Feinkost in Prenzlauer Berg

Alles, was das Alpenherz begehrt

Alles, was das Alpenherz begehrt
Bernd Meier kredenzt in seiner Meierei frischen Apfelstrudel.
Vorne die Ostsee und hinten die Friedrichstraße, lang ist’s her. Heute träumen die Berliner von anderen Dingen: vorne die Berge und hinten der Prenzlauer Berg. Die Großstadt von heute soll kreativ, dynamisch und deftig sein. So wie die Meierei in der Kollwitzstraße.

Das charmante Laden-Café liegt an einem echten kleinen Hügel. Milch wird hier nicht gemolken, dafür aber aufgeschäumt. Zum Milchkaffee gibt es den besten Apfelstrudel der Stadt – sagen die Jungs aus Berlins prominentesten Architektenbüro Graft. Recht haben sie: Der Strudel ist innen so fruchtig und außen so knusprig wie er sein soll. Das Stück ist so riesig, dass drei Berliner satt werden davon. Der Kuchen zählt zu den Rennern in der Meierei, so wie der warme Hirsebrei.

2006 haben Florian Niedermeier und Bernd Maier den Alpenländischen Laden eröffnet. Der Gartenbauarchitekt und der Kulturwissenschaftler hatten schon lange von einem gemeinsamen Projekt geträumt. Mit der Meierei besänftigen sie auch ihr eigenes Heimweh nach Augsburg, das sie trotz aller Begeisterung für Berlin nie verlassen hat. „Die Berge kann man nicht herholen“, sagt Niedermeier. Käse und Wurst schon.

Schlichte Küche vor Ort zubereitet

In der Meierei gibt es von morgens bis abends, was das Alpenherz begehrt: Marillenmarmelade von Staud’s und Rindersaftbraten vom Biometzger im Bregenzer Wald, Leberkässemmeln und Almdudler, Unertl Weißbier aus Oberbayern und Gruyère vom kleinen Käsemeister aus der Schweiz, Engadiner Nusstorte, Allgäuer Fassbutter… Was sie anbieten, vieles in Bioqualität, bestellen die beiden nicht einfach im Internet, sie besuchen ihre Produzenten vor Ort. Dazu gibt’s schlichte gute Küche, die Rinderbrühe für die Frittatensuppe, das Ochsengulasch mit Serviettenknödel, alles vor Ort zubereitet.

Das Konzept ist neu, der Laden alt. Als die Freunde mit den Malerarbeitenanfingen, kamen plötzlich Bergwiesen mit Kühen zum Vorschein. Die alpenländische Wandmalerei stammt noch von Louis Davidsons Käseladen, der hier vor 100 Jahren war. Zum Laden-Café gehört außerdem ein ebenso charmanter Garten im Hinterhof, dort kann man sich ganz in Ruhe den alpenländischen Genüssen hingeben, den kulinarischen wie den journalistischen: „Standard“, „NZZ“, „SZ“ und „Alpin – Das Bergmagazin“ stehen zur Lektüre bereit. 


Quelle: Der Tagesspiegel

Meierei, Kollwitzstraße, 10405 Berlin

Telefon 030 92129573

Webseite öffnen
E-Mail schreiben


Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr
Samstag von 9 bis 18 Uhr
Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Meierei

Bernd Meier kredenzt in seiner Meierei frischen Apfelstrudel.

Weitere Artikel zum Thema

Cafés | Essen + Trinken
Top 10: Eis in Friedrichshain
Über einen Mangel an Eisdielen können wir uns in Friedrichshain wirklich nicht beklagen. Wir haben […]
Cafés | Essen + Trinken
Top 10: Cafés mit tollem Ausblick
Ob für ein romantisches Date oder um deinen Berlin-Besuch zu beeindrucken: Hier sind ein paar […]