Berliner Frauenkonferenz

Was Frauen wollen

Was Frauen wollen
Typisch Frau? Das Logo kommt ziemlich rosa daher.
Eine Frauenkonferenz hat Berlin noch gefehlt. Deshalb hat die Netzwerkerin Simone Hornung sie ins Leben gerufen. Das Event mit zahlreichen Workshops und Veranstaltungen findet vom 13. bis zum 16. September statt - und ist nicht nur was für eingefleischte Feministinnen.

In unserer Stadt kommen so einige zum Konferieren zusammen: Bundestagsabgeordnete, IT-Experten oder die Pornoindustrie. Nun tun das auch einfach die Frauen. Bei einer viertägigen Veranstaltung, die speziell auf die Bedürfnisse des weiblichen Geschlechts abgestimmt ist, der Berliner Frauenkonferenz. Initiatorin Simone Hornung erklärt: „Im Grunde ist es einfach ein größeres Netzwerktreffen mit jeder Menge Workshops, Einzelveranstaltungen sowie Kunst und Kultur mit dem Fokus darauf, Angebote für Frauen vorzustellen. Alle Veranstalter haben etwas im Gepäck, das für Frauen gut ist, ob ein Kleidungsstück, Kundalini Yoga oder ein Workshop zum Thema Internetmarketing. Das Programm ist dabei Querbeet.“

Allerdings sind die Schwerpunkte klar gesetzt: ein Drittel betrifft die Körperarbeit, ein Drittel die Metaphysik und ein Drittel Business. Die Komponente Kunst und Kultur kommt in allen Bereichen hinzu. Vorträge für 250 Leute gehören dazu genauso wie große Workshops für 50 bis 70 Teilnehmer, aber auch Einzelangebote wie Massagen oder Klangbild malen, die von den Anbietern deutlich günstiger als in ihrer Praxis geleistet werden. Ein Schauplatz des Geschehens ist der RAW-Tempel mit seinem rauen Fabrikcharme. „In der Anlage können die Frauen so richtig auf die Pauke hauen und ihre Frauenpower ausleben“, freut sich Hornung. Als zweiter Veranstaltungsort, nur rund einen Kilometer entfernt auf der anderen Seite der S-Bahn-Gleise, dient die Zwingli-Kirche mit ihrem ganz anderen, erhabenen Flair.

Frauen als starkes Geschlecht

Zum doch sehr feministischen Motto „Was Frauen stärkt, stärkt die Gesellschaft! Frauen machen stark“ erklärt die Macherin: „Frauen tragen in unserer Gesellschaft ja immer noch mehr auf ihren Schultern als Männer, das muss man mal so sagen. Sie sind letzten Endes meist die Entscheidungsträger, ob im Beruf oder in der Familie. Und eine Frau mit all ihren Fähigkeiten und Informationen kann andere und somit die Gesellschaft stärken.“ Auch bei der Vorbereitung dieser Konferenz, die rund drei Monate Arbeit bedeutete, sei ihr aufgefallen, dass der Gemeinschaftsgedanke unter Frauen längst schon da sei. „Dieser ‚Ich bin immer für dich da, egal wann du mich brauchst‘-Spirit ist schon auch typisch Frau“, findet Hornung.

Was sich nach einem Hausverbot für Männer anhört, ist tatsächlich gar nicht so streng nur auf die weibliche Klientel gepolt. Insgesamt hält das Programm drei Angebote bereit, die ausschließlich für Frauen gedacht sind. Der Rest nimmt durchaus auch männliche Teilnehmer in Kauf – wenngleich die sicherlich in der Unterzahl sein dürften. Bisher haben sich rund 1000 Teilnehmer angemeldet.

Das Projekt mit Festivalcharakter ist keineswegs als einmaliges Event gedacht, es soll vielmehr weitere größere Veranstaltungen nach sich ziehen. So sind bereits in der Vorbereitungsphase einige interessante Workshops entstanden, wie beispielsweise die Akademietage zum Thema Geld im Oktober oder die Messe für gesunde Weihnachtsgeschenke im November – natürlich auch für Frauen gedacht.

Berliner Frauenkonferenz, 13. bis 16. September, Tagestickets ab 39 Euro, Konferenzticket für alle vier Tage für 120 Euro, kein Ticket erforderlich für den Markt für Gesundheit, Schönheit und Kreativität, der von Freitag bis Sonntag ganztags stattfindet sowie das tägliche Frauenfrühstück von 8 bis 10 Uhr

RAW-Tempel (geschlossen), Revaler Str. 99, 10245 Berlin

Weitere Artikel zum Thema

Kultur + Events
Interesse an der Alten Börse?
Brauhaus, Club, Räume für Events – viel wurde auf dem Gelände neben den Bahngleisen in […]
Kultur + Events | Essen + Trinken
Spreespeicher: Dein perfektes Event am Wasser
Der Spreespeicher in Friedrichshain ist eine Eventlocation der besonderen Art. Mit Blick auf die Oberbaumbrücke […]