Freiwilliges Engagement

10 spannende Berliner Projekte zum Mitmachen

10 spannende Berliner Projekte zum Mitmachen
Die Spree ist nicht überall schön. Leider gibt es auch vermüllte Stellen. Zum Glück unternehmen Freiwillige etwas dagegen.
Berlin steckt voller Ideen – und voller Menschen, die sich engagieren: für die Stadt selbst, die Umwelt oder Geflüchtete. Wir stellen dir zehn spannende Projekte vor, die unsere Stadt ein bisschen besser machen und an denen du dich ganz einfach beteiligen kannst.

Refugio – Deutsch üben im Sprachcafé

Das Refugio in Neukölln ist ein Gemeinschaftshaus, in dem Einheimische und Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, zusammenwohnen. In den oberen drei Etagen spielt sich das Privatleben ab: Wie in einer WG leben die Bewohner für 12 bis 18 Monate zusammen, kochen, teilen Geschichten und Erfahrungen und organisieren eine lebendige Gemeinschaft. Die unteren Etagen stehen auch Besuchern offen: Unbedingt ausprobieren solltest du die internationalen Köstlichkeiten und den leckeren Kaffee im Café im Erdgeschoss. Wenn du außerdem Lust hast, Geflüchteten das Ankommen in Deutschland zu erleichtern, solltest du zum Sprachcafé kommen. Hier kannst du mit ihnen in ganz entspannter Atmosphäre Deutsch üben. Eine extra Ausbildung brauchst du dafür nicht, weil das Ganze im Sinne einer Sprachpartnerschaft funktioniert: Du übst in kleinen Gruppen und moderierst sie selbstständig. Einen streng getakteten Lehrplan musst du ebenfalls nicht ausarbeiten – meistens ergeben sich die Gespräche ganz von selbst. Wenn du möchtest, kannst du auch eine 1:1-Patenschaft übernehmen. Dann kommst du immer mit denselben Personen zum Lernen zusammen. Das Sprachcafé findet jeden Mittwoch zwischen 17.30 Uhr und 19.30 Uhr statt.
Weitere Infos zum Refugio findest du hier.

Alles im Fluss – Müll in Berlins Gewässern reduzieren

Ob in Form von Flüssen, Seen, Kanälen oder Gräben – in Berlin gibt es ziemlich viele Gewässer. Zusammen nehmen sie eine Fläche ein, die so groß ist wie Friedrichshain, Kreuzberg und Mitte zusammen. Allerdings gibt es ein Problem: Berlins Gewässer und ihre Ufer versinken zunehmend im Müll. Das sieht nicht nur nicht schön aus, es ist auch schlecht für die Flora und Fauna der Stadt. Deshalb setzt sich die Initiative Alles im Fluss seit 2017 für einen besseren Schutz der Gewässer und ihrer Ufer ein. Mit verschiedenen Aktionen will sie die Öffentlichkeit wachrütteln und gegen das achtlose Liegenlassen von Picknick- und Verpackungsmüll vorgehen. Bei vielen davon kannst du mitmachen: Letzten Sommer beispielsweise haben zahlreiche Freiwillige im Rahmen einer Standup-Paddling-Aktion literweise Müll aus der Spree gefischt. Außerdem lädt Alles im Fluss im Rahmen verschiedener Veranstaltungen immer wieder zum Austausch darüber ein, was jeder Einzelne tun kann, um die jährlich anfallenden Müllberge zu reduzieren. Die Initiative konnte bereits zahlreiche Unterstützer gewinnen – darunter die Berliner Stadtreinigung und die Berliner Wasserbetriebe. Hinter ihr steckt der Verein wirBerlin, der sich „für Erscheinungsbild und Qualität öffentlicher Räume“ engagiert. Im Jahr 2019 findet zum World Cleanup Day am 20. und 21. September ein Aktionstag statt.
Wenn du bei künftigen Aktionen mitmachen willst, informierst du dich am besten unter www.allesimfluss.berlin.

Rückenwind – Fahrräder für Flüchtlinge

Rückenwind ist ein Neuköllner Verein, in dem Berliner und Geflüchtete gemeinsam Fahrräder reparieren. Das Ziel ist, Geflüchteten den oft beschwerlichen Alltag zu erleichtern und ihnen mit Fahrrädern ein Stück Selbstständigkeit zurückzugeben. Das Prinzip ist ganz einfach: Geflüchtete, die ein Fahrrad brauchen, melden sich bei Rückenwind. Dann werden sie nach und nach in die Werkstatt eingeladen, wo sie sich ein passendes Fahrrad aussuchen dürfen und es anschließend gemeinsam mit den freiwilligen Schraubern von Rückenwind auf Vordermann bringen. Weil das Angebot sehr gut angenommen wird, ist der Bedarf an Fahrrädern groß. Solltest du also ein Rad übrig haben, freuen sich die freiwilligen Helfer über deine Spende. Außerdem kannst du das Team als Schrauber ergänzen: Hierfür benötigst du vor allem Zeit und Lust, Fahrräder fit zu machen. Ein Bonus ist, wenn du schon Erfahrung im Reparieren von Fahrrädern hast – entscheidend ist das aber nicht, im Team ist jeder willkommen.
Weitere Infos warten unter www.rueckenwind.berlin auf dich.

 

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Ein Beitrag geteilt von Rückenwind e.V. (@rueckenwind.berlin) am Feb 19, 2018 um 3:15 PST

GreenLab – nachhaltig Gärtnern mit Biodünger

Gemüse selber anbauen macht Spaß – und du brauchst dazu nicht einmal einen eigenen Garten. Mit den richtigen Hilfsmitteln kannst du jeden Balkon in einen kleinen Nutzgarten verwandeln. Wenn du für noch bessere Ergebnisse zu Dünger greifen möchtest, solltest du dir auf jeden Fall GreenLab anschauen. Das Berliner Start-up stellt Biodünger aus Kakaoschalen her, die sonst im Abfall landen würden. Mit Kreationen wie Blümchenfutter oder Pimp my Gärtchen kannst du deinem Gemüse ganz umweltfreundlich auf die Sprünge helfen. Der Dünger ist vegan, nachhaltig und biologisch – und für Mensch und Tier völlig unschädlich. Und weil er aus Kakaoschalen gemacht ist, riecht er auch noch richtig gut. Die Gründer von GreenLab legen übrigens auch sonst Wert darauf, die Umwelt zu schützen: Ihr Dünger ist in recyceltem Material verpackt, für den Versand zu dir nach Hause wird der Service Go Green von DHL genutzt. Hier werden die durch den Transport entstehenden Treibhausgase durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
Tipps und Tricks rund um das Gärtnern findest du übrigens auf dem Blog von GreenLab unter www.greenlab.berlin.

Serve the City – viele kleine Projekte für die Stadt

Serve the City bringt Freiwillige zusammen, die sich für Berlin engagieren möchten. Der Verein ist ideal für Menschen mit wenig freier Zeit, weil es hier gar nicht darum geht, riesigen Aufwand zu betreiben. Die meisten Aktionen sind auf überschaubare Kurzzeitprojekte ausgelegt, bei denen du dich ganz praktisch einbringen kannst. Das heißt beispielsweise: Wände streichen, Essen ausgeben, Menschen besuchen, Sportfeste gestalten, Müll sammeln und einiges mehr. Die Projekte sind in Gruppen organisiert, bei denen sich – je nach Aktionsgröße – zwischen zwei und zehn Freiwillige beteiligen können. Ein Projektleiter versorgt alle Freiwilligen mit den notwendigen Informationen und ist während des Aktionstages Ansprechpartner. Wenn du über alle Aktionen von Serve the City auf dem Laufenden gehalten werden willst, kannst du dich in eine Mailingliste eintragen.
Alle Informationen zu Serve the City und zu vergangenen und geplanten Aktionen findest du unter www.servethecity.berlin.

Restlos Glücklich – Rettet die Lebensmittel

Laut einer Studie der GfK schmeißt jeder von uns pro Jahr mindestens 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Das klingt nicht nur nach zu viel – rund die Hälfte dieser Lebensmittel wären tatsächlich noch essbar gewesen. Deswegen möchte der Verein Restlos Glücklich Menschen dazu bewegen, Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen. Denn auch aus krummen Möhren oder Bananen mit braunen Pünktchen lassen sich richtig tolle Gerichte zaubern. In den Restlos-Glücklich-Kursen lernen bereits Grundschüler spielerisch einen bewussteren Umgang mit dem Essen: Neben der Information stehen immer auch das gemeinsame Kochen und Verkosten im Mittelpunkt. Bisher hat das Team außerdem im Rahmen von monatlich stattfindenden Dinner-Abenden Berliner Gaumen beglückt – aus organisatorischen Gründen musste es allerdings eine Pause einlegen. Damit sich das schnell wieder ändert, kann Restlos Glücklich ehrenamtliches Engagement immer gebrauchen. Einbringen kannst du dich auf ganz unterschiedliche Weise – beispielsweise beim Einsammeln von Lebensmitteln, in der Bildungsarbeit, Organisation oder Marketing und Kommunikation. Das Team von Restlos Glücklich freut sich über jedes neue Gesicht!
Weitere Infos warten auf dich unter www.restlos-gluecklich.berlin.

 

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Besuchshunde Berlin – Ehrenamt für Hundehalter

Besuchshunde Berlin ist eigentlich ein Blog. Betreiberin Franciska Lion-Arend erzählt hier ausführlich von ihren Erfahrungen rund um das Thema Besuchshund und gibt allen interessierten Hundehaltern Tipps, wie sie sich gemeinsam mit ihren Vierbeinern ehrenamtlich engagieren können. Viele Kinderheime, Senioren- und Pflegeheime oder Hospize freuen sich über tierischen Besuch, weil er deren Bewohner von ihrem oft tristen Alltag ablenkt. Allerdings müssen Besuchshunde für ihre Aufgabe besonders gut geeignet sein: Sie müssen beispielsweise sehr menschenfreundlich sein, dürfen vor Körperkontakt nicht zurückschrecken und sich auch von Lärm nicht aus der Ruhe bringen lassen. Alle wichtigen Informationen zum Thema sind auf dem Blog zusammengetragen, so dass dir der Einstieg so einfach wie möglich gemacht wird. Außerdem findest du dort kleine Geschichten zu einzelnen Besuchshunden und bekommst so schon einmal einen Einblick in deren Alltag.
Wie dein Hund und du zum Besuchshunde-Team werden, erfährst du unter www.besuchshunde.berlin.

Hier in Berlin – Mitmachen und Meinung sagen

Hier in Berlin ist eine Initiative von visitBerlin – der Organisation, die sich um das Tourismusmarketing der Stadt kümmert und damit regelmäßig viele Touristen anlockt. Jedes Jahr kommen um die 13 Millionen Menschen in die Hauptstadt. Und weil mancher Berliner den Touristenmassen skeptisch gegenübersteht, gibt das Team von Hier in Berlin allen Berlinern auf der zugehörigen Plattform die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern. Das Ziel: Feedback sammeln und eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Wenn du also auch etwas zu sagen hast, setzt du dich am besten gleich ran an die Tasten. Du hast eine Idee für ein – noch – besseres Miteinander? Dich stört etwas? Du möchtest den Touristen in Berlin eine Botschaft zukommen lassen, hast einen Ratschlag oder vielleicht sogar einen heißen Tipp?
Unter www.du-hier-in.berlin ist genügend Platz für dein Feedback.

Museum für Naturkunde – Ein Herz für Tiere und Pflanzen

Das Museum für Naturkunde ist ein Paradies für alle Wissbegierigen. Mit über 30 Millionen Objekten gehört es zu den größten Naturkundemuseen in Deutschland – und im Guinness Buch der Rekorde steht es auch. Wusstest du, dass hier das größte montierte Dinosaurierskelett der Welt zu Hause ist? Der „Brachiosaurus brancai“ ist über 13 Meter hoch! Wusstest du außerdem, dass du dich im Museum für Naturkunde ehrenamtlich engagieren kannst? Abhängig von deinen Vorkenntnissen und Wünschen kannst du beispielsweise Sammlungsobjekte ordnen, inventarisieren und etikettieren, Daten in Datenbanken erfassen oder Recherchen durchführen – und so dein Wissen um Pflanzen- und Tierarten ganz nebenbei erweitern.
Du hast ein Herz für alles, was da kreucht und fleucht? Dann informiere dich unter www.museumfuernaturkunde.berlin.

 

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Alzheimer Angehörigen-Initiative – Für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen

Den eigenen Kühlschrank nicht mehr finden, den vollen Kaffeebecher mit einem Hut verwechseln oder im Schlafanzug einkaufen gehen – was vielleicht witzig klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Jedes Jahr erkranken zwischen 120.000 und 160.000 Menschen an Alzheimer und ihre Familien stehen dem Vergessen oft ohnmächtig gegenüber. Um Angehörigen und ihren demenzerkrankten Familienmitgliedern ein Stück Normalität im Alltag zu bieten, wurde die Alzheimer Angehörigen-Initiative gegründet. Die Organisation informiert umfassend über das Krankheitsbild, bietet Entlastungsangebote für Angehörige und ermöglicht Betroffenen soziale Teilhabe – und sie ist immer auf der Suche nach Freiwilligen, die ihre Mission vorantreiben. Je nach Fähigkeit, Interessen und Vorlieben kannst du dich im direkten Umgang mit Demenzerkrankten oder ihren Angehörigen einbringen, die Internetangebote unterstützen oder sogar den Vorstand verstärken.
Welche Voraussetzungen du erfüllen musst, erfährst du unter www.alzheimer.berlin.

Alle zehn Projekte haben übrigens eins gemeinsam: Statt auf .de oder .com enden ihre Internetadressen auf dem Wörtchen .berlin. So sehen Interessierte auf den ersten Blick, in welcher Stadt die Projekte zu Hause sind. Weitere Infos zu den .berlin-Internetadressen findest du unter www.dot.berlin. QIEZ und Dot.Berlin sind Kooperationspartner.

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