QIEZ-Tipps

Evis Wochenende: Lichter, Akte und ein Toter

Germaine Krull: Nackte, 1943
Germaine Krull: Nackte, 1943 Zur Foto-Galerie
Es ist nass, grau und ungemütlich. Aber wir Berliner lassen uns davon natürlich nicht die Laune verderben und schlendern gut gelaunt zwischen hell erleuchteten Häusern und großartigen Kunstwerken umher. Und was Kuscheliges zum Zuhören und Genießen gibt es noch obendrauf.

Samstag

Für Auge und Ohr … (Steglitz)

Der Herbst hat ja auch viele gute Seiten. So wird es zum Beispiel wieder recht früh dunkel. Die perfekte Gelegenheit, um sich beim Festival of Lights von zahlreichen Illuminationen an berühmten Gebäuden in Mitte, Tiergarten und Charlottenburg verzaubern zu lassen. Unter dem Motto „New Dimensions“ werden zum Beispiel aufs Brandenburger Tor täglich sieben spektakuläre 3D-Video-Mappings projiziert, am Potsdamer Platz bilden 100 mannshohe Karten ein „House of Cards“ und das Palais am Festungsgraben wird zur Leinwand für Fotos aus 50 Jahren deutsch-israelischen Beziehungen. Auch schön am Herbst: Es ist endlich wieder richtig schön regnerisch und man kann sich ohne schlechtes Gewissen ins Planetarium verziehen. Am Insulaner lädt das rbb-Hörspielkino heute zu Marten ‚t Harts erfolgreichem Roman „Das Wüten der ganzen Welt“. Erzählt wird von einem Mord in einem südholländischen Städtchen in den 50er Jahren, dessen Folgen Alexander Goudveyl, Sohn eines Lumpenhändlers, ein Leben lang begleiten. Spannend und atmosphärisch. Was kann einen Herbstabend schöner machen?

Wo: Planetarium am Insulaner, Munsterdamm 90, 12169 Berlin
Wann:
20 Uhr
Wieviel: 8, ermäßigt 6 Euro
Weitere Infos: hier

Sonntag

… und fürs Hirn (Kreuzberg)

Germaine Krull in Kreuzberg. (c) picture alliance
Der Martin-Gropius-Bau schafft es mit seinen Ausstellungen immer wieder, mich an den Anhalter Bahnhof zu locken. Nachdem ich mich heute noch einmal und diesmal mit Audioguide durch die 400 Werke umfassende Schau „Zwischen Hockney und Holbein“ gestaunt habe, besuche ich auch gleich noch die neue Ausstellung „Germaine Krull – Fotografien“. Die 1897 geborene Künstlerin hat mit ihren Werken Revolutionäres geleistet. In ihren Aktfotografien setzt die aus Enttäuschung vom Kommunismus zur Fotografie übergelaufene Krull den menschlichen Körpern harten Stahl entgegen. Außerdem erzählen ihre Reportage-Bilder von der Schlacht ums Elsass, dem Leben im Tempel des Dalai Lama oder einem Hotel in Bangkok. In 130 Aufnahmen kann man dem Leben und Werk von Germaine Krull nachspüren und der 1985 in Vergessenheit verstorbenen Künstlerin einen kleinen Tribut zollen.

Wo: Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Wann: heute von 10 bis 19 Uhr
Wieviel: Hockney bis Holbein: 11, ermäßigt 8 Euro; Germaine Krull: 8, ermäßigt 6 Euro
Weitere Infos: hier

Foto Galerie

Martin-Gropius-Bau Berlin, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

Telefon 030 254860
Fax 030 25486107

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Mittwoch bis Montag von 10:00 bis 19:00 Uhr
Dienstag geschlossen

Der Martin-Gropius-Bau in Berlin-Kreuzberg: Ab Juni 2012 werdne iher die Werke der Fotografin Diane Arbus gezeigt.

Der Martin-Gropius-Bau in Berlin-Kreuzberg: Ab Juni 2012 werdne iher die Werke der Fotografin Diane Arbus gezeigt.

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