Die Halbinsel Stralau in Friedrichshain

Weißer Sport an der Spree

Die Halbinsel Stralau: Im Jahr 2000 wurde sie als olympisches Dorf präsentiert.
Die Halbinsel Stralau: Im Jahr 2000 wurde sie als olympisches Dorf präsentiert.
Die Halbinsel Stralau wurde bei den olympischen Spielen im Jahr 2000 als Olympisches Dorf präsentiert. Dabei war sie im Laufe der Zeit nicht nur Austragungsort ehrenvoller Wettkämpfe, sondern auch so mancher Orgie.

Die Halbinsel Stralau liegt zwischen den S-Bahnstationen „Ostkreuz“ und „Treptower Park“. Sie gilt als die Wiege des deutschen Segelsports. Denn bereits 1813 war die Halbinsel Stralau Treffpunkt für Freunde der Segelfahrt. Damals hieß die „Gesellschaft zur Förderung sportlichen Segelns“ ihre Mitglieder erstmals hier willkommen. Dieser sportliche Aspekt gab bei der Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele 2000 den Ausschlag, die Halbinsel Stralau als olympisches Dorf zu präsentieren.

Ein schiefer Turm und wilde Feste

Mittlerweile ist die Landzunge zwischen Spree und Rummelsburger See nicht mehr nur als Treffpunkt für Wassersportler attraktiv, sondern hat sich zu einem beliebten Wohnort gemausert. Moderne Townhouses aus Ziegeln mit Blick auf das Wasser ziehen immer mehr junge Familien auf die Halbinsel Stralau. Neben dem fantastischen Ausblick auf das Wasser überzeugt die Halbinsel Stralau mit der Nähe zum Treptower Park und der kurzen Distanz zum jungen Friedrichshainer Kiez rund um den Boxhagener Platz mit all seinen Angeboten.

Besonders bemerkenswert ist die Dorfkirche Stralau. Dank ihrer um fünf Grad geneigten Spitze eilt ihr der Ruf als „schiefer Turm von Berlin“ voraus. In früheren Zeiten war die Halbinsel der Schauplatz des berühmten “Stralauer Fischzugs“. Nach der Schonzeit der Fische wurde die Saison mit dem Anfischen am 24. August, dem Bartholomäustag, groß gefeiert. Bis zu 70.000 Besucher waren bei dem Fest anwesend. Die Fischer mussten ihre ersten Fänge an die Kirche abgeben, allerdings wurden sie dafür mit Bier und einem einfachen Essen belohnt. Der Alkoholkonsum führte im Laufe des Tages meist zu wilden Schlägereien und nicht jugendfreien Orgien. Das Fest wurde daraufhin verboten.

 


Quelle: kompakt

Weißer Sport an der Spree, Stralau, 10245 Berlin

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