Die Oderberger Straße in Prenzlauer Berg

Bald mit Schwimmbad

Das Stadtbad in der Oderberger Straße wird nun saniert.
Das Stadtbad in der Oderberger Straße wird nun saniert.
In einigen Jahren wird, wenn alles klappt, die Oderberger Straße in Prenzlauer Berg die Kiezbewohner scharenweise anziehen. Das dortige Stadtbad wurde verkauft. Das Schwimmbecken soll komplett saniert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden.

Im Dezember 2011 unterzeichneten die Inhaber der GLS-Sprachenschule den Kaufvertrag mit der bisherigen Eigentümerin des Stadtbads, der Stiftung Denkmalschutz. In den vergangen Jahren wurde das marode Bad nur noch als Veranstaltungsort genutzt. Bis spätestens 2015 soll es nun denkmalgerecht saniert sein. Die Berliner sollen dann wieder in dem 25 Meter langen Becken schwimmen können. Im Haupthaus und in den Seitengebäuden des Bades wollen die Käufer zehn Unterrichtsräume und 70 Hotelzimmer bauen. So vergrößert die GLS ihren Campus, in der benachbarten Kastanienallee 82 ist sie bereits mit Sprachschule, Hotelgebäuden und Restaurant ansässig. „Das wird ein Anliegerbad, keine Wellnessoase“, stellte GLS-Chefin Barbara Jaeschke klar.

Der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Jens-Holger Kirchner (Grüne) und der Bezirksverordnete Roland Schröder (SPD) waren mit der Entscheidung zufrieden. „Solch ein Ort kann Prenzlauer Berg helfen, bevor er langweilig wird“, so Kirchner.

Bezirksverordnetenversammlung befürwortete kiezorientiertes Konzept des Käufers

Jahrelange Verhandlungen gehen dem Kauf voraus. Die Stiftung wollte eigentlich an einen Investor verkaufen, der eine Wellnesslandschaft plante. Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow hingegen hatte sich für das Konzept der GLS ausgesprochen, weil es mehr am Kiez orientiert sei und den Schwimmbetrieb gewährleiste. Wenn die die Stiftung nicht bis zum Jahresende verkauft hätte, so heißt es, wäre das Gebäude an den Liegenschaftsfonds als vorhergehenden Eigentümer zurückgegangen. Dann hätte man es neu ausschreiben müssen.

Das Bad wurde nicht saniert, obwohl das damals vertraglich vereinbart wurde. Weil die Stiftung nicht in das Gebäude investiert habe, wollte Jaeschke auch nicht den geforderten Preis in Höhe von 500.000 Euro bezahlen. Die Stiftung hatte damals 100.000 Euro bezahlt. Über den tatsächlichen Preis schwiegen sich die Beteiligten aus, allerdings dürfte er unter der geforderten Summe liegen.

Das Bad soll weiterhin für Veranstaltungen nutzbar sein

Die GLS will insgesamt zwölf Millionen Euro in das Objekt investieren. Neu entstehen sollen eine Tiefgarage mit bis zu 40 Stellplätzen, ein oder zwei Blockheizkraftwerke und eine Solaranlage. Geplant ist, dass das Schwimmbecken komplett erhalten wird. Das Bad soll für die Öffentlichkeit mindestens fünf Tage in der Woche geöffnet sein, die Eintrittspreise sollen sich an denen der Bäderbetriebe orientieren.

In Abstimmung mit dem Denkmalschutz soll in einem Jahr der Bau beginnen. Dabei will die GLS so viel alte Bausubstanz wie möglich erhalten, beispielsweise alte Wannenbäder und die Fassade. Für Veranstaltungen soll das Bad weiterhin nutzbar sein. Bevor die Arbeiter ans Werk gehen können, müssen allerdings noch drei Mieter ausziehen, die in dem Komplex wohnen.


Quelle: Der Tagesspiegel

Bald mit Schwimmbad, Oderberger Str. 57-59, 10435 Berlin

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