Youtube-Serie German-ness

Mal ins wahre Berlin klicken

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Moderatorin Claire Oelkers reist auf der Suche nach skurrilen Geschichten durch Deutschland. Auch in Berlin ist sie deswegen unterwegs.
Seit einigen Monaten gibt es die Web-Show German-ness, die seit dem Jahresanfang Skurriles und Außergewöhnliches aus Deutschland zeigen möchte. So weit, so unspektakulär, schließlich haben wir schon viele ähnliche Shows gesehen. Die mittlerweile acht Berlin-Folgen der Show sind aber durchaus einen Klick wert. Wir sagen euch, warum.

Claire Oelkes war Moderatorin bei MTV und Frontfrau der Band Karpatenhund, jetzt reist sie für die Serie „German-ness“ durch Deutschland, um zu zeigen, dass es hier mehr gibt als Bier, Bratwurst und Pünktlichkeit. Gut, das wussten wir eh schon. Trotzdem haben wir uns die etwa achtminütigen Clips der Show, in denen es nach der ersten Station Hamburg nun erstmal um Berlin geht, genauestens angesehen. War das ein Spaß!

In jeder Folge trifft sich die Moderatorin mit mehr oder weniger berühmten Persönlichkeiten und lässt sich von ihnen ins Stadtleben einführen. Wo arbeiten sie, wo hängen sie ab, was ist los in ihrem Kiez und was denken sie eigentlich über Berlin? Das sind einige der Fragen, um die sich in dem Format alles dreht. Natürlich sind die Hauptstadt-Protagonisten oft im Friedrichshain unterwegs, englische Stimmen geben an der Warschauer Brücke Einschätzungen zur Lage der Hauptstadt ab und mit dem Morning Glory findet sich ein Pre-Work-Event, nach dem wohl kaum jemand zur Arbeit geht. Der Zuschauer bekommt aber auch Einblicke in Seitenstraßen und Randbezirke. Mit Paule von Lexy & K-Paul geht es zum Sport beim SV Sparta Lichtenberg, mit Rummelsnuff zum Baden in die Müggelspree, Oliver Rath stellt ein Künstler-Kollektiv an der Landsberger Allee vor und Miss Platnum nimmt Claire mit zum Autozertrümmern ins brandenburgische Biesenthal. Und auch weniger bekannte Persönlichkeiten wie ein Pärchen mit Ballon-Fetisch und ein hasenkostümierter Organisator von besonderen Burlesque-Shows kommen zu Wort.

Es geht um Berlin und seine Typen

Das Schöne an der Sendung ist, dass es tatsächlich um die Stadtbewohner geht. Claire macht vom Fußballtraining über Actionpainting bis hin zum Segwayfahren alles mit, gibt sich aber nie als Expertin aus und ist nicht zu cool um zuzugeben, dass sie sich nur mit Neoprenanzug in die kalte Müggelspree traut. Neben ihren Interviewpartnern tritt sie sympathisch in den Hintergrund. Und auch die Menschen, die am Rande der Geschichten vorkommen, werden nicht aus dem Bild verbannt, sondern die Betreiber der Marzahner Bierbrauerei und der Typ vom Segway-Verleih tragen dazu bei, ein authentisches Bild von der Hauptstadt zu malen.

 

Dadurch kann man beim Anschauen auch als Berliner Orte entdecken, die man bisher nicht auf dem Schirm hatte und dabei ein Stück Normalität in der kreativen Szene kennenlernen, die sich sonst oft hinter einer skurrilen Fassade versteckt. Dass die Serie von einem Online-Reisebüro mit amerikanischen Wurzeln gesponsert wird, kann man da ruhig mal vergessen.

Wir sind gespannt, wie viel es hier für Claire noch zu entdecken gibt und warten auf weitere Berliner Kiezspaziergänge, bevor German-ness sich anderen deutschen Städten zuwendet. Den Trailer zur Sendung siehst du hier:

Neue Heimat, Revaler Straße 99, 10245 Berlin
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