Interview

Stark im Recht

Stark im Recht
Andrea Klette (links) und Änne Ollmann in ihrer Kanzlei.
Seit vier Jahren betreiben die Anwältinnen Andrea Klette und Änne Ollmann ihre Bürogemeinschaft in der Bergmannstraße. Hier beraten sie nicht nur zu Fragen des Miet- oder Verkehrsrechts - auch für Opferschutzverbände sind die Rechtsspezialistinnen aktiv.

Frau Klette, Frau Ollmann, bei Gründung Ihrer erfolgreichen Bürogemeinschaft vor vier Jahren haben Sie die Bergmannstraße als Standort gewählt. Warum?

A.K.: „Hier grenzen Tempelhof, Schöneberg und Kreuzberg aneinander. Das ist perfekt für unsere Mandanten.“

Ä.O.: „Erreichbarkeit ist heutzutage einfach ein Faktor. Unsere Mandanten profitieren von der guten U-Bahn-Verbindung und sparen sich den Stress der Parkplatzsuche.“

Sie verfügen als Anwältinnen beide über langjährige Berufserfahrung, vor allem in den Rechtsgebieten Familienrecht, Miet- und Arbeitsrecht, Betreuungsrecht und in der Interessenvertretung für Verletzte von Straftaten. Der gemeinsame Austausch hat sich so bewährt, dass Sie einen neuen Kollegen in der Kanzlei haben, nicht wahr?

A.K.: „Richtig. Herr Thilo Schmidt, der u. a. im Jugend- und Wirtschaftsstrafrecht tätig ist, verstärkt unser Team als Strafverteidiger.“

Frau Klette, Sie arbeiten im Bereich des Arbeits- und Sozial- sowie des Verkehrsrechts. Außerdem vertreten Sie Mieter bei Rechtsstreitigkeiten. Worum geht es denn da besonders häufig?

A.K.: „Ein Dauerbrenner sind Klauseln in Mietverträgen, die Schönheitsreparaturen regeln. Etliche Formulierungen wurden für unwirksam erklärt. Da geht es oft um Details, denn es ist ja ein Unterschied, ob etwas „spätestens“ oder „regelmäßig“ passieren soll. Hier besteht großer Beratungsbedarf wie auch in unserem gemeinsamen Tätigkeitsfeld, dem Familienrecht. Es gibt zahlreiche neue Regelungen zum
Sorgerecht und zu Kindschaftsfragen.“

Ä.O.: „Auch als Dozentin für Betreuungsrecht und Patientenverfügungen erlebe ich die Verunsicherung der Menschen. Wurden selbst verfasste Verfügungen früher als Richtlinie in der Behandlung berücksichtigt, sind sie neuerdings fest verbindlich. Man muss daher auch vorformulierte Dokumente ganz genau anschauen!“

In Ihrer Kanzlei werden vor allem Opfer von Straftaten beraten und vertreten. Sie beraten für den Berliner Mieterverein, unterstützen Opferschutzorganisationen, arbeiten mit der Prozessbegleitung „Ahgata“ und vieles mehr. Woher nehmen Sie die Energie für all das?

Ä.O.: „Die ziehen wir aus der Arbeit selbst. Das Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen und jenen zu helfen, die sich vielleicht nicht selber helfen können, ist ungeheuer wertvoll. Uns macht unsere Arbeit einfach viel Freude.“


Quelle: kompakt

Klette, Andrea, Bergmannstraße 103, 10961 Berlin

Klette, Andrea

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