Feierliche Eröffnung im Jüdischen Museum Berlin

Libeskind gestaltet neue Akademie

Libeskind gestaltet neue Akademie
Entwurf der neuen Akademie des Jüdischen Museums Berlin. Zur Foto-Galerie
In eine ehemalige Blumengroßmarkthalle hat Architekt Daniel Libeskind die neue Akademie des Jüdischen Museums Berlin integriert. Mit Archivbereich, Freihandbibliothek und viel Raum für Workshops, Fortbildungen und Seminare soll der Eric F. Ross Bau zu einem lebendigen interkulturellen Bildungszentrum werden. Am 17. November wird das Gebäude feierlich eröffnet.

Mit seinem Entwurf für die neue Akademie setzt Daniel Libeskind das architektonische Konzept des 2001 eröffneten Jüdischen Museums fort. Ein holzverkleideter Kubus durchdringt die Fassade der ehemaligen Großmarkthalle, die sich gegenüber vom Museumsbau befindet. Nach einem Haus-im-Haus-Konzept sind in der weitestgehend erhalten gebliebenen Halle Besucherräume, Auditorium, Archiv und Bibliothek untergebracht.

Zwei weitere Holzkuben zerteilen den Innenraum des historischen Gebäudes und gewähren damit Einblicke in die sogenannten „Zwischenräume“ – bewusst offen gehaltenen Schnittstellen zwischen Blumengroßmarkthalle und Akademie. Die im Inneren des Gebäudes entstandene Hoffläche wurde von Landschaftsarchitekten als „Garten der Diaspora“ gestaltet.

Mehr Platz für die Bildung

Zukünftig soll die neue Akademie zu einem Informations- und Bildungszentrum für Schüler, Studenten, Lehrer, Fachleute sowie alle interessierten Besucher werden – und damit das bestehende pädagogische Angebot des Jüdischen Museums erweitern. Den besonderen Schwerpunkt der Einrichtung stellen dabei Fragen zu Migration, Integration und interkultureller Bildung dar. 7000 Führungen und rund 350 Veranstaltungen jährlich bietet das Museum bereits heute an. Um die steigende Nachfrage befriedigen zu können, war ein neuer Museumsbau notwendig geworden.

Die Kosten für den Umbau der ehemaligen Blumengroßmarkthalle belaufen sich auf etwa 11,7 Millionen Euro. Ein großer Teil der notwendigen privaten Spendenzuschüsse stammt aus dem Vermögen des 2010 verstorbenen US-amerikanischen Unternehmers Eric F. Ross. Als Jude sah er sich gezwungen, 1938 Deutschland zu verlassen. Mit der Benennung des neuen Museumsbaus bedankt sich das Jüdische Museum Berlin bei seinem Förderer.

Vielfältiges Eröffnungsprogramm

Im Zuge der Eröffnungsfeier verleiht das Museum am 17. November seinen traditionellen „Preis für Verständigung und Toleranz“ an den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und den Industriemanager Klaus Mangold. Der Historiker Heinrich A. Winkler und David de Rothschild werden die Preisträger mit einer Laudatio ehren. Im Rahmen eines siebentätigen Eröffnungsprogramms vom 18. bis zum 24. November können sich alle Besucher des Jüdischen Museums über die jüdische Geschichte, aktuelle (kultur-) politische Debatten und die Angebote der neuen Akademie informieren. Weitere Infos unter www.jmberlin.de.

 

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Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin

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