Sonnige Zeiten

Mit erneuerbaren Energien Stromkosten sparen – so ist es möglich

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Steigende Energiekosten bereiten den meisten Sorgen. Aber so hilflos muss man sich den Stromanbietern ja nicht ausliefern, wie es bisher üblich war. Es gibt Alternativen. Wir haben hier Infos für dich, wie Energiesparen für dich auf Dauer möglich ist…

Angesichts steigender Energiekosten denken immer mehr Bürgerinnen und Bürger darüber nach, wie sie den Kostenanstieg zumindest für ihren eigenen Haushalt begrenzen können. Grundsätzlich kommen dabei zwei Möglichkeiten in Betracht: die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Nutzung alternativer, kostengünstigerer Energiequellen. Angesichts der Tatsache, dass viele moderne Haushaltsgeräte deutlich weniger Energie verbrauchen als ihre Vorgänger in früheren Jahrzehnten und für Beleuchtungszwecke immer häufiger energiesparende LED-Technik genutzt wird, sind die Einsparpotenziale in vielen Haushalten bereits weitgehend ausgeschöpft. Umso stärker wächst das Interesse an erneuerbaren Energien, die – zumindest theoretisch – gratis zur Verfügung stehen.

Photovoltaik im Fokus – Windkraft lohnt sich für Private nur selten

Wenn von der Nutzung erneuerbarer Energien in privaten Haushalten die Rede ist, geht es praktisch immer um das Thema Photovoltaik (PV), das heißt, die Nutzung von Solarenergie. Wasserkraft dürfte für die Energiegewinnung in privaten Haushalten allein schon aufgrund der Standortproblematik nur in Ausnahmefällen infrage kommen. Im Gegensatz dazu existieren Möglichkeiten für die Nutzung von Wind- oder Sonnenenergie an wesentlich mehr Standorten. Sieht man jedoch von großen Wind- oder Solarparks ab und betrachtet die Energieversorgung von Privathaushalten, kommen nahezu ausschließlich Photovoltaikanlagen wie das sogenannte Balkonkraftwerk oder eine PV-Anlage auf dem Dach in Betracht. Wie groß eine Anlage sein muss, um einen Haushalt mit Strom zu versorgen, lässt sich zumindest überschlagsmäßig schnell mithilfe eines Online-Rechners ermitteln. Generell arbeiten größere PV-Anlagen meist wirtschaftlicher. Eigenheimbesitzer sollten ihre Dachfläche also ruhig großzügig für die Energiegewinnung nutzen, sofern sie nicht durch hohe Bäume oder andere Gebäude zu sehr verschattet ist. Im Unterschied zu Solaranlagen lohnen sich kleinere Windkraftanlagen für die Versorgung von privaten Haushalten kaum, weil sie in der Regel zu wenig genug Strom erzeugen. Vor allem in innerstädtischen Lagen weht oftmals einfach nicht genug Wind, um damit einigermaßen kontinuierlich Strom zu erzeugen.

Anlagen vergleichen und Kosten-Nutzen-Verhältnis berechnen

Als ideal für eine Photovoltaikanlage gilt eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche mit einer Neigung von etwa 30 Grad. Die Bedeutung der Neigung sollte nicht unterschätzt werden. Beträgt diese weniger als 25 Grad oder mehr als 60 Grad, so kann dies die Stromausbeute immerhin um bis zu zehn Prozent verringern. Wer in einer Miet- oder Eigentumswohnung wohnt und somit keine entsprechende Dachfläche zu seiner privaten Verfügung hat, muss dennoch nicht auf Sonnenenergie verzichten. Kleinere Anlagen werden schließlich aus gutem Grund auch als „Balkonkraftwerke“ bezeichnet. Sie lassen sich auf Balkonen, aber auch an geeigneten Stellen von Hausfassaden und an anderen Orten installieren, wenn diese genug Sonnenlicht erhalten. Eine solche Anlage kann zwar in der Regel kaum die gesamte Stromversorgung eines Haushalts übernehmen, aber dennoch einen Beitrag zur spürbaren Reduzierung der Stromkosten leisten.

Vor der Installation ist jedoch zu prüfen, ob das Einverständnis des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft vorliegt. Camping- und Wohnmobilfans, die auf ihren Reisen eine transportable PV-Anlage nutzen, können diese gegebenenfalls an sonnigen Tagen auch auf ihrem Balkon aufstellen und zumindest etwas Solarstrom erzeugen, falls die dauerhafte Installation einer PV-Anlage dort nicht möglich ist. Unabhängig davon, wie viel Platz für PV-Module zur Verfügung steht, sollten vorab stets verschiedene Konfigurationen im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit durchgerechnet werden. Empfehlenswert ist zudem eine fundierte fachliche Beratung, verbunden mit der Klärung aller weiteren anfallenden Kosten, beispielsweise für die Montage oder gegebenenfalls auch für kleinere Bauarbeiten.

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