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Zu Besuch in der Kunstkaserne

Ein Flur wird zur Galerie: Die Kunstkaserne in Adlershof.
Ein Flur wird zur Galerie: Die Kunstkaserne in Adlershof.
Das ehemalige Tacheles in der Oranienburger Straße hat ein Vakuum in Berlin hinterlassen. Dabei gibt es natürlich viele andere Orte in Berlin, an denen sich Künstler zusammen finden und kreativ sein können. Einen Ort davon möchten wir heute vorstellen, es ist die Kunstkaserne Berlin (KKB), die sich in Johannisthal-Adlershof befindet. Wir waren vor Ort und haben uns mal umgesehen und Interviews geführt.

In den Anfangstagen dieses Gebäudes vor 80 Jahren war die Wehrmacht zu Hause, später die Rote Armee, dann die Staatssicherheit. Nach der Wende war es dann für einige Jahre ein Niederlassungsort der Telekom. Nun ist an diesem Ort die “Kunstkaserne Berlin” zu Hause, gegründet von Juliana da Costa José. Die Mittdreißigerin stammt aus München, hat Kommunikationsdesign studiert und lebt seit 2000 in Berlin.

Auf der Suche nach einem Atelier und einer neuen künstlerischen Schaffensörtlichkeit stellte sie schnell fest: “In Berlin sind Ateliers Mangelware. Fast alle Angebote sind überteuert, befinden sich in ungeeigneten Räumen oder werden nicht an Berufsanfänger mit ungesichertem Einkommen vermietet”. Nach einer Weile fand sie den geeigneten Ort am Rand des früheren Flugplatzes Johannisthal in Berlin-Adlershof.

Mittlerweile sind über 80 internationale Künstler vor Ort. Die ehemalige Kaserne bietet Arbeitsraum, Veranstaltungs- und Austauschmöglichkeiten für Künstler und Kreative verschiedener Genres. Zudem schätzen viele Mieter die örtliche Nähe zum neuen Kunst-Hotspot Neukölln.

Treffpunkt der kreativen Szene

In der Kunstkaserne sind Menschen aus allen künstlerischen Bereichen anzutreffen und die das Angebot der Kunstkaserne gerne angekommen haben. Stellvertretend seien hier Maja Linke und die Band Waldmeister ist Retro (WIR) genannt, siehe auch Bildergalerie. Maja Linke ist eine freischaffende Künstlerin und schätzt die Räumlichkeiten, sowie die Möglichkeit sich auszutauschen aber auch die Möglichkeit einfach die Tür zuzumachen, um allein zu sein für mögliche kreative Schöpfungen. In den letzten Jahren hat sie sich viel mit der künstlerischen Forschung auseinandergesetzt. Dies spiegelt sich in Ihren Zeichnungen wieder.

WIR ist eine junge drei Personen umfassende Band aus Berlin, welche seit einem Jahr aktiv ist. Die Band hat sich dem deutschen Rock verschrieben, ähnlich die deutsche Band Madsen. Schwerpunkte sind sozialkritische Texte, halt der Umgang mit dem alltäglichen Leben und den lieben Mitmenschen. Circa drei mal in der Woche versuchen die Bandmitglieder sich – neben ihren regulären Berufen – in der Kunstkaserne zu treffen.

Wir wünschen Allen Künstlern viel Erfolg im weiteren Werdegang. Wir werden in den nächsten Monaten nochmal vorbei schauen, was sich dort so alles getan hat. Mehr Infos zur Kunstkaserne gibt es auf www.kunstkaserne-berlin.com.

 

Dieser Text wurde uns zur Verfügung gestellt vom Blog@inBerlin (Autor des Artikels: Waldnase), dem Blog für Geschichte/ Kultur und Freizeit in Berlin.


Quelle: Blog@inBerlin

Kunstkaserne Berlin, Groß-Berliner Damm 80, 12487 Berlin

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