Lyriker Rainer Malkowski

Die Welt in Versen

Die Welt in Versen
Der Tempelhofer Lyriker Rainer Malkowski. Zur Foto-Galerie
Der preisgekrönte Lyriker Rainer Malkowski war ein Kind Tempelhofs. Hier wurde er 1939 geboren und besuchte in seinen Jugendjahren die Askanische Oberschule in der Kaiserin-Augusta-Straße. Dennoch vermochte er nicht so recht mit Berlin warm zu werden.

„Ich bin in einer Großstadt aufgewachsen. Wasser kam in ihr vor als See, als Teich, als Fluss und als Kanal. Bäume standen vor dem Haus, in Parks und im ausgedehnten Forst. Strauchwerk und Gestrüpp bedeckten am Stadtrand, hier und dort auch auf verlassenem Industriegelände, große Flächen. Sogar Kornfelder gab es in ländlichen Enklaven. Aber nichts davon erlebte ich als Natur“, schrieb er 1985 in „Fragmentarische Auskunft. Selbstporträt, ein Versuch“.

Bevor sich Malkowski jedoch ganz seiner Dichtkunst widmete, arbeitete er zunächst von 1959 bis 1971 in verschiedenen Zeitungsverlagen und Werbeagenturen in Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf. 1972 gab er schließlich seine durchaus erfolgreiche Karriere als Werbemanager auf, um frühere Schreibversuche fortzusetzen. Dafür siedelte er ins bayerische Brannenburg am Inn um, wo er sich näher mit der Natur verbunden fühlte. Drei Jahre später debütierte der mittlerweile 36-Jährige mit dem kleinen Lyrikband „Was für ein Morgen“ – ein Erstlingswerk, das sofort großen Zuspruch fand.

Die Welt in einem Augenblick

Askanisches Gymnasium
Fast jeden seiner neun Bände eröffnete Malkowski mit einem Gedicht, das genaue Sinneseindrücke hervorhebt. Sehen, hören, schmecken, tasten, riechen: Er sah die Wahrnehmung als ein Ereignis. Tragischerweise machte ihm in seinen letzten Lebensjahren ein Augenleiden schwer zu schaffen. Hinzu kam eine Krebserkrankung, an deren Folgen er im September 2003 starb. Doch sein Vermächtnis bleibt bestehen: In den feinen Windungen seiner Verse könne man für einen Augenblick die ganze Welt gespeichert sehen, heißt es in einem posthum erschienenen Sammelband von Malkowskis Gedichten.  

Foto Galerie


Quelle: kompakt

Askanisches Gymnasium, Kaiserin-Augusta-Str. 19, 12103 Berlin
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