Umweltbildung in der Wuhlheide

Natur zum Anfassen

Natur zum Anfassen
Sieht gefährlich aus, kann man aber, laut Franziska Tansinne, der pädagogischen Leiterin des Hauses, beruhigt anfassen - die Gespenstheuschrecke. Getraut haben wir uns aber (noch) nicht...
Wuhlheide - Bereits seit 1955 lassen sich im "Haus Natur und Umwelt" Großstädter erklären, was es unter freiem Himmel alles zu entdecken und erleben gibt. Seit letztem Jahr begeistert ein neu gestaltetes erlebnispädagogisches Freizeitprogramm Jung und Alt.

Die idyllische Wuhlheide, im Südosten Berlins gelegen, hat neben der Freilichtbühne auch ein wunderschönes Ausflugsziel für Familien, Kindergartengruppen und Schulklassen zu bieten: Auf einem Areal von 15.000 Quadratmetern wird den kleinen und großen Besuchern des Hauses die heimische Pflanzen- und Tierwelt auf spielerische Art und Weise näher gebracht.

Die grüne Lern- und Erlebnisstätte bietet im Waldpark Wuhlheide im Rahmen eines neuen erlebnispädagogischen Freizeitprogrammes „Natur zum Anfassen“ die Gelegenheit, mit allen Sinnen eine Beziehung zur Natur aufzubauen. Auf Exkursionen oder Projekttagen wird geschnitzt, Feuer gemacht und gelernt, wie man sich in der Natur zu verhalten hat. Schon die Kleinsten führt man so an das Thema Naturschutz heran.

Natur zum Anfassen

Dabei werden die Kids von ausgebildeten Pädagogen wie Franziska Tansinne, die mit 40 Tierpflegern und neun Hauswirtschaftlern im Haus Natur und Umwelt zusammenarbeitet, betreut. Sie entwickelt im Rahmen des pädagogischen Programmes Konzepte und Erlebnisbilder für die kleinsten Besucher: „Wir gehen mit den Kindern ganz viel raus in den Wald“, erzählt Tansinne. „Wald-Erlebnistouren, einfach mal barfuß laufen und erklären wo der Sprecht seine Imbissbude oder das Wildschwein sein Schlammbad hat“ – das trägt, laut Pädagogin, zu einer nachhaltigen Bildung der Kinder bei.

Wald, Boden, Wasser und Luft: Die Angebote, mit denen man Ökosysteme in all ihren Facetten kennenlernen kann, werden von Privatbesuchern, Hort-, Schul- und Kitagruppen gleichermaßen gern genutzt. In den Kursen, die anderthalb Stunden dauern, können die Kinder auf spielerische Art entdecken wie beispielsweise Humus entsteht oder auch nach kleinen Tieren graben, um diese später unter dem Mikroskop zu betrachten. „Das finden unsere Kinder immer wieder spannend“, erzählt Franziska Tansinne.

Tiere hautnah erleben

Verschiedene liebevoll gestaltete Ausstellungen, die beispielsweise die Jahreszeiten verbunden mit den in der Wuhlheide lebenden Tieren zeigen, wechselt sich mit den Angeboten der Bastelstube ab. Hier können die Kita- und Grundschulkinder mit vielen unterschiedlichen Naturmaterialien arbeiten.

Über 300 verschiedene Tierarten beherbergt das Haus, das vor kurzem um einen Abenteuerspielplatz reicher geworden ist. Präriehunde gehören dazu, Hängebauchschweine, Lamas und sogar ein anmutig durch den Park schreitender Pfau, der Besuchern – wenn er denn will – sein schönes buntes Federrad zeigt. Im Kleintierhaus dürfen Kinder sogar eine Gespenstheuschrecke oder eine Kornnatter streicheln.

Gemeinnützige Einrichtung

Seit 2005 hat die Union Sozialer Einrichtungen (USE) gGmbH die Anlage als Jugend-Bildungs-Werkstatt übernommen. Das gemeinnützige Unternehmen bietet hier als größter Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg psychisch kranken und behinderten Menschen Bildungs-, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten an. Der Umgang mit Natur und Tieren tue ihnen besonders gut, meint Franziska Tansinnne. „Die Menschen arbeiten hier in einem geschützten Rahmen in der Hauswirtschaft oder in der Tierpflege“, erklärt die Pädagogin.

Tansinne wünscht sich, dass sich in Zukunft auch älteres Publikum für die Einrichtung und deren umfangreiches und einzigartiges Freizeitangebot begeistern lässt. Auch Ehrenamtliche soll es in die Einrichtung ziehen, um das Team bei seinen zahlreichen Programmpunkten zu unterstützen.

Mehr zum Haus Natur und Umwelt, beispielsweise Infos zum Veranstaltungsplan, erfährst du hier.

Haus Natur und Umwelt, An der Wuhlheide 169, 12459 Berlin

Telefon 030 5351986

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April bis Oktober
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr
November bis März
Dienstag bis Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr

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