüngsten Museen der Stadt zählt.

Die Ausrichtung der Berlinischen Galerie in Kreuzberg besteht seit ihren Anfängen darin, in Berlin entstandene Kunst zu sammeln, zu archivieren und auszustellen sowie ihre internationale Reputation zu fördern. Zunächst in einem Charlottenburger Büro untergebracht, zogen die Betreiber innerhalb von 29 Jahren durch verschiedene Stadtteile und waren unter anderem im Landwehr-Casino und Martin-Gropius-Bau ansässig. 2004 übersiedelte die Galerie schließlich in eine Industriehalle in der Nähe des Jüdischen Museums, die von dem Architekten Jörg Fricke neu gestaltet und umgebaut wurde. Fricke konzentrierte sich auf maximale Raumausnutzung und optimale Funktionalität, was ein Nebeneinander von klassischen Formaten und raumgreifenden Installationen ermöglichen sollte. Eine Zwischendecke strukturiert den Ausstellungsbereich in zwei Bereiche, die Höhe der einzelnen Räume variiert zwischen 3,50 und 10 Metern. Rund um das Gebäude befindet sich ein Skulpturenpark.

Die Sammlung

Die Dauerausstellung der Berlinischen Galerie setzt sich aus Werken mehrerer Strömungen – vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, von Preußen bis zur Bundesrepublik – zusammen und zeigt Exponate, die allesamt bürgerlichen Kunstsammlungen entstammen. In ihren Anfangsjahren konzentrierte sich die Galerie auf den Erwerb von Stücken aus dem Bereich Malerei und Skulptur, in der Folgezeit kamen fotografische und architektonische Exponate hinzu. Die bedeutendsten Werke sind im Obergeschoss des Gebäudes untergebracht und zählen zu großen Teilen zu den deutschen Stilen Dada und Neue Sachlichkeit sowie zur osteuropäischen Avantgarde. Darüber hinaus besitzt das Kunsthaus Stücke der Berliner Secession um Max Liebermann, Gemälde des Expressionismus, unter anderem von Otto Dix und George Grosz, und Kunst des geteilten und wiedervereinigten Berlins. Laut den Kuratoren ist die exklusive Ausrichtung auf Berlin und Umgebung nicht als Beschränkung, sondern Fokussierung zu verstehen.

Sanierung und Wiedereröffnung

Seit 1. Juli 2014 ist die Berlinische Galerie vorübergehend geschlossen. Anlässlich des 40. Geburtstags der Kunstsammlung soll das Haus im Frühjahr 2015 in neuem Glanz erstrahlen, zusätzliche Elemente sind vorgesehen, innovative Ausstellungen geplant. Das museumseigene Atelier „Bunter Jakob“ hingegen wird auch während der Schließung Kurse für Kinder und Jugendliche veranstalten, und ihnen die Möglichkeit bieten, Kunst im urbanen Raum zu erleben und mitzugestalten.

Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Photographie u. Architektur, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin

Telefon 030 78902600
Fax 030 78902701

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Mittwoch bis Montag von 10:00 bis 18:00 Uhr

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