Brotfabrik in Weißensee

Kulturelle Häppchen

Kulturelle Häppchen
Im sogenannten Roten Salon in der Brotfabrik treffen sich Literaturinteressierte zu Lesungen.
Kunst gehört zum Leben wie unser täglich Brot. Unter diesem Leitmotiv vereinigt die einstige Brotfabrik in Weißensee ein Kunstzentrum mit Galerie und Bühne sowie Kino und Kneipe unter ihrem Dach.

Als der Bäckermeister Michael Kohler 1890 seine “Erste Zerpenschleuser Landbrotbäckerei“ eröffnete, wollte er eigentlich nur kleine Brötchen backen. Heute ist die Brotfabrik Weißensee ein Treffpunkt für Cineasten, Biergenießer und Theaterfreunde. 1986 öffnete das Kunst- und Kulturzentrum in Weißensee seine Pforten. Seitdem bekommen hier Feinschmecker kulturelle Köstlichkeiten statt Brot und Kuchen aufgetischt. Die erste Institution, die in dem Gebäude Räumlichkeiten bezog, war der künstlerisch geprägte Jugendclub “An der Weißenseer Spitze“. Das Motto “Kunst ist Lebensmittel“ schlägt sich im gesamten Konzept des Kulturzentrums am Caligariplatz nieder.

Die ehemalige Bäckerei hat eine wechselhafte Geschichte. Von der Seltersfabrik und einem Berufsbekleidungsgeschäft über ein Großküchenlager hin zum Süßwarenladen – nach der Schließung der Brotfabrik nach der Flucht des letzten Bäckers nach Westberlin wurde das Gebäude vielfältig genutzt. In der einstigen Fabrik ist heute eine Galerie untergebracht. Nebenan befinden sich ein Kinosaal, eine Kneipe und eine Bühne. Seit Juli 2001 betreibt der Verein “Glashaus. Verein der Nutzer der Brotfabrik e. V.“ das Kulturzentrum.

Zeitgenössische Kunst und prämiertes Kinoprogramm

Über die Kinoleinwand flimmern Filme fernab großer Hollywood-Produktionen. Werke nationaler und internationaler Künstler wie auch thematische Filmreihen bereichern das mehrfach prämierte Programm. Im Vordergrund steht die Förderung junger, aufstrebender Filmemacher. Experimentelle Werke werden ebenso ausgestrahlt. In der Galerie stellt der Betreiberverein neben Fotografien Videos und wechselnde Installationen aus. Einheimische, aber auch junge ost- und mitteleuropäische Fotokünstler bekommen hier eine Plattform für ihre Werke.

Herzstück des lebendigen Treffpunkts für Künstler und Kunstinteressierte ist die kleine Bühne. Rund 50 Personen bietet der Zuschauerraum Platz. Bereits traditionell treten hier seit 1988 regelmäßig freie Theatergruppen auf. Bevorzugt spielen sie von Mittwoch bis Sonntag. Ganz im Retrostil eingerichtet ist die dazugehörige Kneipe mit dem sogenannten Roten Salon, in dem Lesungen und Versammlungen stattfinden. Unterschiedliche Projekte, zum Beispiel PC-Kurse für Senioren, Festivals oder Tanz-Workshops erweitern die Palette des kulturellen Angebots.


Quelle: kompakt

Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

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